12 Filme und Bücher, die Dein Leben freier und Deine Arbeit erfolg­reicher machen

31 Min. Lesezeit

Die Best-Of-Officeflucht-Edition / Teil 1

 

Ich muss gestehen: Ich liebe Bücher. Und ich liebe Filme. Doch oft hat mir das ein schlechtes Gewissen gemacht. Entweder, weil ich das Gefühl hatte, ich verschwende wertvolle Zeit. Oder weil ich unter­be­wusst gespürt habe, dass das Konsumieren von Medien das Gegenteil davon ist, Dinge selbst zu kreieren und in die Welt zu bringen. Mittlerweile sehe ich das etwas anders.

Auf der einen Seite ist diese Art von Gewissen natürlich vollkommen selbst­ver­ständlich. Denn wenn Du nachmittags um 17 Uhr bei 28 Grad (und eigentlich bei jedem Wetter) Deine Lieblingsserie binge-watched, hast Du etwas falsch gemacht. Wenn Du, nachdem Du morgens um 9 Uhr ( a.k.a. in Berlin 11 Uhr) aus dem Bett steigst und erstmal 5 Stunden mit Büchern der neuesten Life-und Business-Hacks verbringst, hat das auch mit guten Alltagsroutinen relativ wenig zu tun. Sprich – der Konsum von Büchern und Filmen kann extrem destruktiv wirken. Genau dann, wenn er in eine langan­hal­tende Beschallung ausartet und der unachtsame Griff zur Chipstüte eine höhere Schlagzahl aufweist, als inspi­rie­rende Momente während des Schauens oder Lesens.

Doch es gibt auch eine schöne, produktive und wertvolle Seite an Büchern und Filmen. Denn Filme und Bücher verraten manchmal mehr über uns, als über sich selbst. Das was uns inspi­riert, bewegt und manchmal zu Tränen rührt, ist etwas, was in uns in Resonanz geht. Ich weiß, das klingt vielleicht etwas pathe­tisch und melodra­ma­tisch. Doch ganz ehrlich: Irgendwas in uns sehnt sich danach, das zu sein, das zu tun, was wir auf der Kinoleinwand sehen. Irgendetwas in uns, ist satt davon, Bücher gemütlich auf der Couch zu lesen und dann in den gewohnten Trott überzu­gehen. Anstatt die Dinge, die in diesen Dingern stehen, auch zu leben.

In diesem ersten Teil bekommst Du eine Liste. Eine Liste von Filmen und Büchern, welche mich bewegt, inspi­riert und zum Nachdenken gebracht haben. OK, manche haben mich auch einfach gut unter­halten.

Vielleicht sind wir in einigen Punkten anderer Meinung. Doch was ich mir wünsche: Wenn Du Dir den ein oder anderen Film, das ein oder andere Buch reinziehst, dann konsu­miere es ganz. Mit ganzem Herzen. Mit voller Aufmerksamkeit. Denn das was Du im Außen suchen magst, ist bereits in Dir. Also verschwende es nicht.

1. …und täglich grüßt das Murmeltier (1993)

Originaltitel: Groundhog Day | Genres: Komödie, Fantasy, Romantik FSK 6 | 

… und täglich grüßt das Murmeltier© Columbia Pictures
Bill Murray (als Phil Connors)

Aber was, wenn es kein Morgen gibt? Heute gab“s nämlich auch keins.“

Bill Murray erlebt als Phil Connors, ein und denselben Tag immer und immer wieder. Im übrigen ist das ist auch ungefähr die Anzahl der Tage, an denen man diesen Film sich ruhig gönnen kann. Man hat das Gefühl, dass bei jedem Mal eine neue Ebene der Erkenntnis durch­si­ckert.

Was würdest Du tun, wenn jeder Tag exakt gleich wäre? Vielleicht wenn Du sogar immer am gleichen Ort wärst? In gewisser Weise, sind unsere Tage das auch. Doch was wir kontrol­lieren können, sind die Entscheidungen und die Art und Weise, mit der wir durch diesen Tag gehen. Und vermutlich ändert genau dies am Ende alles.

Und täglich grüßt das Murmeltier“ zeigt mir immer wieder, dass wir tatsächlich immer eine Wahl haben. Dass es auf den Zustand ankommt, mit dem wir morgens aufstehen. Dass in jedem noch so abgefuckten öden Moment eine Chance lauert, Spaß zu haben.

Am Ende des Filmes löst Phil Connors das Dilemma in dem er etwas tut, was er noch nie zuvor getan hat: Sich um andere zu kümmern. In unserem Business, in unserer New-Age-Epoche dreht sich mittler­weile so viel um uns selbst. Wir müssen erleuch­teter werden, konzen­trierter arbeiten, unsere Persönlichkeit stärken, und so weiter und so fort. Doch was wäre, wenn all dieses Probleme sich selbst beheben (oder zumindest deutlich an Kraft verlieren), wenn wir mehr für andere da sind? Uns ein Business suchen, wo es primär nicht um mehr Kohle, sondern um einen echten Wert geht? Wir würden merken, dass uns das viel mehr echte Befriedigung gibt, als dauernd so zu tun, als wären wir der Nabel der Welt. Zumindest ist das die Erfahrung, die Phil Connors macht. Und ehrlich gesagt, auch die Erfahrung, die ich immer häufiger mache.

