20 Min. Lesezeit Save your ass with Bitcoin!

Unser Finanzsystem geht zu Grunde. Jup. Dass unser Geld bei Banken nicht mehr sicher ist, dürfte spätestens seit der großen Krise 2008 bekannt sein. Und es war ja nicht die erste… Vom disku­tierten Bargeldverbot fange ich besser gar nicht erst an. Wer finan­ziell nicht den völligen Striptease hinlegen und der Willkür des Staates ausge­liefert sein möchte, muss das auch nicht.

Der Bitcoin ist das bekann­teste Beispiel für eine alter­native, digitale Währung. Die sogenannte Kryptowährung wird elektro­nisch geschaffen und elektro­nisch verwahrt – also nicht gedruckt und gestanzt, wie wir das norma­ler­weise von einer Geldeinheit kennen. Die wichtigste Eigenschaft ist, dass es sich um ein dezen­trales System handelt. Sprich: Niemand, kein Mensch, kein Unternehmen, kein Staat verwaltet den Bitcoin. Daraus ergeben sich viele Vorteile für den Nutzer – aber schauen wir uns das Ganze step by step genauer an.

In diesem Artikel widmen wir uns folgenden Aspekten des Bitcoin:

  • Definition (und die Frage nach dem „Wert“)
  • Funktionsweise
  • Sicherheit
  • Kursentwicklung
  • Verbreitung und Akzeptanz
  • Pro und Contra
  • Wie kann ich Bitcoins nutzen?
  • Fazit

Hinweis

Das Thema Bitcoin ist extrem komplex – und definitiv kontrovers zu betrachten. Ich möchte hier einen Überblick schaffen und das Thema zumindest anstoßen, wie man selbst Bitcoins nutzen kann – eine lückenlose Abdeckung sämtlicher Aspekte kann nicht gegeben werden und ist nicht gegeben. Danke für dein Verständnis.

1. Definition

 

Der Begriff Bitcoin steht wörtlich für „digitale Münze“ und beschreibt damit im Prinzip schon, worum es geht: eine Geldeinheit ohne physische Präsenz. Sie wird elektro­nisch geschaffen und elektro­nisch verwahrt. Mit Bitcoins kann man Sachgegenstände und Dienstleistungen erwerben. Wie mit dem Euro und seinen physi­schen Währungsfreunden auch. Der Unterschied zur „konven­tio­nellen“ Währung: Bitcoin basiert auf Mathematik.

Und da stehen sie auch schon zu Berge – die Nackenhaare. Der innere Aufschrei „Aber dann sind Bitcoins doch nichts wert!“ ist eine Begleiterscheinung dieser Information.

Take a seat. Bitcoins haben einen Wert. Weil Wert das ist, was wir einer Sache beimessen. Ich, er, sie – und du. Genau darauf basieren Währungen. Und Gold. Und Bitcoins. Dein Porsche und die neue Altbau-Bude mit Stuck. Der Schmuck von der Großtante. Weiter im Text.

Dennoch gibt es ein paar besondere Eigenheiten im Charakterportfolio des Bitcoin. Hier eine Auflistung der Merkmale (zur Funktionsweise kommen wir in Kapitel 2):

A) Jeder kann Bitcoin

 

Es steht jedem frei, ein Bitcoin-Konto zu eröffnen. Oder mehrere. Im Bitcoin-Sprachgebrauch nennt sich so ein Account „Wallet“.

Kurzer Erklär-Schlenker. Führen wir uns ein digitales Tool vor Augen, das wir alle nutzen: Emails. Während Mama ihren Account bei web​.de einge­richtet hat, nutzt Papa Gmail. Trotzdem können die beiden sich lustig hin und her mailen – und du schickst aus dem Urlaub auch noch was von Hotmail rüber. Läuft.

So funktio­nieren auch die Bitcoin-Wallets. Hier gibt es unter­schied­liche Anbieter – alle nutzen dieselbe Open-Source-Technologie und sind unter­ein­ander „kompa­tibel“.

Zu den Bitcoin-Wallets findest du mehr unter: 7. Wie nutze ich Bitcoins?

B) Bitcoin ist dezen­tra­li­siert

 

Die wichtigste Eigenschaft des Bitcoin ist, dass er dezen­tra­li­siert ist. Die Daten liegen also nicht auf einem Server eines Unternehmens, sondern alle an das Netzwerk angeschlossene Computer sind mit der Datenbank verknüpft. Insofern hat jeder Nutzer, also jeder an das Netzwerk angeschlossene Rechner, dieselben Zugriffsrechte und dieselben Möglichkeiten. Gleiches Bitcoin-Recht für alle.

Imagine: Es gibt keine Stelle, in dem die Digitalmünze verwaltet wird. Keine Institution kontrol­liert das Bitcoin-Netzwerk. Zentralbank? Staat? Niemand. So kann keine Institution mit einer monetären Richtlinie die Oberhand gewinnen, Nutzern ihren Bitcoins enteignen oder gar Konten einfrieren. Auch nicht Zypern.

C) Bitcoin ist direkt

 

Der Vorteil des dezen­tralen Zahlungssystems ist, dass die Bitcoins direkt übertragen werden, ohne Mitwirkung von Finanzinstituten. So können Spenden ohne korrupte Zwischenorganisationen an ihrem Ziel ankommen. Nur als Beispiel.

D) Geringe Transaktionskosten

 

Aus diesem direkten Verfahren ergibt sich wiederum, dass die Transaktionskosten gering sind. National oder inter­na­tional. Zitat von bitcoin​.org

Mit Bitcoin können Sie zu sehr niedrigen Gebühren Zahlungen senden und empfangen. Abgesehen von Spezialfällen wie sehr kleinen Micro-Payments, gibt es keine erzwungene Gebühr. Es wird aber empfohlen, eine kleine freiwillige Gebühr zu leisten, um die Priorität Ihrer Transaktion zu erhöhen und die Personen zu honorieren, die das Bitcoin-Netzwerk betreiben.

E) Bitcoin ist pseydonym

 

Bitcoin wird oft damit beworben, dass es anonym ist. Richtig ist, dass einem Bitcoin-Konto keine persön­lichen Namen, Postadressen oder ähnliches zugeordnet werden.

