Wie funktionieren Bitcoins

Save your ass with Bitcoin!

Unser Finanzsystem geht zu Grunde. Jup. Dass unser Geld bei Banken nicht mehr sicher ist, dürfte spätestens seit der großen Krise 2008 bekannt sein. Und es war ja nicht die erste… Vom diskutierten Bargeldverbot fange ich besser gar nicht erst an. Wer finanziell nicht den völligen Striptease hinlegen und der Willkür des Staates ausgeliefert sein möchte, muss das auch nicht.

Der Bitcoin ist das bekannteste Beispiel für eine alternative, digitale Währung. Die sogenannte Kryptowährung wird elektronisch geschaffen und elektronisch verwahrt – also nicht gedruckt und gestanzt, wie wir das normalerweise von einer Geldeinheit kennen. Die wichtigste Eigenschaft ist, dass es sich um ein dezentrales System handelt. Sprich: Niemand, kein Mensch, kein Unternehmen, kein Staat verwaltet den Bitcoin. Daraus ergeben sich viele Vorteile für den Nutzer – aber schauen wir uns das Ganze step by step genauer an.

In diesem Artikel widmen wir uns folgenden Aspekten des Bitcoin:

  1. Definition (und die Frage nach dem „Wert“)
  2. Funktionsweise
  3. Sicherheit
  4. Kursentwicklung
  5. Verbreitung und Akzeptanz
  6. Pro und Contra
  7. Wie kann ich Bitcoins nutzen?
  8. Fazit

Hinweis: das Thema Bitcoin ist extrem komplex – und definitiv kontrovers zu betrachten. Ich möchte hier einen Überblick schaffen und das Thema zumindest anstoßen, wie man selbst Bitcoins nutzen kann  – eine lückenlose Abdeckung sämtlicher Aspekte kann nicht gegeben werden und ist nicht gegeben. Danke für dein Verständnis.

DEFINITION

Der Begriff Bitcoin steht wörtlich für „digitale Münze“ und beschreibt damit im Prinzip schon, worum es geht: eine Geldeinheit ohne physische Präsenz. Sie wird elektronisch geschaffen und elektronisch verwahrt. Mit Bitcoins kann man Sachgegenstände und Dienstleistungen erwerben. Wie mit dem Euro und seinen physischen Währungsfreunden auch. Der Unterschied zur „konventionellen“ Währung: Bitcoin basiert auf Mathematik.

Und da stehen sie auch schon zu Berge – die Nackenhaare. Der innere Aufschrei „Aber dann sind Bitcoins doch nichts wert!“ ist eine Begleiterscheinung dieser Information.

Take a seat. Bitcoins haben einen Wert. Weil Wert das ist, was wir einer Sache beimessen. Ich, er, sie – und du. Genau darauf basieren Währungen. Und Gold. Und Bitcoins. Dein Porsche und die neue Altbau-Bude mit Stuck. Der Schmuck von der Großtante. Weiter im Text.

Dennoch gibt es ein paar besondere Eigenheiten im Charakterportfolio des Bitcoin. Hier eine Auflistung der Merkmale (zur Funktionsweise kommen wir in Kapitel 2):

a) Jeder kann Bitcoin

Es steht jedem frei, ein Bitcoin-Konto zu eröffnen. Oder mehrere. Im Bitcoin-Sprachgebrauch nennt sich so ein Account „Wallet“.

Kurzer Erklär-Schlenker. Führen wir uns ein digitales Tool vor Augen, das wir alle nutzen: Emails. Während Mama ihren Account bei web.de eingerichtet hat, nutzt Papa Gmail. Trotzdem können die beiden sich lustig hin und her mailen – und du schickst aus dem Urlaub auch noch was von Hotmail rüber. Läuft.

So funktionieren auch die Bitcoin-Wallets. Hier gibt es unterschiedliche Anbieter – alle nutzen dieselbe Open-Source-Technologie und sind untereinander „kompatibel“.

Zu den Bitcoin-Wallets findest du mehr unter: 7. Wie nutze ich Bitcoins?

b) Bitcoin ist dezentralisiert

Die wichtigste Eigenschaft des Bitcoin ist, dass er dezentralisiert ist. Die Daten liegen also nicht auf einem Server eines Unternehmens, sondern alle an das Netzwerk angeschlossene Computer sind mit der Datenbank verknüpft. Insofern hat jeder Nutzer, also jeder an das Netzwerk angeschlossene Rechner, dieselben Zugriffsrechte und dieselben Möglichkeiten. Gleiches Bitcoin-Recht für alle.

Imagine: Es gibt keine Stelle, in dem die Digitalmünze verwaltet wird. Keine Institution kontrolliert das Bitcoin-Netzwerk. Zentralbank? Staat? Niemand. So kann keine Institution mit einer monetären Richtlinie die Oberhand gewinnen, Nutzern ihren Bitcoins enteignen oder gar Konten einfrieren. Auch nicht Zypern.

c) Bitcoin ist direkt

Der Vorteil des dezentralen Zahlungssystems ist, dass die Bitcoins direkt übertragen werden, ohne Mitwirkung von Finanzinstituten. So können Spenden ohne korrupte Zwischenorganisationen an ihrem Ziel ankommen. Nur als Beispiel.

d) Geringe Transaktionskosten

Aus diesem direkten Verfahren ergibt sich wiederum, dass die Transaktionskosten gering sind. National oder international. Zitat von bitcoin.org

Mit Bitcoin können Sie zu sehr niedrigen Gebühren Zahlungen senden und empfangen. Abgesehen von Spezialfällen wie sehr kleinen Micro-Payments, gibt es keine erzwungene Gebühr. Es wird aber empfohlen, eine kleine freiwillige Gebühr zu leisten, um die Priorität Ihrer Transaktion zu erhöhen und die Personen zu honorieren, die das Bitcoin-Netzwerk betreiben.

e) Bitcoin ist pseydonym

Bitcoin wird oft damit beworben, dass es anonym ist. Richtig ist, dass einem Bitcoin-Konto keine persönlichen Namen, Postadressen oder ähnliches zugeordnet werden.