Schaue diesen Film, wenn:

Wenn Du Deine selbst kreierte Opfer-Blase verlassen möchtest und Bock auf echte Selbstverantwortung hast.

2. Into the wild (2007)

Genres: Drama, Abenteuer, Biografie FSK 12 | 

Into the Wild© Paramount Vantage
Emile Hirsch (als Chris McCandless)

Es ist nicht wichtig stark zu sein, sondern sich stark zu fühlen.“

Auf einer wahren Geschichte von 1990 beruhend, sucht Chris McCandless nach Freiheit.

Angeödet von sämtlichen Zukunftsvorstellungen seiner Eltern, morali­schem Kleinbürgertum und sozialen Normen hat er die Schnauze voll. Setzt sich ins Auto und bricht in die Wildnis von Alaska auf. Findet dabei eksta­tische Momente, echte Verbundenheit zu Menschen und ein Lebensgefühl, was ich als sehr pur beschreiben würden.

Vielleicht muss man nicht so radikal wie Chris agieren (Usedom reicht ja auch erstmal fürs erste), doch der Film spiegelt ein grund­sätz­liches Gefühl wieder, was in vielen von uns immer größer wird. Der Drang nach Selbstverwirklichung. Nach einem Tag, einer Aufgabe die selbst gewählt ist. In der es nicht darum geht, schlicht für ein mittel­mä­ßiges und langwei­liges Wohlgefühl Zeit gegen Geld zu tauschen. Vielmehr geht es um die Frage: Was will ich eigentlich wirklich? Wofür bin ich da? Und was wäre, wenn ich meine Regeln ab sofort selbst diktiere?

Schaue diesen Film, wenn:

Du es satt hast, nach den Regeln der anderen zu spielen und einen Geschmack dafür bekommen möchtest, wie sich Freiheit anfühlt. Klingt doof, ist aber so.

3. Matrix (1999)

Originaltitel: The Matrix | Genres: Action, Sci-Fi FSK 16 | 2

Matrix© Warner Brothers
Keanu Reeves (als Neo)

Die Antwort ist irgendwo da draußen, Neo, sie ist auf der Suche nach dir, und sie wird dich finden, wenn du es willst.“

Dieser Film ist wahrscheinlich so erklä­rungs­be­dürftig wie „Titanic“. Und genau aus diesem Grund lass ich es auch mal mit den groben Fakten. Entgegen einiger von Verschwörungstheoretikern beliebten Theorie, dass die Menschheit tatsächlich von Maschinen beherrscht wird und die mensch­liche Wahrnehmung eher einer lebens­langen Wahnvorstellung gleicht, bin ich froh und überzeugt auf einem schönen Planeten namens Erde zu leben. Mit Wald, Ozean und Dosenbier. Dennoch gibt es auf diesem Planeten eine Art Verschwörung.

Die Verschwörung des Mittelmaßes. Die Idee darüber, dass wir in dem System, in dem wir leben, funktio­nieren müssen. Das Anpassung, Mitspielen das einfachste Mittel zum Erfolg ist.

Vielleicht ist die Anpassung an die gängigen Vorstellungen von Arbeit und mensch­lichen Beziehungen die einfachste Variante über die Runden zu kommen. Aber sicher nicht die, die am Ende des Tages einen erfüllt ins Bett sinken lässt. Von daher mag ich das Bild von Neo, wie er nicht nur seinen eigenen Hals Schritt für Schritt aus dem gängigen System zieht, sondern auch erkennt, dass all die Hindernisse, Gegner und Selbstzerstörungsmechanismen in seinem eigenen Geist brüten.

Besonders in Erinnerung ist mir die Szene geblieben, wo sein Mentor Morpheus ihm im Martial-Arts-Training zuruft: „Nicht glauben, wissen!“. Hat meine Lehrerin früher auch schon immer gesagt. Doch ich glaube, sie meinte das anders.

Wir leben in einer Gesellschaft, die sich permanent vormacht, nicht die Antwort auf den nächsten Schritt zu kennen. Daher konsul­tieren wir Berater, Coaches, Ärzte und den Nachbarn. Ich glaube, dass wir alle wissen was gut für uns ist. Das wir alle spüren, was der nächste Schritt sein sollte. Das wir nur Angst davor haben, es wirklich vor uns und anderen zuzugeben und in die Tat umzusetzen. Wir alle sind in irgend­einer Weise abhängig von unserer Umgebung. Einem groben System. Doch wir haben die Wahl, die Entscheidung zu treffen, die uns gut tut.

Schaue diesen Film, wenn:

Wenn Dich die Frage umtreibt, wer Du eigentlich bist und wofür Du hier auf dem Planeten bist.

4. Fyre (2019)

Genres: Dokumentation, Musik FSK 6 | 1

Fyre© Netflix

I got to his office, fully prepared to suck his dick.“

Fyre ist eine Aneinanderreihung von „What the fuck“-Momenten, die so unter­haltsam wie tragisch zugleich ist. In der vor kurzem auf Netflix erschie­nenen Real-Life-Doku geht es um die größte Party des Planeten, welche auf den Bahamas statt­finden sollte. Betonung auf „sollte“. Der New Yorker Unternehmer Billy McFarland hatte die glorreiche Idee, ein riesiges Luxus-Festival per imposanter Social-Media-Werbung so zu insze­nieren, dass St.Tropez und Ibiza dagegen wie Kindergeburtstag aussieht.