Dennoch will ich darauf hinweisen, dass man sich sehr genau infor­mieren muss, wie man Bitcoins nutzt, um seine Identität nicht preis­zu­geben. Dafür ist Aufwand nötig – und hier kann nicht im Detail darauf einge­gangen werden. Außerdem wirst du deine Daten schon hinter­legen müssen, um ein Wallet anzulegen.

So sieht eine Bitcoin-Adresse dann aus:

F) Bitcoin ist trans­parent

 

Wie viele Bitcoins sich in einem Wallet befinden, ist für alle an das Netzwerk angeschlossene Rechner nachvoll­ziehbar. Aber eben nicht, dass hinter dem Pseudonym Achim mit 22 BTC eigentlich Stephi steckt.

Die Software, die sich auch Stephi runter­ge­laden hat, nennt sich Bitcoin-QT. Dabei handelt es sich um eine „Open Source“-Software, die sämtliche Transaktionen in einer Transaktionsliste aufführt – in der sogenannten Blockchain, deren Funktionsweise wir uns in Kapitel 2 ein wenig genauer ansehen.

Auf diesem Link kann man nachvoll­ziehen, welche Transaktionen aktuell statt­finden, so trans­parent ist das Ganze: https://​block​chain​.info/

G) Transaktionen

 

Bitcoins können in wenigen Minuten trans­fe­riert werden. Von Nachbar zu Nachbar – von Kontinent zu Kontinent. Auch das liegt daran, dass das System dezentral ist und es keine zwischen­ge­schal­teten Institutionen gibt.

H) Kein Weg zurück

 

Transaktionen können nicht rückgängig gemacht werden. Zumindest nicht von Seiten des Senders, nur der Empfänger kann die Bitcoins zurück senden, falls sie fälsch­li­cher­weise in seinem Wallet landen.

Die nicht vorhandene Rückbuchungsmöglichkeit wird darin begründet, dass Rückbuchungsbetrug zu beschränktem Marktzugang und zu erhöhten Preisen führt, was wiederum dem Kunden auf der Tasche liegt. Das will Bitcoin vermeiden.

I) Bitcoins gehen nicht verloren

 

Sollte das System einmal abstürzen, bleiben die Bitcoins im Netzwerk erhalten. Meine Hand lege ich dafür nicht ins Feuer, falls du nachher Bitcoins kaufst und die Welt übermorgen untergeht. Aber dann brauchst du die Coins auch nicht mehr.

J) Es war einmal Satoshi Nakamo

 

Zum ersten Mal ist der Bitcoin 2009 durch den Gründer Satoshi Nakamoto in Erscheinung getreten. Später kam der Name Craig Steven Wright auf – ein austra­li­scher Computerfachmann und Unternehmer, der anscheinend hinter dem Zahlungssystem steckt. Kein Identitäts-Beweis, aber eine nette Anekdote: Für das Pseydonym hat sich Wright angeblich von dem japani­schen Philosophen Tominaga Nakamoto aus dem 17. Jahrhundert inspi­rieren lassen.

Einen Bitcoin-Namen kennt man in der Öffentlichkeit: Gavin Andresen. Er ist 2010 als Kernentwickler bei Bitcoin einge­stiegen. Mit Satoshi Nakamoto hat er stets nur digital verschlüsselt kommu­ni­ziert.

2. Funktionsweise

 

Zu Beginn wurden alle 10 Minuten 50 Bitcoins ins System geschüttet. Alle vier Jahre wird die Ausschüttung halbiert, sodass sich die Anzahl asympto­tisch dem Maximum von 21 Millionen Bitcoins nähert. Also werden erst 10, dann 5, dann 2,5, dann 1,25 usw. Bitcoins in den Netzwerk-Pool geworfen. Die Maximierung auf 21 Millionen dient als Schutz vor Inflation.

Es gibt nicht nur „ganze“ Bitcoins, sondern kleine und noch kleinere Untereinheiten. So zum Beispiel Bitcents. Die kleinste Einheit beträgt 1/100.000.000 Bitcoin und heißt „Satoshi“ – nach dem Bitcoin-Gründer benannt.

Die bereits erwähnte Blockchain (Transaktionskette) bildet die Basis des dezen­tralen Bitcoin-Netzwerks. Sie funktio­niert wie ein öffent­liches Kassenbuch: Hier werden alle Transaktionen gespei­chert und chrono­lo­gisch gelistet. Ein Block enthält also immer die gesamte Historie aller Transaktionen. Jeder neue Block ist verbunden mit dem vorher­ge­henden Block und enthält dessen Historie in Form einer Prüfsumme. So haben alle Nutzer die gesamte Historie hinterlegt – bis hin zur ersten Transaktion im Bitcoin-Netzwerk.

Der zweite wichtige Bestandteil, ohne den die Blockchain nicht funktio­nieren würde, ist das Mining. Hierzu gibt es zwei inter­es­sante Aspekte:

Entstehung von Bitcoins:

 

Es gibt Miner, das sind Personen, Unternehmen, deine Nachbarn, die eigene Computer für eine Blockchain arbeiten lassen: Jeder, der möchte, kann eine kostenlose Bitcoinsoftware runter­laden und seinen Computer damit für den Bitcoin arbeiten lassen. Aus diesem Grund funktio­nieren Bitcoins dezentral. Statt alle Daten auf einem Server zu speichern, werden die Bitcoins auf hunderte, tausende, Millionen von Miner-Computer verteilt, die sich an der mathe­ma­ti­schen Erschaffung der Coins betei­ligen. Die Miner unter­stützen mit ihrer Hardware die Erstellung der oben genannten 10 / 5 / 2,5 / … Bitcoins, die alle 10 Minuten ins System geschüttet werden. Als Belohnung fürs „Mitminen“ erhalten die Miner selbst Bitcoins und verdienen so etwas daran. Je stärker die Hardware eines Miners, desto höher der Nutzen für den Bitcoin, desto höher der eigene Gewinn. Das Bitcoinsystem, oder besser: die Blockchain, ist auf das Mining durch verschiedene Computer angewiesen.