Dennoch will ich darauf hinweisen, dass man sich sehr genau informieren muss, wie man Bitcoins nutzt, um seine Identität nicht preiszugeben. Dafür ist Aufwand nötig – und hier kann nicht im Detail darauf eingegangen werden. Außerdem wirst du deine Daten schon hinterlegen müssen, um ein Wallet anzulegen.

So sieht eine Bitcoin-Adresse dann aus:

d) Bitcoin ist transparent

Wie viele Bitcoins sich in einem Wallet befinden, ist für alle an das Netzwerk angeschlossene Rechner nachvollziehbar. Aber eben nicht, dass hinter dem Pseudonym Achim mit 22 BTC eigentlich Stephi steckt.

Die Software, die sich auch Stephi runtergeladen hat, nennt sich Bitcoin-QT. Dabei handelt es sich um eine „Open Source“-Software, die sämtliche Transaktionen in einer Transaktionsliste aufführt – in der sogenannten Blockchain, deren Funktionsweise wir uns in Kapitel 2 ein wenig genauer ansehen.

1.2 Transparenz

Auf diesem Link kann man nachvollziehen, welche Transaktionen aktuell stattfinden, so transparent ist das Ganze: https://blockchain.info/

f) Transaktionen gehen schnell

Bitcoins können in wenigen Minuten transferiert werden. Von Nachbar zu Nachbar – von Kontinent zu Kontinent. Auch das liegt daran, dass das System dezentral ist und es keine zwischengeschalteten Institutionen gibt.

g) Kein Weg zurück

Transaktionen können nicht rückgängig gemacht werden. Zumindest nicht von Seiten des Senders, nur der Empfänger kann die Bitcoins zurück senden, falls sie fälschlicherweise in seinem Wallet landen.

Die nicht vorhandene Rückbuchungsmöglichkeit wird darin begründet, dass Rückbuchungsbetrug zu beschränktem Marktzugang und zu erhöhten Preisen führt, was wiederum dem Kunden auf der Tasche liegt. Das will Bitcoin vermeiden.

f) Bitcoins gehen nicht verloren

Sollte das System einmal abstürzen, bleiben die Bitcoins im Netzwerk erhalten. Meine Hand lege ich dafür nicht ins Feuer, falls du nachher Bitcoins kaufst und die Welt übermorgen untergeht. Aber dann brauchst du die Coins auch nicht mehr.

g) Es war einmal Satoshi Nakamoto

Zum ersten Mal ist der Bitcoin 2009 durch den Gründer Satoshi Nakamoto in Erscheinung getreten. Später kam der Name Craig Steven Wright auf – ein australischer Computerfachmann und Unternehmer, der anscheinend hinter dem Zahlungssystem steckt. Kein Identitäts-Beweis, aber eine nette Anekdote: Für das Pseydonym hat sich Wright angeblich von dem japanischen Philosophen Tominaga Nakamoto aus dem 17. Jahrhundert inspirieren lassen.

Einen Bitcoin-Namen kennt man in der Öffentlichkeit: Gavin Andresen. Er ist 2010 als Kernentwickler bei Bitcoin eingestiegen. Mit Satoshi Nakamoto hat er stets nur digital verschlüsselt kommuniziert.

2. FUNKTIONSWEISE

Zu Beginn wurden alle 10 Minuten 50 Bitcoins ins System geschüttet. Alle vier Jahre wird die Ausschüttung halbiert, sodass sich die Anzahl asymptotisch dem Maximum von 21 Millionen Bitcoins nähert. Also werden erst 10, dann 5, dann 2,5, dann 1,25 usw. Bitcoins in den Netzwerk-Pool geworfen. Die Maximierung auf 21 Millionen dient als Schutz vor Inflation.

Es gibt nicht nur „ganze“ Bitcoins, sondern kleine und noch kleinere Untereinheiten. So zum Beispiel Bitcents. Die kleinste Einheit beträgt 1/100.000.000 Bitcoin und heißt „Satoshi“ – nach dem Bitcoin-Gründer benannt.

Die bereits erwähnte Blockchain (Transaktionskette) bildet die Basis des dezentralen Bitcoin-Netzwerks. Sie funktioniert wie ein öffentliches Kassenbuch: Hier werden alle Transaktionen gespeichert und chronologisch gelistet. Ein Block enthält also immer die gesamte Historie aller Transaktionen. Jeder neue Block ist verbunden mit dem vorhergehenden Block und enthält dessen Historie in Form einer Prüfsumme. So haben alle Nutzer die gesamte Historie hinterlegt – bis hin zur ersten Transaktion im Bitcoin-Netzwerk.