Dafür wurden gestandene – und am Strand liegende – Instagram-Influencer für ein knackiges Werbevideo engagiert. Bekannte Hochkaräter als Musik-Act angekündigt. Und tatsächlich auch massen­weise Tickets bis zu 250.000 Dollar pro Stück verkauft. Der Hype war on fyre. See what I did there?

Blöd nur, dass 5 Monate vor dem Event nicht viel fertig war. Keine Festival-Fläche, keine Luxus-Hütten, keine Straßen. Und die angekün­digten Bands wussten noch nicht einmal was von ihrem Glück. Anders gesagt: Nichts war fertig. Die Doku zeigt den Wettlauf mit der Zeit, der letzten Endes in einem riesigen wirtschaft­lichen und sozialen Desaster endet.

Auch wenn das in weiten Teilen der Business-Welt so beliebte Motto „Fake it till you make it“ irgendwo seine Berechtigung haben möge, das war einfach 8 Schippen zuviel, lieber Billy. Auf der einen Seite ist die Sturheit, die Verbissenheit der Macher fast schon beein­dru­ckend. Auf der anderen Seite ist die Doku ein super Beispiel für sinnlose sunk-cost fallacy und den drama­ti­schen Konsequenzen, die aus so einer größen­wahn­sin­nigen Einstellung resul­tieren.

Schaue diesen Film, wenn:

Du lernen möchtest, wie man einen richtigen Hype auf Facebook, Instagram und Co. kreiert und dieses Momentum mit undurch­dachter Planung und einem überstei­gerten Ego voll gegen die Wand fährt.

5. Captain Fantastic (2016)

Genres: Komödie, Drama FSK 12 | 1

Captain Fantastic: Einmal Wildnis und zurück© Universum Film GmbH
Viggo Mortensen (als Ben), Shree Crooks (als Zaja)

Wir können nicht zu Mamis Beerdigung, wir müssen tun was sie sagen. Die Mächtigen kontrol­lieren das Leben der Machtlosen… ach scheiß drauf!“

Captain Fantastic ist vor allem eins: verdammt unschuldig. In dem Film mit Viggo Mortensen geht es um eine Familie die als Aussteiger in der Wildnis leben. Der Gegner ist das System. Der Kapitalismus. Der bequeme American way of life. Nach dem Tod der Mutter, begibt sich die Familie auf einen Road-Trip zurück in die Zivilisation und wird  zwangs­läufig genau mit diesem verach­teten System konfron­tiert.

Nike trifft auf Holzpantoffel. Survival-Unterricht vom Vater im Wald auf Playstation. Futtern mit den Händen auf moralisch anrüchige Etiquette.

Das Schöne am Film, er kommt ohne Hollywood-Klischee aus. Ohne Sarkasmus. Er ist lebens­be­jahend. Viel mehr noch – er zeigt, dass noch soviel Scheiße passieren kann und man das Leben trotzdem mit einer Art Leichtigkeit in Angriff nehmen kann. Auch wenn die Art pragma­tische, leicht-ironische Selbstliebe, die der Film verkörpert, nicht immer leicht zu ertragen ist und es keinen Sinn macht, dass kapita­lis­tische System zu verteufeln. Was ich in diesem Film gelernt habe:

Es braucht nicht immer das große Alltags-Drama. Die 10-jährige Therapie für unsere emotio­nalen Wunden. 50 Regeln am Kühlschrank. Wenn man glücklich sein möchte, darf man ruhig mal den Stock aus dem Arsch nehmen und die Dinge die einem begegnen, pragma­tisch angehen.

Schaue diesen Film, wenn:

Du einen frischen Blickwinkel auf das Leben werfen möchtest. Lerne die Stärke zu finden, deinen ganz persön­lichen Weg zu gehen, trotz Gegenwind.

6. Lord of War (2005)

Genres: Krimi, Drama, Thriller FSK 16 | 2

Lord of War© Lions Gate Home Entertainment
Nicolas Cage (als Yuri Orlov)

Mir wurde schnell klar, dass wir nur eine Hölle gegen eine andere ausge­tauscht hatten. Aber auch in der Hölle erscheint ab und zu mal ein Engel.“

Nicolas Cage ist ein derber Geschäftsmann. Die Story dahinter eher ernst. Yuri, also Nicolas Cage, fungiert als Waffenhändler im großen Stil. Hat sich vom Flüchtling zu einem der größten Ein-Personen-Umschlagsplätze der Welt hochge­ar­beitet und verblüfft mit Verhandlungstechniken, die wirklich schuss­sicher sind. In dem Streifen (sagt man noch „Streifen“?) gibt es vier Regeln:

  1. Lass dich niemals von deiner eigenen Ware anschießen. Lass mich die Sache einmal übertragen. Für mich bedeutet dies – habe ein gutes Produkt. Ein Produkt hinter dem Du stehst. Das per se einen guten Mehrwert bietet. Also, lass es bitte keine Waffe sein.
  2. Habe immer einen todsi­cheren Plan, um bezahlt zu werden. Wir alle brauchen eine Strategie. Die Strategie richtet sich immer nach dem, was Du am Ende willst und Deinem eigenen Stil. Ich stehe voll auf Herzblut. Ich stehe voll auf Intuition. Aber lass dabei den Kopf und die Logik nicht vollkommen außen vor.
  3. Nimm niemals selbst eine Waffe in die Hand und schließe dich deinen Kunden an. Mach das was Du kannst. Denn Du bist dort am wertvollsten, wo Deine Expertise liegt. Und für alles andere, suche Dir Unterstützung, die auf ihrem Gebiet wiederum brillieren.
  4. Ziehe niemals in den Krieg, besonders nicht mit dir selbst. Setze Dich nicht ins Unrecht. Das bedeutet nicht, nicht zuzugeben wenn mal etwas schief gelaufen ist oder Du Mist gebaut hast. Aber reiß Dir dafür nicht den Kopf ab. Du wirst ihn noch brauchen.