Verifizierung:

 

Die Miner sind auch dafür verant­wortlich, Bitcoins zu verifi­zieren. Sobald Eva 5 BTC an Stephan sendet, damit er ihr die Wohnung streicht, prüfen die Miner, ob Eva überhaupt 5 BTC hat.

Eva 20 BTC

Stephan 10 BTC

Nur wenn sich die Mehrzahl der Miner einig ist, dass Eva sich das leisten kann, greift Stephan nachher zum Pinsel. Dann wird die Transaktion verifi­ziert und Stephan schwingt den Pinsel. Nach der Verifizierung ist der neue Bitcoin-Kontostand für alle Nutzer sichtbar:

Eva 15 BTC

Stephan 15 BTC

Damit ist die Transaktion versiegelt und kann – wie bereits aufge­führt – nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Status quo:

 

Neben der Verifizierung sorgt das Mining für die chrono­lo­gische Reihenfolge in der Blockchain. Und dafür, dass das gesamte Netzwerk auf demselben Stand ist.

3. Sicherheit

 

Hier möchte ich auf die Sicherheit des Systems an sich eingehen, auf die Verschlüsselung bei einer Transaktion – und einen kurzen Einblick geben, welche Sicherheitsaspekte für dich als Nutzer von Bedeutung sein können.

Das System

Gerade haben wir uns angeschaut, was die Miner so machen. Und genau hier liegt ein wichtiger Sicherheitsaspekt des Blockchain-Systems. Da die Miner jede Transaktion prüfen und nur mit Zustimmung der Mehrheit eine Transaktion verifi­ziert wird, gilt das Blockchain-System als ultra­sicher. Sollte es ein Hacker schaffen, einem Miner falsche Daten zu schicken, schlagen die anderen Miner Alarm, da die Daten, die dieser eine Miner erhalten hat, nicht mit den hunderten, tausenden, Millionen anderen Minern überein­stimmen. Insofern gilt die Blockchain als eines der sichersten Systeme, die es bisher gibt.

Transaktion mit Schlüsselpaar

 

Bei der Transaktion eines Bitcoin-Betrags wird ein Schlüsselpaar verwendet, das als digitale Signatur fungiert. Durch einen öffent­liche und einen privaten Schlüssel wird ein mathe­ma­ti­scher Beweis erbracht wird, dass es sich um den Eigentümer des Wallets handelt, der die Kohle trans­fe­riert. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifi­ziert werden kann.

So sehen die Schlüssel aus:

Öffentlicher Schlüssel: 13rYWAQEeJmtPrpdQGBNL9c1kZpqQ88X6h

Privater Schlüssel: 5JeXGYePL6x4CGhZ5avRY6sfjhiAMse3XbFPkCU15aPp 8JhzyZn

Der öffent­liche Schlüssel ist für jeden sichtbar – der private Schlüssel ist geheim und kann mit einem Passwort verglichen werden. Da das Schlüsselpaar auf einer asymme­tri­schen Verschlüsselung basiert, kann man nicht anhand des öffent­lichen Schlüssels den privaten Schlüssel erraten.

Das asymme­trische krypto­gra­phische Verfahren verhindert also, dass Transaktionen gefälscht werden. Auch das doppelte Ausgeben von Bitcoins wird durch das sogenannte Proof-of-Work-Verfahren verhindert. Ein Angreifer müsste im Durchschnitt mehr Rechenzeit als alle ehrlichen Bitcoin-Teilnehmer zusammen aufwenden, um dieses Verfahren zu fälschen. Allerdings trifft das nur auf Transaktionen zu, die bereits bestätigt wurden.

Transaktion mit Schlüsselpaar

 

Bei der Transaktion eines Bitcoin-Betrags wird ein Schlüsselpaar verwendet, das als digitale Signatur fungiert. Durch einen öffent­liche und einen privaten Schlüssel wird ein mathe­ma­ti­scher Beweis erbracht wird, dass es sich um den Eigentümer des Wallets handelt, der die Kohle trans­fe­riert. Die Signatur verhindert auch, dass die Transaktion nach dem Absenden von jemandem modifi­ziert werden kann.

So sehen die Schlüssel aus:

Öffentlicher Schlüssel: 13rYWAQEeJmtPrpdQGBNL9
c1kZpqQ88X6h

Privater Schlüssel: 5JeXGYePL6x4CGhZ5
avRY6sfjhiAMse3XbFPkCU15aPp 8JhzyZn

Der öffent­liche Schlüssel ist für jeden sichtbar – der private Schlüssel ist geheim und kann mit einem Passwort verglichen werden. Da das Schlüsselpaar auf einer asymme­tri­schen Verschlüsselung basiert, kann man nicht anhand des öffent­lichen Schlüssels den privaten Schlüssel erraten.

Das asymme­trische krypto­gra­phische Verfahren verhindert also, dass Transaktionen gefälscht werden. Auch das doppelte Ausgeben von Bitcoins wird durch das sogenannte Proof-of-Work-Verfahren verhindert. Ein Angreifer müsste im Durchschnitt mehr Rechenzeit als alle ehrlichen Bitcoin-Teilnehmer zusammen aufwenden, um dieses Verfahren zu fälschen. Allerdings trifft das nur auf Transaktionen zu, die bereits bestätigt wurden.

Sicherheitsaspekte für den Nutzer

 

Zugegeben. Es ist ein komplexes Thema und hier ist Durchhalten angesagt, wenn man Bitcoins selber und sicher nutzen möchte. Ich will dir ein bisschen unter die Arme greifen – bevor du den Bitcoin-Tempel selber betrittst, infor­miere dich ganz ausführlich über diese Aspekte. Und zieh die Schuhe aus.