Der zweite wichtige Bestandteil, ohne den die Blockchain nicht funktionieren würde, ist das Mining. Hierzu gibt es zwei interessante Aspekte:

Entstehung von Bitcoins:

Es gibt Miner, das sind Personen, Unternehmen, deine Nachbarn, die eigene Computer für eine Blockchain arbeiten lassen: Jeder, der möchte, kann eine kostenlose Bitcoinsoftware runterladen und seinen Computer damit für den Bitcoin arbeiten lassen. Aus diesem Grund funktionieren Bitcoins dezentral. Statt alle Daten auf einem Server zu speichern, werden die Bitcoins auf hunderte, tausende, Millionen von Miner-Computer verteilt, die sich an der mathematischen Erschaffung der Coins beteiligen. Die Miner unterstützen mit ihrer Hardware die Erstellung der oben genannten 10 / 5 / 2,5 / … Bitcoins, die alle 10 Minuten ins System geschüttet werden. Als Belohnung fürs „Mitminen“ erhalten die Miner selbst Bitcoins und verdienen so etwas daran. Je stärker die Hardware eines Miners, desto höher der Nutzen für den Bitcoin, desto höher der eigene Gewinn. Das Bitcoinsystem, oder besser: die Blockchain, ist auf das Mining durch verschiedene Computer angewiesen.

Verifizierung:

Die Miner sind auch dafür verantwortlich, Bitcoins zu verifizieren. Sobald Eva 5 BTC an Stephan sendet, damit er ihr die Wohnung streicht, prüfen die Miner, ob Eva überhaupt 5 BTC hat.

Eva 20 BTC

Stephan 10 BTC

Nur wenn sich die Mehrzahl der Miner einig ist, dass Eva sich das leisten kann, greift Stephan nachher zum Pinsel. Dann wird die Transaktion verifiziert und Stephan schwingt den Pinsel. Nach der Verifizierung ist der neue Bitcoin-Kontostand für alle Nutzer sichtbar:

Eva 15 BTC

Stephan 15 BTC

Damit ist die Transaktion versiegelt und kann – wie bereits aufgeführt – nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Status quo:

 Neben der Verifizierung sorgt das Mining für die chronologische Reihenfolge in der Blockchain. Und dafür, dass das gesamte Netzwerk auf demselben Stand ist.

3. SICHERHEIT

Hier möchte ich auf die Sicherheit des Systems an sich eingehen, auf die Verschlüsselung bei einer Transaktion – und einen kurzen Einblick geben, welche Sicherheitsaspekte für dich als Nutzer von Bedeutung sein können.

Das System

3. Miner

Gerade haben wir uns angeschaut, was die Miner so machen. Und genau hier liegt ein wichtiger Sicherheitsaspekt des Blockchain-Systems. Da die Miner jede Transaktion prüfen und nur mit Zustimmung der Mehrheit eine Transaktion verifiziert wird, gilt das Blockchain-System als ultrasicher. Sollte es ein Hacker schaffen, einem Miner falsche Daten zu schicken, schlagen die anderen Miner Alarm, da die Daten, die dieser eine Miner erhalten hat, nicht mit den hunderten, tausenden, Millionen anderen Minern übereinstimmen. Insofern gilt die Blockchain als eines der sichersten Systeme, die es bisher gibt.

Transaktion mit Schlüsselpaar

Bei der Transaktion eines Bitcoin-Betrags wird ein Schlüsselpaar verwendet, das als digitale Signatur fungiert. Durch einen öffentliche und einen privaten Schlüssel wird ein mathematischer Beweis erbracht wird, dass es sich um den Eigentümer des Wallets handelt, der die Kohle transferiert. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifiziert werden kann.

So sehen die Schlüssel aus:

Öffentlicher Schlüssel: 13rYWAQEeJmtPrpdQGBNL9c1kZpqQ88X6h

Privater Schlüssel: 5JeXGYePL6x4CGhZ5avRY6sfjhiAMse3XbFPkCU15aPp 8JhzyZn

Der öffentliche Schlüssel ist für jeden sichtbar – der private Schlüssel ist geheim und kann mit einem Passwort verglichen werden. Da das Schlüsselpaar auf einer asymmetrischen Verschlüsselung basiert, kann man nicht anhand des öffentlichen Schlüssels den privaten Schlüssel erraten.

Das asymmetrische kryptographische Verfahren verhindert also, dass Transaktionen gefälscht werden. Auch das doppelte Ausgeben von Bitcoins wird durch das sogenannte Proof-of-Work-Verfahren verhindert. Ein Angreifer müsste im Durchschnitt mehr Rechenzeit als alle ehrlichen Bitcoin-Teilnehmer zusammen aufwenden, um dieses Verfahren zu fälschen. Allerdings trifft das nur auf Transaktionen zu, die bereits bestätigt wurden.

Sicherheitsaspekte für den Nutzer

Zugegeben. Es ist ein komplexes Thema und hier ist Durchhalten angesagt, wenn man Bitcoins selber und sicher nutzen möchte. Ich will dir ein bisschen unter die Arme greifen – bevor du den Bitcoin-Tempel selber betrittst, informiere dich ganz ausführlich über diese Aspekte. Und zieh die Schuhe aus.