 

Lord of War beinhaltet so einiges, was es bedarf um erfolg­reich ein Business zu führen. Ich mag die subtile, freche und kaltschnäuzige Art mit der Nicolas Cage die Rolle durch­zieht. Wichtig zu wissen: Natürlich thema­ti­siert der Film mit dem Grundthema einen sehr ernsten und traurigen Bereich. Der Film ist für mich aber keine Verherrlichung des Themas, sondern zeigt gen Ende, was solche Art von Geschäften mit Menschen machen. Und dass es sich immer lohnt, auf die gute Seite der Macht zu wechseln, auch wenn die ökono­mi­schen Verlockungen noch so lukrativ erscheinen.

Schaue diesen Film, wenn:

Deine Verhandlungsstrategien etwas mehr Selbstbewusstsein vertragen könnten.

7. Alles Routine (1999)

Originaltitel: Office Space Genres: Komödie FSK 12 | 1

Alles Routine © Twentieth Century Fox
John C. McGinley (als Bob Slydell), Paul Willson (als Bob Porter)

Hi, mein Name ist Steve. Ich komme aus einer harten Gegend. War drogen­ab­hängig, aber nun bin ich durch damit und versuche clean zu bleiben. Das ist der Grund, warum ich diese Zeitungs-Abos verkaufe.“

Wer Office Space (dt. „Alles Routine“) gesehen hat, weiß warum es Dinge wie Officeflucht überhaupt gibt. Auch wenn der Film schon 20 Jahre her ist, das so freiheit­liche und abenteu­er­liche Gefühl von Großraumbüro-Atmosphäre zieht sich bis heute. Das Gute: Irgendwie liegt ziemlich viel Wahrheit im Film. Und – er ist zu 100% witzig.

Peter arbeitet bei Initech. Initech ist eines dieser klassi­schen 90´er-Jahre Unternehmen, welches sexier nicht sein kann. Es ist grau, grau und grau und hat ein schönes schnuck­liges Großraumbüro ohne Fenster. Manche sagen auch Hölle dazu. Peter geht es nicht so gut und beschließt sich hypno­ti­sieren zu lassen. Dies ändert alles. Denn als sein Therapeut während der Sitzung holly­woodreif abkratzt, bleibt Peter mitten in der Sitzung hängen. Entspannt, sorgenfrei und ein wenig wahnsinnig. Mit dieser Einstellung macht er sich zurück an die Arbeit. Nur das diese Arbeit ab sofort etwas anders abläuft. Computerspiele, beißende Dialoge mit den Kollegen und eine „I don´t give a shit-Attitüde“ die sich gewaschen hat. Und merkwür­di­ger­weise hat er damit auch noch Erfolg.

Mal abgesehen von der Attraktivität von Großraumbüros und ihren Eigenarten, Peter verkörpert in diesem Film für mich noch eine andere Sache. Und das ist echtes Leadership. Wir haben uns angewöhnt, im Beruf möglichst ernst zu sein. Manchmal etwas steif. Vielleicht weil viele von uns dies mit Seriosität und Qualität assozi­ieren.

Frei nach dem Motto: Wer etwas derber auftritt, kann wohl nicht viel. Ich halte das für Bullshit. Die Leute neben Dir warten darauf, dass Du Dich frei machst. Mal eine unange­nehme Wahrheit aussprichst, ein unübliches Kompliment machst. Oder einfach mal einen raushaust. Denn das was wir uns so sehr wünschen ist Erlaubnis. Erlaubnis dafür so sein zu dürfen, wie wir sind. Ich glaube Du weißt was ich meine. Ich habe schon so oft beobachtet, dass die gesamte Energie einer Truppe sich in Sekunden ändern kann, wenn einer bereit ist, seine Wahrheit zu teilen. Warte also nicht auf die Erlaubnis von anderen. Vielleicht bekommst Du sie nie zu Gesicht. Fang einfach selbst an mit offenen Karten zu spielen. Und auch wenn Du damit anderen zunächst einmal selbst auf die Füße trittst – insgeheim werden sie es Dir danken.

Schaue diesen Film, wenn:

Wenn Du wissen willst, was Officeflucht bedeutet und Du dabei herzhaft lachen möchtest.

8. Die 4-Stunden-Woche – Timothy Ferriss

Originaltitel: The 4-Hour Workweek | Autor: Timothy Ferriss

Die-4-Stunden-Woche© Timothy Ferris | Verlag: Ullstein Verlag

Ich möchte kein Millionär sein, ich möchte nur wie einer leben.“

So wie die Bibel, der Koran oder die iPhone-Wetterapp, ist Tim Ferriss´ „Die 4-Stunden-Woche“ Interpretationssache. Und gelinde gesagt: Wenn ein Buch auf Start-Up und digitalen Nomaden-Basis der Bibel sehr nahe kommt, ist es für mich immer noch dieses Buch.