  1. Wichtig für den Nutzer ist, das Wallet sicher zu verwahren. Es gibt verschiedene Wallet-Anbieter, auf die wir in Punkt 7 weiter eingehen.
  2. In deinem physi­schen Geldbeutel läufst du nicht mit deinem gesamten Geldbesitz umher. Mach das auch nicht mit deinem Bitcoin-Wallet. Behandle das digitale Wallet also wie ein physi­sches.
  3. Denke an Sicherheitskopien. Ein Backup des Wallets auf einem externen Datenträger, sicher verwahrt, kann vor dem Verlust deiner Bitcoins durch einen Computerdefekt oder Diebstahl deines Geräts schützen. Mit dem Backup kann das Wallet wieder herge­stellt werden.
    Hinweis: Manche Wallets verwenden verborgene private Schlüssel. Das Backup sollte also nicht nur die sicht­baren Bitcoin-Adressen abdecken.
  4. Verschlüsseln von digitalen Sicherheitskopien: Mach es den Hackern nicht so leicht. Speichern der Sicherheitskopie in der Dropbox? Keine gute Idee.
  5. Verschiedene Speicherorte: Setze USB-Sticks, externe Festplatten, CD’s und ausge­druckte Sicherheitskopien ein. Und stelle diese vor allem auch regel­mäßig her.
  6. Passwort: Man kann das Wallet verschlüsseln. Dann wird ein Passwort benötigt, um Bitcoins daraus zu verwenden. Wichtig: Das Passwort niemals vergessen. Ausrufezeichen. Im Gegensatz zu deiner Bank, gibt es bei Bitcoin quasi keine Möglichkeit, ein verges­se­neres Passwort zurück­zu­setzen. Ausrufezeichen, Ausrufezeichen. Hier gilt auch, ein echt sicheres Passwort zu wählen. Was als sicher gilt? 16 Zeichen aufwärts inklusive Sonderzeichen. Trotzdem merken.
  7. Digitales Sparbuch: Ein sogenanntes Offline-Wallet spart die Bitcoins an einem Ort, der keine Verbindung zum Internet hat. Hier gibt es verschiedene Anbieter, die natürlich unter­schied­liche Feature haben. Wichtige Eigenschaft ist ein hervor­ra­gender Schutz gegen Computerschwachstellen.
  8. Eine aktuelle Software verwenden. Damit gehen wichtige Stabilitäts- und Sicherheitsupdates einher.
  9. Das Testament: Falls dir was daran liegt, dass Freunde und Familie noch etwas von deinen Bitcoin-Rücklagen haben, solltest du einen Sicherheitsplan haben. Ohne Wissen über die Speicherorte deiner Wallets und Passwörter kann das Geld nicht mehr wieder herge­stellt werden.

4. Kursentwicklung

 

Wie bereits im ersten Kapitel angesprochen, haben Bitcoins heute einen Wert, weil der Mensch ihnen einen Wert beimisst. Nun hat sich in den letzten Jahren einiges getan – und der Bitcoin hat einige Kursschwankungen mitge­nommen.

Anfangs, also 2009/2010, hatte der Bitcoin keinen bezif­fer­baren Wert. Damals wurden die ersten Wechselkurse durch Personen ausge­handelt.

Der Wechselkurs von US-Dollar nach Bitcoin bewegte sich bis 2011 haupt­sächlich im einstel­ligen Bereich. Sprich: Man erhielt für weniger als zehn US-Dollar einen Bitcoin. Davon ausge­nommen war ein Kursanstieg im Juni 2011, wir reden von etwa 15 USD.

2013 gab es eine explosive Aufwärtsbewegung. Der Bitcoin war in den Medien angekommen, hatte also mehr Bekanntheit – und es herrschte Bankenkrise in Zypern. Zahlen? Im April erreichte der Kurs 266 USD. Dann der Absturz um 80 Prozent auf ca. 50 USD. Im November 2013 war der BTC über 1.100 USD wert.

Diese Zahl wurde bisher nicht mehr erreicht. Bei „Redaktionsschluss“ (wie die Zeitschriften immer so schön sagen) liegt der Kurs bei 906 USD.

Man kann schon sagen: Der Wechselkurs unter­liegt heftigen Kursbewegungen. Edit: Nachdem der Bitcoin Ende 2017 gar 20.000 US Dollar wert war, ist die Entwicklung wieder ins Schwanken gekommen. Heute (26.08.2018) liegt der Tageskurs bei 6.729,51 US Dollar. Das ist immer noch eine enorme Wertsteigerung von Faktor x 7,42.

Jetzt stellt sich natürlich auch die Frage, wie der Kurs überhaupt zustande kommt. Dazu gibt es ganz unter­schied­liche Ideen:

  • Aushandeln: Wie gesagt. Bei ihrer Einführung hatten Bitcoins noch keinen eigenen Wert oder Wechselkurs zu anderen Währungen. Die ersten Bitcoin Wechselkurse wurden erst rund ein Jahr nach Einführung der Währung in Internetforen zwischen Einzelpersonen ausge­handelt.
  • Angebot und Nachfrage: Auch heute stützt sich auf deren Akzeptanz unter den Nutzern, wobei der Wechselkurs auf Tauschbörsen durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird.
  • Fachleute machen für die gestie­genen Bitcoin-Kurse auch eine stärkere Nachfrage aus China verant­wortlich, nachdem der Yuan 2016 etwa sieben Prozent verlor – und damit so viel wie in 20 Jahren nicht. Investoren versuchten, mit Bitcoin-Käufen ihr Vermögen vor dem Wertverlust zu schützen.

Um stets den aktuellen Kurs einzu­sehen, schau einfach auf http://​www​.coindesk​.com/​p​r​i​ce/

5. Verbreitung und Akzeptanz

 

Dass du mit Bitcoins bezahlen kannst, erkennst du im Fall der Fälle an dem Bitcoin-Prüflogo:

Im Internet gibt es verschiedene Verzeichnisse, die die Akzeptanzstellen von Bitcoins auflisten, leider ist keine davon stets vollständig oder aktuell. Check it out:

Mit Bitcoins bezahlen kann man beispiels­weise bei Expedia, Amazon, Microsoft oder das nächste DNX Ticket. Selbst Edeka akzep­tiert Bitcoins und weißt freund­li­cher­weise darauf hin, dass man für die Nutzung Bitcoins besitzen muss. Nicht dass es hier zu Missverständnissen kommt. Wer sich nach Pizza sehnt, kann mit Bitcoins auf liefer​service​.de bestellen – und auch das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien hat Bitcoins schon einge­setzt, um seine Sammlung zu erweitern.

