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Fluch(t) ins Paradies? Über Mythen, dunkle Seiten und rosaroten Realitäten des ortsun­ab­hän­gigen Arbeitens.

11 Min. Lesezeit

Es kann kein Zufall sein. Während ich mich gerade hinge­setzt habe, um diesen Text zu schreiben, taucht in meiner Spotify-Playlist ein Track auf, mit dem ich just in diesem Moment nicht gerechnet hätte. „Sparks“ von Coldplay.

Keine Sorge, ich möchte jetzt nicht in melan­cho­lische Gefilde abtauchen und wild herum philo­so­phieren. Doch ich denke mir – wie passend. Denn für das, worüber ich jetzt mit dir reden möchte, gibt es wirklich keine bessere Beschreibung als einen „spark“, einen Funken. Und noch vielmehr ist es ein explo­sives Gemisch, aus rosaroten Illusionen und rosaroter Realität. Träumen, die selbst zusam­men­ge­suchter Mindfuck sind – oder tatsächlich gelebt werden. Lernerfahrungen, die einen mehr zu sich selbst bringen – oder in tiefe Abgründe blicken lassen. Taaaaraaaaaaa — Herzlich Willkommen in der Welt des ortsun­ab­hän­gigen Arbeitens!

Weißt du, was mir echt gehörig auf die Glocken geht? Es sind die Klischees, die unter den großen Themen von Ortsunabhängigkeit und digitalem Nomadentum sich durch die Gesellschaft ziehen. Wie die Annahme, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages sei. Es sind Sätze, die irgend­jemand mal gesagt hat und fast alle Menschen als gegeben hinnehmen. Sätze und Klischees, die aus dem fehlenden Kontext gerissen werden und mit denen dann beim Grillabend freudig um sich geschmissen wird. Daher möchte ich heute etwas aufräumen.

Liegen in deiner emotio­nalen Ecken auch Fragen herum wie: „Rennt man als digitaler Nomade nicht nur vor sich selbst weg?“, „Ist das Arbeiten und Leben in einer tropi­schen Region mit viel Sonne echt viel schöner?“ oder „Verliert man nicht das Gefühl von Heimat am anderen Ende der Welt?“.

Ich selbst habe mir diese Fragen mehr als nur einmal gestellt. Und daher kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten, dass es in mir ein gewisses Unbehagen hervorruft, wenn solche Fragen von Menschen beant­wortet werden, die in einer nach Klicks eifernden 9-to-5-Redaktion eines Boulevard Presse Blattes  sitzen. Vielmehr sollten Menschen zu Wort kommen, die wirklich beide Seiten kennen. Die Seite, wo Weltenbummler zu finden sind, die tatsächlich jeden Tag nur 2 Stunden am Rechner arbeiten, danach täglich surfen und Wein am Strand trinken – aber auch jene Seite, die mit einem Excel-Hirn und eisernen Disziplin 12 Stunden am Tag im Co-Working-Office durch­hacken. Eben jene, die am eigenen Leib erfahren wie es ist, wenn man viele Wochen am Stück weg ist und dann wieder zurück in die ursprüng­liche Heimat kommt.

Warum das „Flucht-Argument“ Bullshit ist

 

Vor allem im deutsch­spra­chigen Raum hält sich ein ziemlich massiver Vorwurf gegenüber Menschen, die regel­mäßig woanders ihr Basis-Lager aufschlagen und von hier und dort arbeiten. Es ist der Vorwurf, dass Menschen vor sich selbst flüchten. Die nicht bereit sind Identitäts-, Berufungs- und Beziehungsprobleme für sich zu klären und daher lieber erst einmal für längere Zeit reisen. Ihre Probleme im Gepäck werden mit Sonne, Spaß und neuen Kulturen mutmaßlich kaschiert, so dass diese sich wie von selbst lösen oder zumindest nicht mehr spürbar sind. Ich verstehe diesen Gedanken. Das klingt doch richtig „gut“. Und es gibt der meinungs­for­mu­lie­renden Person einen Touch von Tiefe. Getreu dem Motto „Wir hier in Deutschland wühlen zumindest im Modder unserer Lebensaufgaben und werden damit langfristig viel glück­licher als ihr Hippie-Nomaden da drüben!“. Das Problem, welches ich mit dieser Annahme habe, ist aber folgendes: Ich peile sie nicht. Denn sie ist im Ansatz schon komplett frei von Logik.