Für die einen, ist das Buch reine Luftschlossarchitektur. Für die anderen, der heilige Gral. Und wie so oft im Leben, liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte. Das Grundkonzept von der „4-Stunden-Woche“ ist schnell erklärt. Am Beispiel seiner eigenen Gründungsstory, dem Aufbau eines Nahrungsergänzungsmittel-Online-Shops, handelt das Buch darum, wie man sich mit relativ wenigen Ressourcen ein automa­ti­siertes Online-Business aufbaut, von dem man leben kann.

Während manche Spaß daran haben, die schlaf­losen Nächte neben halbvollen Pizzakartons mit dem Programmieren des nächsten Apples und Amazons zu verbringen, ist die Message hier eine andere: „Hey, du lebst nicht nur um zu arbeiten, sondern kannst auch arbeiten um zu leben. Dort zu leben wo Du willst. Die Dinge zu machen, an denen Du Spaß hast.“

Und dafür braucht es vielleicht nicht den ganzen Stress, der in unseren Erwartungen eines erfolg­reichen Online-Unternehmers schlummert. Um sich ein solches Online-Business aufzu­bauen, empfiehlt Ferriss vier Dinge:

 

  1. Die Definition Deiner wahren Ziele. Ja, es macht einen Unterschied ob Du in einer Villa in Malibu leben möchtest oder in einer Holzhütte in Brandenburg. Es macht einen Unterschied, ob Du ein Unternehmen mit der gefühlten Personenstärke von Süd-Indien aufbauen möchtest, oder einfach nur genügend Geld zur Verfügung haben möchtest, um am Strand von Bali surfen zu lernen. Wir reden so viel von Erfolg. Doch was ist Erfolg eigentlich im Kern? Für mich besteht Erfolg vor allem darin, die Dinge umzusetzen, die ich wirklich will. Doch dafür muss ich erstmal wissen, was ich wirklich will. Das Buch schafft Klarheit in dieser Frage.
  2. Die Eliminierung unwich­tiger Dinge. Falls das Pareto-Prinzip, also das 80% Deiner Ergebnisse, mit 20% Zeitaufwand erreicht werden, annähernd stimmt, dann haben wir ein Problem. Nämlich, dass so viele Dinge die wir tun, einfach reine Zeitverschwendung sind. Die 4-Stunde-Woche ist ein Meisterwerk für Anhänger des radikalen Verzichtes und hat einige Tools in petto, wie man diese überflüs­sigen Dinge vom Speiseplan streicht oder stark reduziert.
  3. Die Automation sämtlicher Arbeitsprozesse. Alles das was Du nicht tun möchtest, musst Du nicht tun. Wichtig ist aber, dass Du Dich darum kümmerst, dass es jemand tut. Auch meine Erfahrung ist es, dass zu viele Unternehmer, viel zu viel Dinge selbst machen, aus Angst, dass sie in die Hose gehen. In dem Buch findest Du einige wirkliche praktische Empfehlungen, wie Du Deine Geschäftsprozesse intel­ligent delegierst und trotzdem mit minimalem Zeitaufwand die Zügel in der Hand behältst.
  4. Das richtige Mindset um Dich aus dem Büroalltag zu lösen und wie Du dort leben kannst, wo Du leben möchtest. Besonders inter­essant ist hierbei das Konzept von Geo-Arbitrage. Bedeutet, während Du mit einem mittel­mä­ßigen ortsun­ab­hän­gigen Einkommen in San Francisco an der Armutsgrenze leben würdest, lebst Du in sehr günstigen Gegenden in Süd-Ost-Asien wie ein König. Und denen geht es ja bekanntlich in dieser Region nicht ganz so schlecht. Interessant ist auch der umgekehrte Weg, indem Du Prozesse, die hierzu­lande teuer sind, einfach an virtuelle Assistenten ausla­gerst.

 

Was ich aus eigener Erfahrung selbst sagen kann: Die Prinzipien der 4-Stunden-Woche funktio­nieren. Wenn man sie richtig versteht, für sich inter­pre­tiert und sich darüber klar ist, was für eine Art von Business man führen möchte.

Vielleicht ist der Titel der „4-Stunde-Woche“ ein eher gut funktio­nie­render Marketing-Claim statt süße Wahrheit. Doch das ist für mich nicht weiter entscheidend. Die Prinzipien des Buches, können Dein Business schlanker, effek­tiver und weniger anstrengend machen. Was Du dann draus machst, liegt ganz bei Dir.

Lies dieses Buch, wenn:

Du Dir in relativ kurzer Zeit ein automa­ti­siertes Online-Business aufziehen möchtest, von dem Du leben möchtest.

9. Konzentriert arbeiten – Cal Newport

Originaltitel: Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World | Autor: Cal Newport

Deep Work:© Cal Newport | Verlag: Redline Verlag

Wenn du nichts produ­zierst, wirst Du nicht durch­starten – egal wie talen­tiert oder begabt Du bist.“

Deep work beschreibt ein Problem, welches für mich als eines der größten unserer heutigen Zeit gilt: Ablenkung. Social Media, Mails, Whatsapp, Eilmeldungen von briti­schen Adels-Hochzeiten – wenn Du deine Aufmerksamkeit nicht bewusst auf das lenkst, was Dir wichtig ist, frisst Dich der Tag schneller auf als Pacman seine Kugeln. Vielleicht ist selektive Ignoranz im Social-Media-Zeitalter nicht nur eine Wahl geworden, sondern mittler­weile eine Pflicht. Wenn man den Ausführungen von Cal Newport lauscht, weiß man auch warum. Ziemlich detail­genau beweist er, warum dauernde Klicks und Ausschweife nebenher nicht nur unsere Resultate und Arbeitsqualität verschlechtern, sondern auch unsere Gehirne und mensch­lichen Beziehungen immer mehr belasten.