Eine Studie von der Universität Münster zu Nutzern und Nutzungsverhalten, kam zum Ergebnis, dass der durch­schnitt­liche Bitcoin-Nutzer zwischen 25 und 44 Jahre alt ist. Und einen techni­schen Beruf hat. Angeblich ist die wichtigste Motivation an der Nutzung von Bitcoins die Freude daran, mit einem innova­tiven System zu experi­men­tieren. Und: Entgegen vielen Vorhersagen spielen illegale Anwendungen nur eine sehr geringe Rolle. Zumindest in Deutschland, da 60 % der Studien-Teilnehmer aus Deutschland stammen.

Riesig ist die Verbreitung von Bitcoin natürlich noch nicht. Trotzdem gibt es auch schon erste Bitcoin-Geldautomaten, viele Online-Tauschbörsen und es war schon von einer physi­schen Münze mit einem integriertem Chip die Rede. Letzte Woche war ich in Ho-Chi-Minh City, Vietnam und dort gab es einige Läden, Cafés und Unterkünfte, die Bitcoins akzep­tieren.

Was ich damit sagen will: Die Anwendungsoptionen wachsen.

Als Zukunftsmarkt der Bitcoins ist Südamerika gerade in der Diskussion. Brasilien und Argentinien haben schon viele Shops und Hotels, die Bitcoins annehmen. MercadoLibre, das Ebay Lateinamerikas, akzep­tiert die Kryptowährung seit Kurzem in Mexiko. In dem mittel­ame­ri­ka­ni­schen Land gibt es auch schon einige Bitcoin-Börsen. Man kann davon ausgehen, dass der Bitcoin verwendet wird, um Transaktionen zwischen USA und Mexiko durch­zu­führen. Außerdem wäre da noch die zuneh­mende Inflation, die dem Bitcoin ganz schnell einen neuen Glanz verleiht – wie in China ja bereits geschehen.

6. Pro und Contra

 

Finden wir mal ein paar Haare in der Suppe:

1. Bitcoin wird für den Drogenhandel einge­setzt.

Ja. Wie jede andere Währung auch. Beim Dealer um die Ecke kannst du aber auch noch mit Euro bezahlen.

2. Die Anonymität des Bitcoin-Systems fördert Steuerhinterziehung.

Durch die Anonymität des Systems kann man sich Geld auszahlen lassen, ohne dass der Staat Wind davon bekommt. Wer Steuern hinter­ziehen will, findet aber auch ohne Bitcoins einen Weg.

3. Wertschwankungen disqua­li­fi­zieren den Bitcoin als Währung.

Richtig. Die starken Schwankungen sind nicht gerade förderlich. Gerade für Spekulanten, die sich einen Verlust nicht leisten können. Aber das kann auch bei “echtem” Geld sehr schnell gehen. Siehe sich jemand die Entwicklung in Venezuela an. Dem Land mit den größten Erdölvorkommen der Welt. Seit 4 Jahren Inflationsweltmeister mit etwa 800%.

4. Ich werde auf meinen Bitcoins sitzen bleiben.

Unbegründete Angst. Das System hat sein volles Potenzial noch gar nicht ausge­schöpft.

5. Ohne Internet kann ich den Bitcoin nicht nutzen.

Es gibt mittler­weile schon Bitcoin-Geldautomaten und eine physische Münze mit integriertem Chip. Der Fuß in die physische Welt ist in der Tür.

6. Hacker stohlen Bitcoins im Wert von mehreren Millionen.

Stimmt. Da hat der Bitcoin-Dienstleister versagt. Trotzdem ist die Blockchain extrem sicher.

Aber auch die positiven Aspekte wollen wir uns nicht entgehen lassen:

1. Bequem:

Um mit dem Bitcoin beispiels­weise im Netz einzu­kaufen, braucht man wesentlich weniger Schritte als bei der Bezahlung mit einer Kreditkarte oder anderen gängigen Zahlungsmitteln.

2. Privat:

Bei der Transaktion werden keine privaten Daten übermittelt. Der Datenschutz, von dem wir immer träumen.

3. Günstig:

Verglichen mit gängigen anderen Zahlungsverfahren spart ein Händler bei Bitcoin-Transaktionen 1-3 Prozent Gebühren. Darüber hinaus reduziert der Bitcoin das Betrugsrisiko durch etwa Rücküberweisungen auf 0 Prozent. Falls sich der Bitcoin durch­setzt, werden die Händler diese Einsparungen an ihre Kunden weiter­geben.

4. International:

Wenn die Adresse hinter einem Wallet für eine Transaktion gar keine Rolle spielt, heben sich die Ländergrenzen automa­tisch auf.

5. Staatenlos:

Die aktuelle Eurokrise zeigt, wie eng Staat und Geld verflochten sind. Als staaten­loses Geld entzieht sich der Bitcoin diesem Einfluss.

6. Inflationssicher:

Die im Umlauf befind­liche Euro- oder Dollarmenge wird durch die Zentralbanken bestimmt. So verlieren Währungen im Lauf der Zeit an Wert, weil ihre Menge immer weiter erhöht wird. Bei Bitcoin ist die Menge auf maximal 21 Millionen Einheiten festge­setzt.

7. Wie kann ich Bitcoin nutzen?

 

Hier folgt eine knackige Zusammenfassung einer Schritt-für-Anleitung, wie man sie auf bitcoin​.org vornehmen kann. https://​bitcoin​.org/​d​e​/​e​r​s​t​e​-​s​c​h​r​i​tte

1. Wahl des Wallets

Man kann zwischen verschie­denen Wallets wählen. Je nachdem, ob man das System auf dem Smartphone oder auf dem Laptop nutzen will. Bitcoin​.org gibt auch Hinweise auf verschiedene Eigenschaften des jewei­ligen Wallets in Sachen Sicherheit zum Beispiel. https://​bitcoin​.org/​d​e​/​w​a​e​h​l​e​n​-​s​i​e​-​i​h​r​e​-​w​a​l​let

2. Bitcoins kaufen:

 

Bitcoins kann man mit allen gängigen Zahlungsmitteln kaufen: Visa, SEPA, PayPal. Die Wechselstuben haben wie die Wallets unter­schied­liche Features und werden auf hier vorge­stellt https://​www​.buybit​co​in​worldwide​.com/ einzeln vorge­stellt.