Denn natürlich nehmen wir unsere Probleme und Fragen überall hin mit. Doch das tut jeder Mensch, der auf diesem Planeten einen Atemzug nimmt. Wir als Menschen sind an unseren Geist, unsere Sehnsüchte, unsere eigenen Lebensthemen so gekoppelt, wie der Kopf eines Pferdes an dessen eigenen Hals. Doch was hat das nun mit dem Ort zu tun, an dem man sich diesen Lebensthemen stellt? 

Prinzipiell erst mal rein gar nichts. Denn die gleichen Fragen und „Probleme“, die wir aus der Heimat mit ins Ausland nehmen, sind die gleichen, die wir auch vom Ausland mit zurück in unsere Heimat nehmen! Und warum sollten wir diese Fragen bei 30 Grad, Naturidylle und regel­mä­ßigen Massagen schlechter lösen als bei 13 Grad, Regen und deutschem Mittelgroßstadtsfeeling in Hintertupfingen? Dies ist aus logischer Sicht erst einmal völlig absurd. Das Spannende kommt jetzt erst. 

Denn das Ganze würde ja bedeuten, dass wir unsere eigenen Fragen und persön­liche Sinnfindung ohnehin auf die Kette bekommen müssen, um ein Mehr an Erfülltheit zu bekommen. Und an diesem Punkt kommt dem Ort an dem wir dies tun nun doch wieder eine erheb­liche Wichtigkeit bei, oder nicht? Es ist übrigens ein großes Indiz dafür, dass die „Flucht-Debatte“ dann doch gar nicht so Quatsch ist und durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Denn es gibt Orte, an denen das Fragen-beant­worten, dass „zu-sich-kommen“ besser funktio­niert. Und es gibt Orte, an denen es Faktoren gibt, wo diese innere Arbeit stark mit Ablenkungen und Unwesentlichkeiten überdeckt werden kann.

Denn selbst­ver­ständlich – wenn ich mich in Thailand jeden zweiten Tag in einer Strandbar abschieße und mein Laptop nur noch für World of Warcraft aufge­macht wird, ist das nicht zwingend ein guter Ansatz, um mit meiner Persönlichkeit groß weiter zu kommen. Doch tue ich nicht das gleiche, wenn ich in Deutschland einem Job nachgehe, der mir am Arsch vorbei geht, mir abends zur Erholung noch drei Serien bei Novemberwetter reinziehe und am Wochenende die ähnlichen Gespräche mit den gleichen Menschen führe wie seit 10 Jahren?

Denn Butter bei die Fische – ich habe die Erfahrung gemacht, dass insbe­sondere Südostasien ein hervor­ra­gender Ort dafür ist, um sich innerlich gerade zu machen und „weiter“ zu kommen. Denn viele Menschen, die hierher kommen, sind halt nicht so abgelenkt wie in Deutschland. Nehmen sich Zeit für sich in der Natur und sind darauf erpicht, sich mit sich selbst ausein­ander zu setzen, jeden Tag dazuzu­lernen. Besuchen Yoga-und Meditationsretreats, in denen sie wichtige Insights für sich selbst das erste Mal spüren. Arbeiten in einer Umgebung, die tatsächlich nicht so schnell­lebig und westeu­ro­päisch gestresst ist und bekommen dadurch viel mehr Dinge aufs Papier oder in den Rechner.