  1. Wichtig für den Nutzer ist, das Wallet sicher zu verwahren. Es gibt verschiedene Wallet-Anbieter, auf die wir in Punkt 7 weiter eingehen.
  2. In deinem physischen Geldbeutel läufst du nicht mit deinem gesamten Geldbesitz umher. Mach das auch nicht mit deinem Bitcoin-Wallet. Behandle das digitale Wallet also wie ein physisches.
  3. Denke an Sicherheitskopien. Ein Backup des Wallets auf einem externen Datenträger, sicher verwahrt, kann vor dem Verlust deiner Bitcoins durch einen Computerdefekt oder Diebstahl deines Geräts schützen. Mit dem Backup kann das Wallet wieder hergestellt werden.
    Hinweis: Manche Wallets verwenden verborgene private Schlüssel. Das Backup sollte also nicht nur die sichtbaren Bitcoin-Adressen abdecken.
  4. Verschlüsseln von digitalen Sicherheitskopien: Mach es den Hackern nicht so leicht. Speichern der Sicherheitskopie in der Dropbox? Keine gute Idee.
  5. Verschiedene Speicherorte: Setze USB-Sticks, externe Festplatten, CD’s und ausgedruckte Sicherheitskopien ein. Und stelle diese vor allem auch regelmäßig her.
  6. Passwort: Man kann das Wallet verschlüsseln. Dann wird ein Passwort benötigt, um Bitcoins daraus zu verwenden. Wichtig: Das Passwort niemals vergessen. Ausrufezeichen. Im Gegensatz zu deiner Bank, gibt es bei Bitcoin quasi keine Möglichkeit, ein vergesseneres Passwort zurückzusetzen. Ausrufezeichen, Ausrufezeichen. Hier gilt auch, ein echt sicheres Passwort zu wählen. Was als sicher gilt? 16 Zeichen aufwärts inklusive Sonderzeichen. Trotzdem merken.
  7. Digitales Sparbuch: Ein sogenanntes Offline-Wallet spart die Bitcoins an einem Ort, der keine Verbindung zum Internet hat. Hier gibt es verschiedene Anbieter, die natürlich unterschiedliche Feature haben. Wichtige Eigenschaft ist ein hervorragender Schutz gegen Computerschwachstellen.
  8. Eine aktuelle Software verwenden. Damit gehen wichtige Stabilitäts- und Sicherheitsupdates einher.
  9. Das Testament: Falls dir was daran liegt, dass Freunde und Familie noch etwas von deinen Bitcoin-Rücklagen haben, solltest du einen Sicherheitsplan haben. Ohne Wissen über die Speicherorte deiner Wallets und Passwörter kann das Geld nicht mehr wieder hergestellt werden.

 

4. KURSENTWICKLUNG

Wie bereits im ersten Kapitel angesprochen, haben Bitcoins heute einen Wert, weil der Mensch ihnen einen Wert beimisst. Nun hat sich in den letzten Jahren einiges getan – und der Bitcoin hat einige Kursschwankungen mitgenommen.

Anfangs, also 2009/2010, hatte der Bitcoin keinen bezifferbaren Wert. Damals wurden die ersten Wechselkurse durch Personen ausgehandelt.

Der Wechselkurs von US-Dollar nach Bitcoin bewegte sich bis 2011 hauptsächlich im einstelligen Bereich. Sprich: Man erhielt für weniger als zehn US-Dollar einen Bitcoin. Davon ausgenommen war ein Kursanstieg im Juni 2011, wir reden von etwa 15 USD.

2013 gab es eine explosive Aufwärtsbewegung. Der Bitcoin war in den Medien angekommen, hatte also mehr Bekanntheit – und es herrschte Bankenkrise in Zypern. Zahlen? Im April erreichte der Kurs 266 USD. Dann der Absturz um 80 Prozent auf ca. 50 USD. Im November 2013 war der BTC über 1.100 USD wert.

Diese Zahl wurde bisher nicht mehr erreicht. Bei „Redaktionsschluss“ (wie die Zeitschriften immer so schön sagen) liegt der Kurs bei 906 USD.

Man kann schon sagen: Der Wechselkurs unterliegt heftigen Kursbewegungen.

1.3 Kurs

Jetzt stellt sich natürlich auch die Frage, wie der Kurs überhaupt zustande kommt. Dazu gibt es ganz unterschiedliche Ideen:

Aushandeln: Wie gesagt. Bei ihrer Einführung hatten Bitcoins noch keinen eigenen Wert oder Wechselkurs zu anderen Währungen. Die ersten Bitcoin Wechselkurse wurden erst rund ein Jahr nach Einführung der Währung in Internetforen zwischen Einzelpersonen ausgehandelt.

Angebot und Nachfrage: Auch heute stützt sich auf deren Akzeptanz unter den Nutzern, wobei der Wechselkurs auf Tauschbörsen durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird.

– Fachleute machen für die gestiegenen Bitcoin-Kurse auch eine stärkere Nachfrage aus China verantwortlich, nachdem der Yuan 2016 etwa sieben Prozent verlor – und damit so viel wie in 20 Jahren nicht. Investoren versuchten, mit Bitcoin-Käufen ihr Vermögen vor dem Wertverlust zu schützen.

Um stets den aktuellen Kurs einzusehen, schau einfach auf http://www.coindesk.com/price/

5. VERBREITUNG UND AKTEPTANZ

Dass du mit Bitcoins bezahlen kannst, erkennst du im Fall der Fälle an dem Bitcoin-Prüflogo:

Bitcoins kaufen

Im Internet gibt es verschiedene Verzeichnisse, die die Akzeptanzstellen von Bitcoins auflisten, leider ist keine davon stets vollständig oder aktuell. Check it out:

– Bitcoinkiez https://bitcoinkiez.wordpress.com/ zeigt dir die Zahlstellen in Berlin.