3. Mit Bitcoins einkaufen

 

Online zeigt das oben bereits genannte Bitcoin-Prüflogo, dass du mit Bitcoins einkaufen kannst. Hier wird eine Bitcoin-Adresse verwendet, die du zur Zahlung kopieren und in dein Wallet einfügen werden musst. In Geschäften oder Bars braucht man ein Wallet auf dem Smartphone, das einen QR-Code zur Zahlung nutzt.

A) QR-Code ohne codierten Betrag

Bei einem stati­schen QR-Code klickst du auf deiner Wallet-App auf „Bitcoins senden“ und scannst den QR. Danach erscheint die Empfängeradresse und der Betrag muss einge­geben werden. Nun bezahlst du in BTC oder in EUR. Mit dem Senden überlässt du den Rest den Minern. Dann kann der Empfänger noch prüfen, ob die Transaktion bei ihm angezeigt wird.

B) QR-Code mit codiertem Betrag

Im Prinzip dasselbe in Grün: dynamisch statt statisch. Der Unterschied ist, dass der Betrag schon im QR-Code gespei­chert ist. Während der statische Code meistens irgendwo an der Laden-Kasse hängt, wird dir der dynamische auf dem Tablet oder Smartphone entgegen gehalten.

Fazit

 

Ich finde die Vorteile des Bitcoins so genial, weil sie alle aufein­ander aufbauen und sich gegen­seitig bedingen. Durch die dezen­trale Verwaltung handelt es sich um ein direktes System, Geld für Spenden gehen beispiels­weise also ohne Zwischenstopp an die Bedürftigen. Diese Direktheit resul­tiert wiederum in geringen Transaktionskosten und so weiter.

Das Befremdlichste am Bitcoin ist wahrscheinlich, dass wir ihn nicht in den Händen halten können. Da sind wir trotz digitalem Zeitalter und Nomadentum wohl haptisch veranlagt. Außerdem scheint eine ständige Verlustbedrohung über unseren Köpfen zu schweben, falls wir unser Passwort verlieren oder unsere private keys.

Oft wird auch damit argumen­tiert, dass die Bitcoin-Bezahlstellen sehr einge­schränkt sind. Reden wir da in einem Jahr drüber, kann das schon ganz anders aussehen. Abgesehen davon würde ich den Bitcoin nicht als einzige Zahlmethode verwenden. Wer ein Wallet eröffnet, muss ja nicht gleich das Konto seiner Bank schließen.

Welche Meinung hast du zu Bitcoins, oder nutzt du sie gar schon?

Work smart, not hard.

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31 Kommentare
  • Mike
    Veröffentlicht: 23:54h, 01 Februar Antworten

    Ein sehr inter­es­santer Artikel. Das Thema Bitcoin inter­es­siert mich schon seit längerem. Ich stieß vorigen Sommer darauf, als mir ein Freund von einem anderen Freund erzählte, der durch einen günstigen Zufall 10 Bitcoin für sehr wenig Geld erwarb und diese nun das zehnfache wert wären. Wir unter­hielten uns auch darüber, dass die Gesamtzahl der ausge­schüt­teten Bitcoin beschränkt ist und somit wohl auf absehbare Zeit mit einem Wertanstieg zu rechnen sei. Ein guter Zeitpunkt also um in Bitcoin zu inves­tieren.

    Ich las mich etwas in die Materie, aber am Ende schien es mir recht undurch­sichtig und auch unsicher. Eben wegen der Gründe die du selbst im Beitrag erwähntest. Dank deines Artikels bin ich nun wieder auf das Thema aufmerksam geworden und bin gespannt, was da noch so kommt . Was mich vor allem inter­es­siert und was du nicht erwähnst: besitzt du und nutzt du bereits selbst Bitcoin?

    Beste Grüße,
    Mike

    • Bastian
      Veröffentlicht: 07:19h, 02 Februar Antworten

      Hey Mike,
      dank dir. Freut mich, dass ich das Thema für dich nochmal inter­essant machen konnte. Ich hab auch grade erst angefangen und eigentlich gar nicht vorgehabt darüber zu schreiben. Ist halt ne sehr intensive Recherche. Aber mit dem neuen Wissen waren die letzten Zweifel weg.

      Beste Grüße
      Bastian

  • Mike
    Veröffentlicht: 10:28h, 02 Februar Antworten

    Schön, dass du deine Erfahrungen teilst. Bin mal gespannt, wie es bei dir in dieser Hinsicht weiter geht.

  • Gil Lang
    Veröffentlicht: 12:02h, 02 Februar Antworten

    Super Artikel!
    Beschäftige mich schon seit 1-2 Jahren sehr spora­disch mit dem Thema Bitcoins und plane es erstmal als side investment ein.
    Kann mir gut vorstellen auf Dauer auch auf Bitcoins umzusteigen 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht: 07:49h, 03 Februar Antworten

      Dank dir mein Lieber.
      Ich denke auch, dass die Relevanz von Bitcoins weiter stark zulegen wird.

  • Mika
    Veröffentlicht: 11:16h, 06 Februar Antworten

    Echt inter­es­santer und sehr gut recher­chierter Artikel! Das Thema Bitcoins ist groß und es wird für immer mehr Unternehmen und auch Menschen inter­es­santer. Es gibt auch bei einigen Unternehmen die Möglichkeit sich sein Gehalt in Bitcoins auszahlen zu lassen, was hälst du davon?

    Bei den Vor- und Nachteilen fiel mir auf, dass du jeden Nachteil versuchst zu erklären bzw. abzuschwächen, bei den Vorteilen aber nicht. Warum?

    • Bastian
      Veröffentlicht: 15:14h, 06 Februar Antworten

      Hey Mika,
      dank dir! Welche Unternehmen schweben dir da vor?
      Die Vorteile liegen ja eigentlich auf der Hand und der Artikel war so schon so lang. Fehlt dir das denn tatsächlich im Text?