Deine Selbstdisziplin wird sicht­barer

 

Es gibt sogar noch einen weiteren Punkt, in dem ich ortsun­ab­hän­giges Arbeiten als eine sehr ehrliche und persön­lich­keits­stär­kende Form empfinde. Für manche ist dieser Punkt wirklich Gift und ungeeignet. Für andere ist es wiederrum ein Heilmittel. Denn wenn du an einem anderen Ort der Welt arbeitest, bist du zu 99% Unternehmer oder Freelancer. Ob du nun an Webseiten herum­schraubst oder eine Tauchschule aufmachst. Das bedeutet, du musst in irgend­einer Form ein Business betreiben was Mehrwert bietet. Oder um es ganz deutlich zu sagen: Du musst etwas machen, das bezahlt wird. Du bist halt nicht in einem sozialen Angestelltenkorsett mit 30 Urlaubstagen, 20 Krankentagen, Weihnachten, Ostern und einem Konzern, wo 3 Stunden Fußball gucken während der Arbeit nicht auffällt, einge­bunden. Du musst liefern. Natürlich hast du die Freiheit, deinen Tag weitest­gehend selbst zu struk­tu­rieren, dir deine Auftraggeber auszu­suchen und auch mal bis morgens um fünf zu feiern. Vielleicht hast du einige Rücklagen, mit denen dein Nomaden-Abenteuer erst einmal eher was von Pauschal-All-Inclusive-Urlaub hat. Doch irgendwann musst du liefern. Und das hat wirklich befreiende Folgen.

Du musst dir zum Beispiel darüber Gedanken machen, ob du wirklich hinter deiner Arbeit stehst und ob sie wirklich Mehrwert generiert. Und vor allem – du entwi­ckelst Disziplin. Wir wissen alle, dass reine Willenskraft wie der Stand eines Handyakkus täglich begrenzt ist. Doch du musst eigene Routinen entwi­ckeln, in denen du tatsächlich zielori­en­tiert arbeitest und etwas Bleibendes schaffst.

Ich glaube, ich habe es noch nie so ehrlich ausge­sprochen. 

Doch die wenigsten wissen, dass ich die ersten 3 Jahre wirklich fast jeden Tag von Frühmittags bis Abends und manchmal in die Nacht wie ein Besessener meine Ideen und Konzepte in den Laptop gehämmert und schließlich auch umgesetzt habe. Nix mit am Strand chillen, kaum Freizeitaktivitäten, keine Filme gucken, nur öfters mal ein Glas Rotwein am Abend beim Lesen oder Onlinekurs gucken. Ich habe mir auch nicht die Frage gestellt, ob das Wetter heute so gut ist, dass ich lieber zum Strand gehen sollte oder mal am Pool herum faulenze. Da es in den meisten Regionen in denen ich mich aufhalte eh immer gutes Wetter ist, kommt die Frage auch kaum auf. Und parado­xer­weise ist es für die meisten Menschen im Gegenzug zu Deutschland dann gar keine große Entbehrung mehr, bei 30 Grad im klima­ti­sierten Office zu arbeiten und nicht jeden Tag den Bauch in der Sonne brutzeln zu lassen.

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich möchte hier keines­falls das Paradigma nähren „Du musst dich jeden Tag im Gary Vaynerchuck – Style von morgens bis abends fertig machen“, dafür ist Erfolg zu indivi­duell. Und ich kann es mittler­weile selbst auch viel gelas­sener angehen, da ich mir ein tolles Team aufgebaut habe, dass mich in verschie­denen Bereichen unter­stützt. Je nach Art deiner Branche braucht es eventuell viel weniger Zeit und nur ein cleveres Konzept. Doch da Officeflucht nicht nur ein Unternehmen, sondern zu allererst eine Personal Brand ist, hat es zu den Anfängen einfach diesen immensen Arbeitsaufwand gebraucht, um eine Community aufzu­bauen. Ich will damit nicht angeben oder Träume einreißen. Doch ich möchte dir sagen, ich kenne eine Menge Leute, die so locker leicht mit Gin-Tonic an der Strandtheke stehen, weil sie eben jede Woche richtig reinhauen. Und dies ist ein Segen den ich dem ortsun­ab­hän­gigen Reisen sehr hoch auf die Fahne schreibe: Du lernst Selbstdisziplin. Du lernst, zu „leiden“. Doch am Ende lernst du dich selbst besser kennen und findest mehr und mehr Wege dich zu befreien.

The goddamn grass is always greener on the other fu***** side

 

Weißt du was? Meine Erfahrung der letzten Jahre ist, die Menschen die mit ortsun­ab­hän­gigem Arbeiten und digitalem Nomadentum zu tun hatten, haben gar keine ortsbe­dingten Probleme. Die manchmal etwas doofen Gefühle haben eine ganz andere Ursache: Erwartungen. 