– Bitcoin Wiki https://en.bitcoin.it/wiki/Trade hat eine wirklich lustige Sortierung. So kannst du zum Beispiel schauen, wo du Käse mit Bitcoins bezahlen kannst oder überprüfen, welche Bitcoin-Zahlstellen es in einem bestimmten Land gibt. Macht in jedem Fall Spaß.

– Coinmap https://coinmap.org/welcome/ ist super gestaltet und benutzerfreundlich.

– Im Internet kann man auch Bitcoins ausgeben: http://usebitcoins.info/

Mit Bitcoins bezahlen kann man beispielsweise bei Expedia, Amazon, Microsoft oder das nächste DNX Ticket. Selbst Edeka akzeptiert Bitcoins und weißt freundlicherweise darauf hin, dass man für die Nutzung Bitcoins besitzen muss. Nicht dass es hier zu Missverständnissen kommt. Wer sich nach Pizza sehnt, kann mit Bitcoins auf lieferservice.de bestellen – und auch das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien hat Bitcoins schon eingesetzt, um seine Sammlung zu erweitern.

Eine Studie von der Universität Münster zu Nutzern und Nutzungsverhalten, kam zum Ergebnis, dass der durchschnittliche Bitcoin-Nutzer zwischen 25 und 44 Jahre alt ist. Und einen technischen Beruf hat. Angeblich ist die wichtigste Motivation an der Nutzung von Bitcoins die Freude daran, mit einem innovativen System zu experimentieren. Und: Entgegen vielen Vorhersagen spielen illegale Anwendungen nur eine sehr geringe Rolle. Zumindest in Deutschland, da 60 % der Studien-Teilnehmer aus Deutschland stammen.

Riesig ist die Verbreitung von Bitcoin natürlich noch nicht. Trotzdem gibt es auch schon erste Bitcoin-Geldautomaten, viele Online-Tauschbörsen und es war schon von einer physischen Münze mit einem integriertem Chip die Rede. Letzte Woche war ich in Ho-Chi-Minh City, Vietnam und dort gab es einige Läden, Cafés und Unterkünfte, die Bitcoins akzeptieren.

Was ich damit sagen will: Die Anwendungsoptionen wachsen.

Als Zukunftsmarkt der Bitcoins ist Südamerika gerade in der Diskussion. Brasilien und Argentinien haben schon viele Shops und Hotels, die Bitcoins annehmen. MercadoLibre, das Ebay Lateinamerikas, akzeptiert die Kryptowährung seit Kurzem in Mexiko. In dem mittelamerikanischen Land gibt es auch schon einige Bitcoin-Börsen. Man kann davon ausgehen, dass der Bitcoin verwendet wird, um Transaktionen zwischen USA und Mexiko durchzuführen. Außerdem wäre da noch die zunehmende Inflation, die dem Bitcoin ganz schnell einen neuen Glanz verleiht – wie in China ja bereits geschehen.

6. PRO UND CONTRA

Finden wir mal ein paar Haare in der Suppe:

1. Bitcoin wird für den Drogenhandel eingesetzt.

Ja. Wie jede andere Währung auch. Beim Dealer um die Ecke kannst du aber auch noch mit Euro bezahlen.

2. Die Anonymität des Bitcoin-Systems fördert Steuerhinterziehung.

Durch die Anonymität des Systems kann man sich Geld auszahlen lassen, ohne dass der Staat Wind davon bekommt. Wer Steuern hinterziehen will, findet aber auch ohne Bitcoins einen Weg.

3. Wertschwankungen disqualifizieren den Bitcoin als Währung.

Richtig. Die starken Schwankungen sind nicht gerade förderlich. Gerade für Spekulanten, die sich einen Verlust nicht leisten können. Aber das kann auch bei „echtem“ Geld sehr schnell gehen. Siehe sich jemand die Entwicklung in Venezuela an. Dem Land mit den größten Erdölvorkommen der Welt. Seit 4 Jahren Inflationsweltmeister mit etwa 800%.

4. Ich werde auf meinen Bitcoins sitzen bleiben.

Unbegründete Angst. Das System hat sein volles Potenzial noch gar nicht ausgeschöpft.

5. Ohne Internet kann ich den Bitcoin nicht nutzen.

Es gibt mittlerweile schon Bitcoin-Geldautomaten und eine physische Münze mit integriertem Chip. Der Fuß in die physische Welt ist in der Tür.

6. Hacker stohlen Bitcoins im Wert von mehreren Millionen.

Stimmt. Da hat der Bitcoin-Dienstleister versagt. Trotzdem ist die Blockchain extrem sicher.

Aber auch die positiven Aspekte wollen wir uns nicht entgehen lassen:

1. Bequem:

Um mit dem Bitcoin beispielsweise im Netz einzukaufen, braucht man wesentlich weniger Schritte als bei der Bezahlung mit einer Kreditkarte oder anderen gängigen Zahlungsmitteln.

2. Privat:

Bei der Transaktion werden keine privaten Daten übermittelt. Der Datenschutz, von dem wir immer träumen.