      LG
      Bastian

  • Tom
    Veröffentlicht: 17:53h, 09 Februar Antworten

    Hi Bastian,

    sagmal hast du Erfahrungen mit Bitcoin arbitrage? Oder kannst dort etwas empfehlen?

    • Bastian
      Veröffentlicht: 04:09h, 11 Februar Antworten

      Hey Tom,
      nein bisher nicht. Bin selbst frisch im Game.

  • Stephan
    Veröffentlicht: 10:53h, 11 Februar Antworten

    Endlich verstehe ich mal im Ansatz, wie der ganze Spaß mit den Bitcoins funktio­niert.
    Vielen Dank für die gute Aufbereitung dieses doch sehr komplexen Themas!!!
    Ich halte die grund­le­gende Idee hinter dem ganzen Bitcoin-System für sehr gut und vor allem gerecht, weil nicht beein­flussbar.
    Ich hege aller­dings starke Zweifel, dass Banken und Regierungen sich das unfassbar mächtige Instrument der “Geldkontrolle” aus der Hand nehmen lassen werden – leider.

  • Timo
    Veröffentlicht: 10:56h, 11 Februar Antworten

    Ich verfolge das Thema Bitcoins und andere Kryptowährungen auch schon länger und ich finde, dass es ein geniales System ist. Aber ich habe Bedenken im Bezug auf alter­native Kryptowährungen. Was wenn aus irgend­einem Grund das Vertrauen am Bitcoin sinkt und andere Kryptowährungen beliebt werden? Wenn man nicht aufpasst, kann das eigene Geld schnell nichts mehr wert sein, wenn ein Großteil der Bitcoin-Nutzer auf eine andere Währung setzt. Ich habe mich noch nicht so tief in die Thematik einge­ar­beitet. Vielleicht möchtest du in einem späteren Artikel auf alter­native Kryptowährungen eingehen und deren Bezug und eventuelle Auswirkungen auf den Bitcoin wieder­geben. Vielleicht wirken sich die alter­na­tiven Währungen auch positiv auf den Bitcoin aus und geben diesem mehr Stabilität.

  • Marcus Kern
    Veröffentlicht: 16:43h, 24 Februar Antworten

    Erst mal Kompliment für den Prima Artikel. Sauber recher­chiert und in allen Details erklärt. Das findet man selten!

    Ich denke persönlich das noch ein paar Jahre ins Land gehen bis diese oder auch ähnliche Währungen durch­drin­genden Erfolg haben. Wenn es dann aber so ist sollte man zumindest schon einmal davon gehört haben.

    Wenn wir an das Thema Blockchain und andere Dinge denken, dann wissen wir das wir erst am Anfang dieser ganzen Entwicklungen stehen. Und dazu gehören auch die digitalen Währungen.

    • Bastian
      Veröffentlicht: 04:22h, 22 März Antworten

      Absolut Marcus,
      und es ist ja auch nicht die einzige Krypto Währung. Bin gespannt, was da noch so auf uns zukommt. Aber lieber schonmal mit dem Thema befassen 😉

  • Petra
    Veröffentlicht: 01:39h, 27 Februar Antworten

    Danke für diesen aufschluss­reichen Artikel. Ein Gedanke, der mir spontan dazu gekommen ist: Sind diese begrenzten 21 Millionen
    Bitcoins auf Dauer überhaupt ausrei­chend, wenn sich nur ein Zehntel der Weltbevölkerung beispiels­weise 20 Bitcoins in sein Wallet packen will?

    • Bastian
      Veröffentlicht: 04:20h, 22 März Antworten

      Hey Petra,
      dank dir. Nein, denn es gibt ja eben auch die ganz vielen Stellen hinter dem Komma. Und die können ja auch mehr werden. Die 21 Millionen bedeuten nicht, dass man irgendwann keine mehr bekommen kann.

  • Jonathan
    Veröffentlicht: 16:19h, 08 April Antworten

    Bitcoins sind immer noch Spekulationsgeschäfte. Kann man aber sicher in seine Anlagestrategie mitein­be­ziehen. Wenn eine andere Kryptowährung, bekannter/besser als Bitcoin, auf den Markt kommt, sehe ich hier eine Gefahr.

    Das magische Wort lautet auch hier wieder: Diversifikation!

  • Michelle
    Veröffentlicht: 12:06h, 25 April Antworten

    Danke für diese übersicht­liche und dennoch umfas­sende Einführung in das Thema. Ich wollte mich schon länger mit Bitcoins befassen und sehe das nun als Anlass, endlich zu starten und ein Wallet zu eröffnen.
    Und ist es nicht krass, was Kryptowährungen für die Zukunft bedeuten können? Das ist so viel mehr als ein Zahlungsmittel, es ist ein Schritt in Richtung absoluter Freiheit, Demokratie, freien Märkten und Staatlosigkeit. Ich bin gespannt 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht: 06:09h, 02 Mai Antworten

      Danke Michelle. Und es gibt so viele spannende neue Services, die sich auf die wachsende Akzeptanz von Bitcoins stützen. Zum Beispiel gibt es ‘Paycent’, eine VISA Kreditkarte, die komplett in Bitcoin geführt wird, aber dadurch dass es VISA ist, überall akzep­tiert wird 😉

  • Milad
    Veröffentlicht: 11:48h, 15 Mai Antworten

    Toller Artikel, da sollte für den Anfänger alles drin sein.

    Ich selbst arbeite mit BTC seit mehreren Jahren und hier ein paar von meinen Erfahrungen.

    * Benutzt die Wallet “Electrum” sie bietet alles was ihr braucht und ist extrem schnell und übersichtlich gehalten.
    * SPEICHERT UNBEDINGT den Wallet Seed!! (Dieser Tipp hätte mir SEHR viel Geld erspart) Auf ein Stück Papier schreiben und abheften. Nicht auf euren PC. Nicht an eure eigene Email! 🙂
    * Vorteil: Es ist eine offline wallet. Auch ich habe Geld mit online-wallets verloren.
    * Benutzt unbedingt die 2FA, falls euer Kapital ein paar hunderte € übersteigt. (Es gibt eine Menge Keylogger und co die nur auf Wallets zielen)
    * Überlegt euch doppelt wem ihr das Geld schickt, man kann es nicht zurück­buchen!