Wenn du ein Mensch bist, dann kennst du das selbst. Wir haben Erwartungen an unsere Businessvision. An unser Beziehungsleben. An unseren Lifestyle. Und wir sind nunmal dann am zufrie­densten, wenn die Realität unseren Erwartungen entspricht. Wir gleichen permanent ab, ob wir gerade das erleben, was wir uns vorge­stellt haben. Und natürlich kann das nicht klappen. Denn irgend­etwas gibt es immer, was besser funktio­nieren könnte.

The grass is always greener on the other side.

Der Mensch, den man liebt, könnte diese eine Eigenschaft bitte ablegen. Man könnte noch viel mehr Geld auf dem Konto haben. Und man könnte doch noch so viel mehr von seinen Kunden oder Publikum gesehen werden. Und natürlich werden diese Mangelgedanken durch Instagram und Facebook noch weiter angeheizt. Denn das was man sieht, ist das Schöne. Das Glücklichsein. Der Erfolg. Der Spaß. Die guten Lebensentscheidungen werden geteilt. Nicht die kriti­schen.

Ich sage dir ganz lieb gemeint – find dich damit ab. Ich sage nicht, finde dich mit deinen Ambitionen und Wünschen ab. Nein, finde dich damit ab, dass es nie so perfekt sein wird, wie du glaubst. Denn dann wird das Arbeiten, Leben und Menschen treffen auch wieder entspannter. Es gibt Raum für Überraschungen, für nie möglich gehaltene Wendungen. Und die sind manchmal dann sogar noch etwas cooler, als die festge­fah­renen Erwartungen im Vorfeld.

Doch, Stopp! Wenn du dich jetzt fragst: „Bastian, es ist also egal, wo ich ab sofort lebe und arbeite?“, dann kann ich dir ganz klar sagen — Nein, ist es nicht!

Pinguin in der Wüste oder Pinguin am Südpol?

 

Ich glaube es gibt, verein­facht gesprochen, drei Arten von Menschen. Alle drei sind Pinguine. Die einen leben in der Wüste, die anderen am Südpol, die anderen irgendwo dazwi­schen. Ich möchte es mal ganz klar sagen: Es ist verdammt wichtig, wo wir arbeiten und leben. Doch dies ist es ganz unabhängig von irgend­einem Nomaden-Konzept. Es ist deswegen so wichtig, weil die Umgebung in der wir leben, uns natürlich stärken und ausdrücken kann oder uns schwächt und einengt. Ich selbst fühle mich in Deutschland mittler­weile zum Beispiel wie ein falsches Puzzlestück im Karton und brauche eine Umgebung, die besser zu mir und meinen Bedürfnissen passt.

Ich liebe Chiang Mai. Die Natur, das Netzwerk an Leuten, die Ruhe um produktiv zu arbeiten. Roller fahren. Am Puls von offenen Menschen mit offenen Ideen zu leben. Deshalb habe ich es zu meiner primären Homebase gemacht. Das ich dort in einem großen Haus mit eigenem Pool und Garten so viel an Miete zahle wie in einem WG Zimmer in Hamburg oder München tut sein übriges.

Ich mag es aber auch umher zu reisen. Auch nach Deutschland, wenn ich bei Konferenzen sprechen darf. Oder selbst mein eher recht geringes Gefühl von „Heimat“ für ein paar Wochen dann doch wieder in NRW zu kulti­vieren. Doch ich kenne auch Menschen, wo das anders ist. Die eine Bühne vor Ort brauchen, ihrer Arbeit gerne in deutscher Sprache nachgehen. Oder selbst Menschen, die es echt mögen, einem geregelten 9-to-5 Job mit einem gewissen sozialen Netz nachzu­gehen. 