3. Günstig:

Verglichen mit gängigen anderen Zahlungsverfahren spart ein Händler bei Bitcoin-Transaktionen 1-3 Prozent Gebühren. Darüber hinaus reduziert der Bitcoin das Betrugsrisiko durch etwa Rücküberweisungen auf 0 Prozent. Falls sich der Bitcoin durchsetzt, werden die Händler diese Einsparungen an ihre Kunden weitergeben.

4. International:

Wenn die Adresse hinter einem Wallet für eine Transaktion gar keine Rolle spielt, heben sich die Ländergrenzen automatisch auf.

5. Staatenlos:

Die aktuelle Eurokrise zeigt, wie eng Staat und Geld verflochten sind. Als staatenloses Geld entzieht sich der Bitcoin diesem Einfluss.

6. Inflationssicher:

Die im Umlauf befindliche Euro- oder Dollarmenge wird durch die Zentralbanken bestimmt. So verlieren Währungen im Lauf der Zeit an Wert, weil ihre Menge immer weiter erhöht wird. Bei Bitcoin ist die Menge auf maximal 21 Millionen Einheiten festgesetzt.

7. WIE KANN ICH BITCOINS NUTZEN?

Hier folgt eine knackige Zusammenfassung einer Schritt-für-Anleitung, wie man sie auf bitcoin.org vornehmen kann. https://bitcoin.org/de/erste-schritte

1. Wahl des Wallets

7.1 Wallet

Man kann zwischen verschiedenen Wallets wählen. Je nachdem, ob man das System auf dem Smartphone oder auf dem Laptop nutzen will. Bitcoin.org gibt auch Hinweise auf verschiedene Eigenschaften des jeweiligen Wallets in Sachen Sicherheit zum Beispiel. https://bitcoin.org/de/waehlen-sie-ihre-wallet

7.2 Wallet2. Bitcoins kaufen

Bitcoins kann man mit allen gängigen Zahlungsmitteln kaufen: Visa, SEPA, PayPal. Die Wechselstuben haben wie die Wallets unterschiedliche Features und werden auf hier vorgestellt https://www.buybitcoinworldwide.com/ einzeln vorgestellt.

7.3 Bitcoins kaufen

3. Mit Bitcoins einkaufen

Online zeigt das oben bereits genannte Bitcoin-Prüflogo, dass du mit Bitcoins einkaufen kannst. Hier wird eine Bitcoin-Adresse verwendet, die du zur Zahlung kopieren und in dein Wallet einfügen werden musst. In Geschäften oder Bars braucht man ein Wallet auf dem Smartphone, das einen QR-Code zur Zahlung nutzt.

a) QR-Code ohne codierten Betrag

Bei einem statischen QR-Code klickst du auf deiner Wallet-App auf „Bitcoins senden“ und scannst den QR. Danach erscheint die Empfängeradresse und der Betrag muss eingegeben werden. Nun bezahlst du in BTC oder in EUR. Mit dem Senden überlässt du den Rest den Minern. Dann kann der Empfänger noch prüfen, ob die Transaktion bei ihm angezeigt wird.

b) QR-Code mit codiertem Betrag

Im Prinzip dasselbe in Grün: dynamisch statt statisch. Der Unterschied ist, dass der Betrag schon im QR-Code gespeichert ist. Während der statische Code meistens irgendwo an der Laden-Kasse hängt, wird dir der dynamische auf dem Tablet oder Smartphone entgegen gehalten.

8. FAZIT

Ich finde die Vorteile des Bitcoins so genial, weil sie alle aufeinander aufbauen und sich gegenseitig bedingen. Durch die dezentrale Verwaltung handelt es sich um ein direktes System, Geld für Spenden gehen beispielsweise also ohne Zwischenstopp an die Bedürftigen. Diese Direktheit resultiert wiederum in geringen Transaktionskosten und so weiter.

Das Befremdlichste am Bitcoin ist wahrscheinlich, dass wir ihn nicht in den Händen halten können. Da sind wir trotz digitalem Zeitalter und Nomadentum wohl haptisch veranlagt. Außerdem scheint eine ständige Verlustbedrohung über unseren Köpfen zu schweben, falls wir unser Passwort verlieren oder unsere private keys.

Oft wird auch damit argumentiert, dass die Bitcoin-Bezahlstellen sehr eingeschränkt sind. Reden wir da in einem Jahr drüber, kann das schon ganz anders aussehen. Abgesehen davon würde ich den Bitcoin nicht als einzige Zahlmethode verwenden. Wer ein Wallet eröffnet, muss ja nicht gleich das Konto seiner Bank schließen.

Welche Meinung hast du zu Bitcoins, oder nutzt du sie gar schon?

Work smart, not hard.

Unterschrift

23 Comments
  • Mike
    Veröffentlicht um 23:54h, 01 Februar Antworten

    Ein sehr interessanter Artikel. Das Thema Bitcoin interessiert mich schon seit längerem. Ich stieß vorigen Sommer darauf, als mir ein Freund von einem anderen Freund erzählte, der durch einen günstigen Zufall 10 Bitcoin für sehr wenig Geld erwarb und diese nun das zehnfache wert wären. Wir unterhielten uns auch darüber, dass die Gesamtzahl der ausgeschütteten Bitcoin beschränkt ist und somit wohl auf absehbare Zeit mit einem Wertanstieg zu rechnen sei. Ein guter Zeitpunkt also um in Bitcoin zu investieren.