Während das alte Paradigma einer alten überholten Arbeitswelt immer noch die Wertigkeit einer Arbeit in benötigter Zeit misst, plädiert das Buch für eine Währung die weitaus wertvoller ist als Schweizer Franken: Fokus. Für mich ist die Message des Buches daher weitaus größer. Denn Fokus bedeutet nicht nur, sich mal 2 Stunden auf eine Arbeit zu konzen­trieren. Es geht um Hingabe und Präsenz in jeglicher Lebenslage.

Wir sind so abgestumpft geworden, dass es wirklich rar geworden ist, einer anderen Person unsere ganze Präsenz zu widmen. Einer Aufgabe unsere ganze Hingabe zu schenken. Viel leichter scheint es, dem anfäng­lichen Widerstand nachzu­geben, sich n´ Cappuccino von Starbucks oder ein Video auf YouTube reinzu­ziehen. Fürs kurze high. Bis das nächste im Anmarsch ist und wir süchtig immer weiter und weiter in diesem lauen Selbstbefriedigungsmechanismus schwimmen.

Ich kenn das gut. Doch ich weiß auch, dass es sich lohnt am Ball zu bleiben. Auf die schnelle Möhre vor der Nase bewusst zu verzichten. Denn dahinter lauern gute Ideen, fast schon magischen Eingebungen und langfristige Glücksgefühle. Doch dazu muss man die ersten 30 Minuten überstehen. Dabei bleiben, sich reinkämpfen. Läufer würden dies wohl als „Runner´s High“ bezeichnen. Dieses Buch zeigt gute Strategien wie man das hinbe­kommt. Auch ohne laufen. Daher mag ich es sehr.

Lies dieses Buch, wenn:

Du Probleme hast Dich zu konzen­trieren und produktiv an einer Sache dran zu bleiben.

10. Alles nur geklaut: 10 Wege zum kreativen Durchbruch – Austin Kleon

Originaltitel: Steal Like An Artist | Autor: Austin Kleon

Steal Like An Artist: © Austin Kleon | Verlag: Goldmann Verlag

Schreibe das Buch, welches Du selbst magst, zu lesen.“

Eines der besten Bücher für Künstler und die, die es werden wollen. In dem Debütwerk von Austin Kleon geht es darum, dass viele gute Sachen geklaut sind. Dabei macht Kleon aber ein Riesenunterschied zwischen Plagiat (wenn Du nur von einer Person klaust) und echter Kunst (wenn Du von vielen Menschen klaust). Vielmehr geht es darum, sich die Dinge heraus­zu­picken, die zu einem passen, diese Dinge mit dem eigenen Stil verschmelzen zu lassen und so zu einem echten Original zu werden.

Steal like an artist“ ist kein oberflä­chiger „Wie-werde-ich-der-nächste-Rockstar-Ratgeber“. Das Buch zeigt, dass eine ordent­liche Portion Freundlichkeit, Bodenhaftung und Ausdauer unerlässlich ist, um als Künstler und kreativer Unternehmer zu wirken. Kreativität bedeutet Beschränkung. Sie bedeutet „langweilige“ Dinge zu tun. Zum Beispiel auf sich zu achten, anstatt sich regel­mäßig in Motörhead-Manier mit Sex, Drugs ´n´ Netflix ins Jenseits zu katapul­tieren. Einen Kalender zu benutzen. Mit den Händen zu arbeiten. Ein Hobby zu haben. Es zu genießen unbekannt zu sein. Sprich, genau die Dinge, auf die man als Kreativer, der die Welt aus den Angeln heben möchte, erst einmal total Bock hat.

Viele von uns sind so verliebt in die Vorstellung, große Dinge zu vollbringen. Blöd nur wenn die Vorstellung alleine so viel Glücksmomente freisetzt, so dass wir gar nicht ins Handeln kommen. Weil wir genau wissen, dass vor allem am Anfang die Rückschläge, die Arbeit, die Zweifel dazu gehören. „Steal like an artist“ ist eine Anstiftung, sich nicht von diesen Gedankenkonstrukten blenden und zurück­halten zu lassen. Mit einfachen, aber auch origi­nellen Dingen den Arsch zusammen zu kneifen und das zu tun was wirklich in die Welt muss: Gute, authen­tische Kunst, die ein Ausdruck des Selbst ist.

Lies dieses Buch, wenn:

Du gute kreative Ideen und Kunst in die Welt bringen möchtest, ohne dabei dem Druck nachzu­geben, „fancy“ sein zu müssen.

11. The 22 Immutable Laws of Marketing – Al Ries, Jack Trout

Autoren: Al Ries und Jack Trout

The 22 Immutable Laws of Marketing: © Al Ries, Jack Trout | Verlag: HarperCollins

The single most wasteful thing you can do in marketing is try to change a mind.“

Das gefühlte Bundesgesetzbuch des Marketings ist sicherlich nicht das neuste Buch auf dem Markt. Aber brand­ak­tuell. In 22 (welch Überraschung) Kapiteln, gibt dieser relativ dünne Schinken einen Wegweiser darüber, wie Du in den Kopf Deiner Kunden kommst.