    Viel Spaß Freunde.

  • Daniel
    Veröffentlicht: 13:43h, 30 Mai Antworten

    Ich habe noch immer Bedenken, ob nicht doch eine Regierung oder Institution das System verbieten oder ander­weitig aushebeln kann. Vor ein paar Jahren habe ich mal ein paar Bitcoins gekauft und dann relativ schnell vervier­facht und verkauft. Heute wären die nochmal das mehr als vierfache Wert vom Verkaufspreis. Aber um jetzt noch einzu­steigen, sind mir die Preise echt zu hoch.

  • Yannic
    Veröffentlicht: 17:48h, 18 August Antworten

    Hey Basti,

    welche Anbieter / Apps benutzt du zum kaufen von Bitcoins und zum verwalten (Wallet)?

    LG Yannic

  • maniak
    Veröffentlicht: 20:03h, 17 September Antworten

    Das Thema rund um den Bitcoin ist sehr spannend, dennoch ist es keine Lösung um das noch bestehende Geldsystem (Schuldgeldsystem) zu ersetzen! Wieso? Es geht um die Verteilung. Alle Währungen bis jetzt – Fiat & Krypto – schaffen keine faire Gleichverteilung an alle Menschen dieser Welt. Mit digitalen Währungen wird an Handelsbörsen genauso speku­liert wie auch mit Fiat-Geld. Dazu sollte man auch wissen, dass der größte Anteil der im Umlauf befind­lichen Bitcoins von wenigen im Besitz ist. Was das für Auswirkungen hat ist eigentlich selbst­klärend (Preismanipulation vorpro­gram­miert). Es dient allein dem Zweck sich zu berei­chern. Fragt euch einfach selbst was eure Hauptintention ist Kryptos zu kaufen? Eine Währung sollte nicht auf irgend­welchen Börsen gehandelt werden, sondern sich selbst durch eine faire Verteilung auf die Menschen selbst regulieren.

    Die Technologie Blockchain dahinter hat jedoch eine große Chance die Welt fairer zu gestalten, sollte sie nicht von den falschen beschlag­nahmt werden – wie es leider auch mit dem Internet passiert ist!

  • Flo
    Veröffentlicht: 22:37h, 26 November Antworten

    Hallo Besucher und Webmaster dieser Seite. Meint ihr, dass die Bitcoins noch weiter steigen oder ob sich eine große Blase bildet?

    • Bastian
      Veröffentlicht: 20:26h, 28 November Antworten

      Hey Flo,
      einige Studien von Harvard Forschern prognos­ti­zieren gar einen Anstieg auf über 100.000€ bis 2020. Es gibt weltweit grade einmal 20 Millionen Menschen, die in Kryptowährungen inves­tiert sind. Daher sind wir heute immernoch Mit-Pioniere wenn man jetzt erst einsteigt. Von der Technik hinter verschie­denen Coins ist Bitcoin nicht die beste Option, aber eben die bekann­teste, weshalb er auch definitiv eine ganze Weile lang noch steigen wird, denke ich.
      LG
      Bastian

  • Jojo
    Veröffentlicht: 20:28h, 29 November Antworten

    Toll. Jetzt bin ich auch an dem Thema inter­es­siert und habe das Gefühl ich bin mal wieder zu spät 🙂
    Dann werde ich mir mal ein Wallet besorgen.

    Danke für den Mega Beitrag!
    Hast Du noch Lektüre-Tipps, bevor ich den Tempel betrete?

    Danke schon mal und Beste Grüße,
    Jojo

    • Bastian
      Veröffentlicht: 19:45h, 01 Dezember Antworten

      Danke Jojo,

      nein, auf keinen Fall bist du zu spät. Das ganze Thema ist ja noch nicht wirklich mainstream. Es sind weltweit erst 20 Millionen Menschen in Kryptowährungen inves­tiert. Und meiner Meinung nach ist das alte Geldsystem in geraumer Zeit zum Scheitern verur­teilt. Du bist also immernoch früh dran. Zumal viele zwar das ganze beobachten, aber kaum einer wirklich in die Thematik einsteigt.

      Schau mal hier: https://​www​.cryptolist​.de/

      Und wenn du dann richtig einsteigen willst, hat mein Kumpel Lars Müller erst kürzlich eine krasse Onlinekonferenz auf die Beine gestellt. Die Videos kann man jetzt als Paket erwerben. Heißt “Cryptisto” und ist inhaltlich wirklich jeden Cent wert.

      LG aus Medellín
      Bastian

  • Jojo
    Veröffentlicht: 21:06h, 01 Dezember Antworten

    Mega nice! Danke Bastian.

  • Michael Schneider
    Veröffentlicht: 18:39h, 11 Dezember Antworten

    Hallo

    Danke für den sehr guten Beschrieb der Währung. Genau dies brauchen wir jetzt, da der BTC immer populärer wird (und sich hoffentlich auch hält).

    Ich bin auch der Meinung, dass die Blockchain weiterhin Vortrieb leisten wird und in der Zkunft nicht mehr wegzu­denken sein wird.

    Beste Grüsse
    Michi

  • Timo Ellermann
    Veröffentlicht: 21:08h, 12 März Antworten

    Ja hoffen wir doch mal das sich die Kryptos wieder ein wenig erholen und es weiter nach oben geht mit den Kursen.
    Da ich persönlich auch Mining Rig Frames verkaufe (Siehe http://​www​.coinrush​.shop) betrifft mich der Crash auch und in Fiatgeld und ich kann nur hoffen das die ganze Geschichte wieder durch die Decke geht 🙂

    Aber ich bin sehr zuver­sichtlich da wir noch ganz an Anfang stehen. Bitcoin und co werden sich definitiv durch­setzen!

    • Bastian
      Veröffentlicht: 17:32h, 15 März Antworten

      Hey Timo, da bin ich selbst fest von überzeugt.

      LG
      Bastian

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