    Ich las mich etwas in die Materie, aber am Ende schien es mir recht undurchsichtig und auch unsicher. Eben wegen der Gründe die du selbst im Beitrag erwähntest. Dank deines Artikels bin ich nun wieder auf das Thema aufmerksam geworden und bin gespannt, was da noch so kommt . Was mich vor allem interessiert und was du nicht erwähnst: besitzt du und nutzt du bereits selbst Bitcoin?

    Beste Grüße,
    Mike

    • Bastian
      Veröffentlicht um 07:19h, 02 Februar Antworten

      Hey Mike,
      dank dir. Freut mich, dass ich das Thema für dich nochmal interessant machen konnte. Ich hab auch grade erst angefangen und eigentlich gar nicht vorgehabt darüber zu schreiben. Ist halt ne sehr intensive Recherche. Aber mit dem neuen Wissen waren die letzten Zweifel weg.

      Beste Grüße
      Bastian

  • Mike
    Veröffentlicht um 10:28h, 02 Februar Antworten

    Schön, dass du deine Erfahrungen teilst. Bin mal gespannt, wie es bei dir in dieser Hinsicht weiter geht.

  • Gil Lang
    Veröffentlicht um 12:02h, 02 Februar Antworten

    Super Artikel!
    Beschäftige mich schon seit 1-2 Jahren sehr sporadisch mit dem Thema Bitcoins und plane es erstmal als side investment ein.
    Kann mir gut vorstellen auf Dauer auch auf Bitcoins umzusteigen 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht um 07:49h, 03 Februar Antworten

      Dank dir mein Lieber.
      Ich denke auch, dass die Relevanz von Bitcoins weiter stark zulegen wird.

  • Mika
    Veröffentlicht um 11:16h, 06 Februar Antworten

    Echt interessanter und sehr gut recherchierter Artikel! Das Thema Bitcoins ist groß und es wird für immer mehr Unternehmen und auch Menschen interessanter. Es gibt auch bei einigen Unternehmen die Möglichkeit sich sein Gehalt in Bitcoins auszahlen zu lassen, was hälst du davon?

    Bei den Vor- und Nachteilen fiel mir auf, dass du jeden Nachteil versuchst zu erklären bzw. abzuschwächen, bei den Vorteilen aber nicht. Warum?

    • Bastian
      Veröffentlicht um 15:14h, 06 Februar Antworten

      Hey Mika,
      dank dir! Welche Unternehmen schweben dir da vor?
      Die Vorteile liegen ja eigentlich auf der Hand und der Artikel war so schon so lang. Fehlt dir das denn tatsächlich im Text?

      LG
      Bastian

  • Tom
    Veröffentlicht um 17:53h, 09 Februar Antworten

    Hi Bastian,

    sagmal hast du Erfahrungen mit Bitcoin arbitrage? Oder kannst dort etwas empfehlen?

    • Bastian
      Veröffentlicht um 04:09h, 11 Februar Antworten

      Hey Tom,
      nein bisher nicht. Bin selbst frisch im Game.

  • Stephan
    Veröffentlicht um 10:53h, 11 Februar Antworten

    Endlich verstehe ich mal im Ansatz, wie der ganze Spaß mit den Bitcoins funktioniert.
    Vielen Dank für die gute Aufbereitung dieses doch sehr komplexen Themas!!!
    Ich halte die grundlegende Idee hinter dem ganzen Bitcoin-System für sehr gut und vor allem gerecht, weil nicht beeinflussbar.
    Ich hege allerdings starke Zweifel, dass Banken und Regierungen sich das unfassbar mächtige Instrument der „Geldkontrolle“ aus der Hand nehmen lassen werden – leider.

  • Timo
    Veröffentlicht um 10:56h, 11 Februar Antworten

    Ich verfolge das Thema Bitcoins und andere Kryptowährungen auch schon länger und ich finde, dass es ein geniales System ist. Aber ich habe Bedenken im Bezug auf alternative Kryptowährungen. Was wenn aus irgendeinem Grund das Vertrauen am Bitcoin sinkt und andere Kryptowährungen beliebt werden? Wenn man nicht aufpasst, kann das eigene Geld schnell nichts mehr wert sein, wenn ein Großteil der Bitcoin-Nutzer auf eine andere Währung setzt. Ich habe mich noch nicht so tief in die Thematik eingearbeitet. Vielleicht möchtest du in einem späteren Artikel auf alternative Kryptowährungen eingehen und deren Bezug und eventuelle Auswirkungen auf den Bitcoin wiedergeben. Vielleicht wirken sich die alternativen Währungen auch positiv auf den Bitcoin aus und geben diesem mehr Stabilität.

  • Marcus Kern
    Veröffentlicht um 16:43h, 24 Februar Antworten

    Erst mal Kompliment für den Prima Artikel. Sauber recherchiert und in allen Details erklärt. Das findet man selten!

    Ich denke persönlich das noch ein paar Jahre ins Land gehen bis diese oder auch ähnliche Währungen durchdringenden Erfolg haben. Wenn es dann aber so ist sollte man zumindest schon einmal davon gehört haben.

    Wenn wir an das Thema Blockchain und andere Dinge denken, dann wissen wir das wir erst am Anfang dieser ganzen Entwicklungen stehen. Und dazu gehören auch die digitalen Währungen.