Eines der wichtigsten Ansätze dieses Buches, ist für mich das Plädoyer dafür, eine eigene komplette Nische zu besetzen. Oder besser gesagt, eine eigene Nische zu gründen.

Es macht sehr wenig Sinn, vor allem am Anfang wo der Bekanntheitsgrad gering ist, das Budget nicht wie Säcke Reis in China vorhanden ist und Mitbewerber sich bereits positio­niert haben, ein bekanntes Feld erobern zu wollen.

Viel cleverer ist es, sich seine eigene Kategorie zu erschaffen.

Ich sehe viele Unternehmer, die sich selbst beschneiden. Die vermeint­liche Stärken ausklammern um in eine Kategorie zu passen. Fitness, Dating, Persönlichkeitscoaching, Comedy, Marketing, Gartenbau. Das was sie aber nicht sehen – genau ihre vermeint­lichen Schwächen, ihre Eigenarten sind der Schlüssel zum Erfolg.

Ich kenne viele Unternehmer, die nicht trotz Ihrer Verschrobenheit oder witzigen Persönlichkeit erfolg­reich sind, sondern genau aus diesem Grund. Ich kenne Menschen, die nicht trotz ihrer provo­kanten, manchmal launi­schen Art und Weise ihre Message in die Welt zu bringen erfolg­reich sind, sondern genau aus diesem Grund.

Dieses Buch hat mir sehr geholfen, zu verstehen, was Officeflucht im Kern ausmacht. Das es mehrere Facetten gibt, die dieses Unternehmen beinhaltet und die es nicht zu unter­drücken gilt, sondern auszu­leben.

Lies dieses Buch, wenn:

Du Deinem Marketing oder Deiner Personenmarke einem General-TÜV unter­ziehen möchtest.

12. Anything You Want – Derek Sivers

Originaltitel: Anything You Want: 40 Lessons for a New Kind of Entrepreneur | Autor: Derek Sivers

Anything You Want © Derek Sivers | Verlag: Penguin Verlag

If you think your life’s purpose needs to hit you like a lightning bolt, you’ll overlook the little day-to-day things that fascinate you.“

Nur 2 Stunden Zeit? Dann lies dieses Buch. Oder penn eine Runde. Obwohl, ich würde lieber das Buch lesen. Auf nur 90 Seiten teilt Derek Sivers 40 Entrepreneur-„Weisheiten“, die er selbst durchlebt hat. Diese kurzen Storys sind extrem unter­haltsam und vor allem – extrem anwendbar.

Wenn Du ein Business starten möchtest und nicht viel Budget hast, wird Dich dieses Buch sehr erleichtern. Denn es zeigt, wie Geld ein Kreativitätskiller sein kann und Dich von Deinem eigenen „Warum“ wegführen kann. Ich kenne kein Buch, was so gut beschreibt, wie und warum es im Business im Kern nicht um Geld geht. Sondern darum, Träume von anderen Menschen wahr zu machen und dass daraus außer­or­dentlich schöne und erfolg­reiche Abfallprodukte nebenher entstehen.

Eine Sache, die ich definitiv nicht mehr aus dem Kopf bekomme, ist sein Konzept von „Hell yeah“. Besser gesagt von „hell yeah or no“. Bedeutet: Wenn Du einen Job – oder Projektangebot bekommst und Du innerlich nicht „Hell, yeah!“ schreist, sage Nein. Wenn Du bei einer neuen Beziehung zu einem Menschen nicht innerlich „Hell yeah!“ schreist, sage Nein.

Und wenn Du das nächste Mal in einem Gruppenseminar sein solltest, wo alle im Kreis bereits „Hell yeah!“ schreien, dann flüchte einfach sofort.

Lies dieses Buch, wenn:

Du ein erfolg­reicher Entrepreneur werden oder bleiben möchtest.

Special: The Subtle Art of Not Giving a F*ck – Mark Manson

Deutscher Titel: Die subtile Kunst des Daraufscheißens | Autor: Mark Manson

The Subtle Art of Not Giving a F*ck © Mark Manson | Verlag: HarperCollins

You and everyone you know are going to be dead soon. And in the short amount of time between here and there, you have a limited amount of fucks to give. Very few, in fact. And if you go around giving a fuck about everything and everyone without conscious thought or choice—well, then you’re going to get fucked.“

Mark Manson schreibt auf eine derbe, radikale, durch­dachte und fast schon philo­so­phische Art und Weise über das was wir oft am meisten suchen – das Glück.

Das Problem dabei, genau diese Suche hält uns davon ab, es zu sein. Und von diesen Suchenden gibt es viele. „The subtile art of not giving a fuck“ ist kein frustrierter Ansatz darüber, auf alles zu scheißen. Es ist ein Ansatz auf die Sachen zu scheißen, die einem nicht wichtig sind. Und komplett all-in für die Dinge zu gehen, die einem am Herzen liegen. Macht Sinn, wie ich finde.

Um in diese Lage zu kommen, bedarf es ein paar Sachen.