Wenn du mich nach Rat fragen würdest, würde ich dir diesen geben: Achte nicht darauf, ob du nun reisen möchtest, ortsun­ab­hängig arbeiten oder einer digitalen Nomaden-Bewegung angehören möchtest. Achte darauf, welche Umgebung dir gut tut. Ich habe letztens den Satz gelesen:

Die Qualität meines Lebens lässt sich nur daran messen, wie ich mich fühle.“

Dieser Satz ist bei mir hängen geblieben und hat mich zum Nachdenken gebracht. Denn oft habe ich mein Leben bzw. meine Zufriedenheit von äußeren Umständen abhängig gemacht. Was ich erreiche, was andere über mich denken, was ich glaube zu können. Und dabei völlig ignoriert, wie es mir damit geht. Statt ständig unseren Zielen hinterher zu rennen, sollten wir viel häufiger Momentaufnahmen machen und uns fragen, ob wir wirklich gerne unser Leben so leben wie wir es tun. Denn eines ist eh klar…

Sowohl-als-auch anstatt Entweder-oder

 

Wir sind alle digitale Nomaden. Wir alle arbeiten an selbst­ge­wählten Orten. Das ist auch der Grund, warum ich Identifikationen mit solchen Begriffen gern vermeide. Selbst wenn du angestellt bist und in einem Großraumbüro arbeitest, bist du digitaler Nomade. Nicht im gemeinen, aber im eigenen Sinne. Denn du hast dich dazu entschieden, deine ortsun­ab­hängige, freie Arbeitskraft einem exklu­siven Auftraggeber an einem bestimmten Ort zur Verfügung zu stellen. Wenn du als Freelancer Texte schreibst, ist es genau die gleiche ortsun­ab­hängige Sache, wie wenn du dies in deinem Bett, im Café nebenan im Prenzlauer Berg oder mitten in Australien machst. Die Arbeit an sich ist die gleiche. Du hast den Arbeitgeber und damit den Ort selbst gewählt. Deswegen möchte ich dich nur fragen:

  • Fühlst du dich richtig wo du gerade bist?
  • Hast du das Gefühl, dass du dich und dein Ding, dort wo du bist, verwirk­lichen kannst?
  • Und falls nicht, welche Bedingungen, welches Umfeld, welche Umstände würde es dafür noch brauchen?

Oft ist es nicht viel. Manchmal muss es tatsächlich ganz woanders sein. Und manchmal reicht es schon, wenn wir dieses „woanders“ dahin holen, wo wir jetzt schon sind. Ich wüsche dir, dass du deinen persön­lichen Südpol findest.

Work smart, not hard.

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4 Kommentare
  • Martin
    Veröffentlicht am 19:34h, 22 August Antworten

    Die Qualität meines Lebens lässt sich nur daran messen, wie ich mich fühle.

    Habe ich noch nie gehört aber wenn ich diesen Satz mehrmals im Kopf durchgehe gibt es jedesmal mehr Sinn.

    Super Artikel! Danke.

    • Bastian
      Veröffentlicht am 19:37h, 22 August Antworten

      Vielen dank Martin!

  • Janina
    Veröffentlicht am 21:32h, 22 August Antworten

    Du triffst den Nagel auf den Kopf und sprichst genau die Punkte an, die mir in den letzten Wochen im Kopf rumge­schwirrt sind. Es hat gut getan, deine Gedanken zu lesen und einen etwas neuen Blickwinkel eröffnet.

  • Julian
    Veröffentlicht am 18:05h, 02 Oktober Antworten

    Ich finde die Kritik an digitalen Nomaden auch überzogen. Die Kombination aus niedrigen Lebenshaltungskosten und hoher Lebensqualität wie in Chiang Mai, Ubud oder Medellín gibt es in Deutschland einfach nicht. Darüber hinaus herrscht in diesen Städten Aufbruchstimmung und alles ist im Wandel. Das zieht motivierte Menschen aus der ganzen Welt an, die etwas bewegen wollen. Ich habe noch nicht so viele inter­es­sante Menschen in einem so kurzen Zeitraum getroffen wie in Medellín. Die perfekten Rahmenbedingungen, um als Unternehmer durch­zu­starten.

    Deshalb kann ich jedem nur empfehlen, dass Leben als digitaler Nomade einfach mal für ein paar Monate auszu­pro­bieren und sich selber ein Bild zu machen. Die Kosten sind überschaubar und egal wie das Experiment ausgeht, ist es eine berei­chernde Erfahrung.

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