    • Bastian
      Veröffentlicht um 04:22h, 22 März Antworten

      Absolut Marcus,
      und es ist ja auch nicht die einzige Krypto Währung. Bin gespannt, was da noch so auf uns zukommt. Aber lieber schonmal mit dem Thema befassen 😉

  • Petra
    Veröffentlicht um 01:39h, 27 Februar Antworten

    Danke für diesen aufschlussreichen Artikel. Ein Gedanke, der mir spontan dazu gekommen ist: Sind diese begrenzten 21 Millionen
    Bitcoins auf Dauer überhaupt ausreichend, wenn sich nur ein Zehntel der Weltbevölkerung beispielsweise 20 Bitcoins in sein Wallet packen will?

    • Bastian
      Veröffentlicht um 04:20h, 22 März Antworten

      Hey Petra,
      dank dir. Nein, denn es gibt ja eben auch die ganz vielen Stellen hinter dem Komma. Und die können ja auch mehr werden. Die 21 Millionen bedeuten nicht, dass man irgendwann keine mehr bekommen kann.

  • Jonathan
    Veröffentlicht um 16:19h, 08 April Antworten

    Bitcoins sind immer noch Spekulationsgeschäfte. Kann man aber sicher in seine Anlagestrategie miteinbeziehen. Wenn eine andere Kryptowährung, bekannter/besser als Bitcoin, auf den Markt kommt, sehe ich hier eine Gefahr.

    Das magische Wort lautet auch hier wieder: Diversifikation!

  • Michelle
    Veröffentlicht um 12:06h, 25 April Antworten

    Danke für diese übersichtliche und dennoch umfassende Einführung in das Thema. Ich wollte mich schon länger mit Bitcoins befassen und sehe das nun als Anlass, endlich zu starten und ein Wallet zu eröffnen.
    Und ist es nicht krass, was Kryptowährungen für die Zukunft bedeuten können? Das ist so viel mehr als ein Zahlungsmittel, es ist ein Schritt in Richtung absoluter Freiheit, Demokratie, freien Märkten und Staatlosigkeit. Ich bin gespannt 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht um 06:09h, 02 Mai Antworten

      Danke Michelle. Und es gibt so viele spannende neue Services, die sich auf die wachsende Akzeptanz von Bitcoins stützen. Zum Beispiel gibt es ‚Paycent‘, eine VISA Kreditkarte, die komplett in Bitcoin geführt wird, aber dadurch dass es VISA ist, überall akzeptiert wird 😉

  • Milad
    Veröffentlicht um 11:48h, 15 Mai Antworten

    Toller Artikel, da sollte für den Anfänger alles drin sein.

    Ich selbst arbeite mit BTC seit mehreren Jahren und hier ein paar von meinen Erfahrungen.

    * Benutzt die Wallet „Electrum“ sie bietet alles was ihr braucht und ist extrem schnell und übersichtlich gehalten.
    * SPEICHERT UNBEDINGT den Wallet Seed!! (Dieser Tipp hätte mir SEHR viel Geld erspart) Auf ein Stück Papier schreiben und abheften. Nicht auf euren PC. Nicht an eure eigene Email! 🙂
    * Vorteil: Es ist eine offline wallet. Auch ich habe Geld mit online-wallets verloren.
    * Benutzt unbedingt die 2FA, falls euer Kapital ein paar hunderte € übersteigt. (Es gibt eine Menge Keylogger und co die nur auf Wallets zielen)
    * Überlegt euch doppelt wem ihr das Geld schickt, man kann es nicht zurückbuchen!

    Viel Spaß Freunde.

  • Daniel
    Veröffentlicht um 13:43h, 30 Mai Antworten

    Ich habe noch immer Bedenken, ob nicht doch eine Regierung oder Institution das System verbieten oder anderweitig aushebeln kann. Vor ein paar Jahren habe ich mal ein paar Bitcoins gekauft und dann relativ schnell vervierfacht und verkauft. Heute wären die nochmal das mehr als vierfache Wert vom Verkaufspreis. Aber um jetzt noch einzusteigen, sind mir die Preise echt zu hoch.

  • Yannic
    Veröffentlicht um 17:48h, 18 August Antworten

    Hey Basti,

    welche Anbieter / Apps benutzt du zum kaufen von Bitcoins und zum verwalten (Wallet)?

    LG Yannic

  • maniak
    Veröffentlicht um 20:03h, 17 September Antworten

    Das Thema rund um den Bitcoin ist sehr spannend, dennoch ist es keine Lösung um das noch bestehende Geldsystem (Schuldgeldsystem) zu ersetzen! Wieso? Es geht um die Verteilung. Alle Währungen bis jetzt – Fiat & Krypto – schaffen keine faire Gleichverteilung an alle Menschen dieser Welt. Mit digitalen Währungen wird an Handelsbörsen genauso spekuliert wie auch mit Fiat-Geld. Dazu sollte man auch wissen, dass der größte Anteil der im Umlauf befindlichen Bitcoins von wenigen im Besitz ist. Was das für Auswirkungen hat ist eigentlich selbstklärend (Preismanipulation vorprogrammiert). Es dient allein dem Zweck sich zu bereichern. Fragt euch einfach selbst was eure Hauptintention ist Kryptos zu kaufen? Eine Währung sollte nicht auf irgendwelchen Börsen gehandelt werden, sondern sich selbst durch eine faire Verteilung auf die Menschen selbst regulieren.

    Die Technologie Blockchain dahinter hat jedoch eine große Chance die Welt fairer zu gestalten, sollte sie nicht von den falschen beschlagnahmt werden – wie es leider auch mit dem Internet passiert ist!

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