Zum Beispiel, dass es fucking anstrengend ist, ständig etwas Besonderes sein zu wollen. Wenn ich durch meinen Instagram-Feed scrolle, finde ich, hat Mark Manson nicht ganz Unrecht. Ich habe ständig das Gefühl, dass halb Mitteleuropa nur noch aus selbst erklärten Superstars besteht. An sich nicht schlimm. Doch das geht natürlich mit einer Erwartungshaltung einher, die am Ende nur enttäuscht werden kann. Alles muss sich gut anfühlen. Ich muss die ganze Welt zum Beben bringen. Die Luxus-Bude in Hamburg-Eppendorf sollte es schon mindestens sein. Jeder hält sich für Michael Jackson.

Das dieses Anspruchsdenken, ohne die Bereitschaft den Preis dafür zahlen zu wollen, extrem auf die Stimmung schlägt, versteht sich von selbst. Was wäre, wenn wir erstmal die Basics hinbe­kommen? Einen Job ausüben, der uns nicht jeden Tag Überwindung kostet, uns gute Freunde suchen, hier und da mal eine gute Tat vollbringen.

Mark Manson schreibt darüber, wie uns dieser Rockstar-Ansatz krank machen kann. Aus welchem kruden Werte-Verständnis er entspringt und wie man diesem Teufelskreis mit guten durch­dachten Ideen den Mittelfinger zeigt.

Es geht in diesem Buch um so viel, was hier wohl den Rahmen springen würde. Um´s Gefallen wollen. Um echtes Committment. Um dem Umgang mit Scheitern. Dem Scheitern der eigenen Gedanken. Ablehnung als Chance. Und letzt­endlich auch der eigenen Sterblichkeit.

Doch warum dieses Buch sicherlich eines meiner Lieblingsbücher ist –  es ist eine Autobahn (eine deutsche ohne Geschwindigkeitsbegrenzung) zum Herzen. Welche einen ständig heraus­fordert, tief inne zu halten und welche fragt: Was ist Dir eigentlich wirklich, wirklich wichtig? Und was ist Dir eigentlich scheißegal? Und lebst Du Dein Leben bereits nach der Antwort dieser zwei Fragen?

Meine Empfehlung: Lies dieses Buch. Denn es wird Dir bei der Beantwortung helfen.

Kleiner Hinweis:
Das Buch gibt es auch in einer deutspra­chigen Version. Ich finde jedoch, den Wortwitz in der Originalversion ungeschlagen.

Lies dieses Buch, wenn:

Du es noch nicht getan hast.

I’ll be back!

 

Das war der erste Teil der Officeflucht – Bücher und Filmtipps. Lass Dich inspi­rieren. Lass Dich zum Lachen bringen. Lass Dich spüren, was der ein oder andere Film, das ein oder andere Buch in Dir bewegt, was Du noch nicht lebst. Denn ich bin mir sicher – wir brauchen unsere Umgebung, wir brauchen solche Beispiele als Inspirationsquellen. Doch dann kommt es darauf an, selbst was draus zu bauen. Denn ansonsten kann das Leben fader werden, als die typische Packung Senf, die man immer nach dem Grillen noch irgendwo stehen lässt.

Du hast jetzt ein Wochenende Zeit, dir meine Empfehlungen zu Gemüte zu führen, Deinen Senf eventuell in den Kommentaren mit mir zu teilen und womöglich selbst noch ein paar Perlen der office­flüch­tigen Abendunterhaltung mit mir zu teilen. Von meiner Seite kommt in den nächsten Wochen auf jeden Fall noch ein zweiter Teil. Oder anders gesagt: I´ll be back.

Work smart, not hard.

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3 Kommentare
  • Henry
    Veröffentlicht am 12:08h, 06 Mai Antworten

    Hey, super Liste! Ich muss sagen deine Einleitung spricht mir aus der Seele. Ich habe mich auch oft sehr schlecht gefühlt, da sich für mich das konsu­mieren von Filmen irgendwie immer ineffizent angefühlt hat. Für mich persönlich habe ich es dann so gelöst, dass ich viel mehr Dokumentationen auf Netflix geschaut habe. Hier gibt es teilweise sehr gute Dokus und auch Biografische Filme über Bands und Musiker. Diese könenn auch sehr inspi­rerend und gleich­zeitig unter­haltsam sein.

  • Felix
    Veröffentlicht am 16:00h, 26 August Antworten

    Hey Bastian, erst einmal geht ein riesen Dankeschön an Dich für deinen Blog raus! Ich feier Deine lockere und authen­tische Schreibweise, die mich heute sogar ohne Kaffeekonsum durch das klassische Mittagsloch gebracht hat 😉 Auch wenn ich bei weitem noch nicht alle spannend klingenden Blogbeiträge gelesen habe, möchte ich sagen: Mach bitte weiter so! 🙂

    Kleine Kritik am Rande; zumindest in den neuesten sechs Blogbeiträgen ist mir häufiger der „das/dass“ Rechtschreibfehler aufge­fallen. Hier ein Beispiel, indem sich der Fehler gleich dreimal in zwei Sätzen einge­schlichen hat: „Ich weiß, dass klingt vielleicht etwas pathe­tisch und melodra­ma­tisch. Doch ganz ehrlich: Irgendwas in uns sehnt sich danach, dass zu sein, dass zu tun, was wir auf der Kinoleinwand sehen. “

    Ich will kein Troll sein, jedem passieren hier und da Fehler. Einfach eben kurz korri­gieren und der Lesefluss wird noch besser;-)

    • Bastian
      Veröffentlicht am 19:14h, 26 August Antworten

      Recht hast du. Ist abgeändert. Und danke für die Blumen 🙂

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