Beitragsbilder Vorteile Geo Abitrage

Gefühlt reich durch Geo-Arbitrage

8 Min. Lesezeit 

Hast du auch schon mal gedacht, dass das Leben verdammt teuer ist? Wenn du in der westlichen Welt lebst, dann ist es das wohl auch. Aber „teuer“ ist auch ziemlich relativ. Genauso wie Einkommen relativ ist. Es kommt immer darauf an, was man für sein Geld bekommt.

Während ich in Wuppertal (ja, hier wohnte ich bis zu meiner Abmeldung aus Deutschland 2016) viel schönen Wohnraum für wenig Geld bekomme, ist das im nur 30 Kilometer entfernten Düsseldorf schon nicht mehr ganz der Fall. Verdient man zum Beispiel 2.000€ im Monat, kann man in vielen Ländern Asiens wie die Made im Speck leben – in Manhattan hingegen gehört man damit maximal zur Unterschicht.

Natürlich ist der übliche Verdienst in Asien auch nicht so hoch wie in den USA oder Deutschland, oder gar irgend­einem westlichen Land. Es sei denn man verdient sein Geld online in einer westlichen Währung und kann auf diese Weise von den geogra­fi­schen Währungsunterschieden profi­tieren. Ein leckeres Thai-Gericht für 2€? Eine 1-stündige Massage für 5€? Ein Cocktail für 1,50€?

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Shut up and take my money

Geo-Abitrage

 

Geo-Arbitrage ist das Zauberwort. Die simpelste Definition des Wortes Geo-Arbitrage ist, sich die Unterschiede in Sachen Lebenshaltungskosten zwischen geogra­fi­schen Lokalitäten zunutze zu machen.

I don’t want to be a millionaire.
I just want to live like one.
Tim Ferriss

Das erste Mal hab ich von diesem Konzept (wie soll es anders sein) in Tim Ferriss’ 4-Stunden Woche gelesen, der von „relativem Einkommen“ sprach. Wir alle haben schon Geo-Arbitrage prakti­ziert – bewusst oder unbewusst. Sicher bist du auch schon mehrfach umgezogen, oder pendelst eventuell zur Arbeit, weil anderswo die Miete günstiger ist. Das ist im Prinzip nichts anderes.

Das Ziel ist hierbei, dass man durch einen Ortswechsel an schönen Orten mit gerin­geren Lebenshaltungskosten sein relatives Einkommen und somit auch die eigene Lebensqualität steigert. Vor 2 Wochen war ich in Morro de Sao Paolo, Brasilien und bewohnte für umgerechnet etwa 20€ am Tag ein Zimmer mit direktem Blick auf’s Meer. Frühstück, WiFi, Meeresrauschen und die aller­schönste Büroaussicht inklusive. In Deutschland hingegen kostet mich sogar eine Nacht im Ibis Hotel an irgend­einem Hauptbahnhof mindestens 69€. Ohne Internet. Und ohne Frühstück…

Man muss lediglich die Vorteile einer globa­li­sierten Welt so gut wie möglich ausnutzen.

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Das ist natürlich meinem ortsun­ab­hän­gigen Einkommen zu verdanken. Ich verdiene mein Geld in Deutschland in Euro und kann so enorm von dieser relativ starken Währung anderswo profi­tieren, wo man weit mehr für sein Geld bekommt. Alles was dafür notwendig ist, ist eine Internetverbindung und natürlich ein Geschäftsmodell, dass sich über’s Internet abwickeln lässt.

Fun things happen when you earn dollars, live on pesos, and compensate in rupees, but that’s just the beginning.
AJ Jacobs.

In vielen Ländern in Asien ist dieser Unterschied in Sachen Lebensqualität noch viel krasser, als in Brasilien. Brasilien ist wohl das teuerste Land in Lateinamerika und dennoch sehr günstig, wenn man nicht in Rio den ganzen Tag an der Copacabana Hummer futtert. Aber während man in Deutschland für 6€ kaum noch ein McMenü bekommt oder ein Frappaccino 5,50€ kostet, bekommt man für das gleiche Geld in vielen exoti­schen Ländern der Welt ein 3-Gänge Menü mit Wein. In Asien, Lateinamerika und Afrika gibt es an manchen Orten eine unglaublich hohe Lebensqualität, relativ zum Preis den man dafür zahlen muss.

Aber der Begriff Geo-Arbitrage findet sich auch in der inter­na­tio­nalen Geschäftswelt wieder. So wie viele Großkonzerne auslän­dische Niederlassungen, Werke und Angestellte haben, kannst du genauso Arbeiten auslagern. Mercedes, Nike, Apple, Sony… you name it.

T-Shirt Designs macht z.B. ein Designer in Indonesien, mit dem ich regel­mäßig arbeite. Meine Website Geschwindigkeit hat jemand in Singapur für $5 für mich nach oben geschraubt. Arbeiten auszu­lagern ist ein klassi­sches Beispiel für Geo-Arbitrage und lässt Firmen so günstiger Güter produ­zieren und Gewinne maximieren. Meine Private Label Produkte die ich via FBA auf Amazon verkaufe beziehe ich ebenso haupt­sächlich aus China. Und dieser Ansatz lässt sich in allen Lebensbereichen anwenden.

Sogenannte Concierge-Services kümmern sich heute für ihre Kunden in Übersee um alles Mögliche. Du bist zu faul selber nach einem Flug zu recher­chieren? Du möchtest Blumen an deine Freundin versenden, oder einen Babysitter arran­gieren? Done! Ausländische Dienstleister wie Your Man In India nehmen einem all die zeitin­ten­siven, ungeliebten Aufgaben für kleines Geld ab. Leider wird dort nur in Englisch kommu­ni­ziert, aber inter­na­tionale Aufgaben, die sich in Englisch erledigen lassen, sind so kein Problem. Brickwork ist ebenfalls ein sehr bekannter, renom­mierter Dienstleister, der bereits 2008 von Thomas L. Friedman in seinem Buch „Die Welt ist flach“ empfohlen wurde (Lesetipp). Es gibt natürlich auch deutsch­spra­chige Pendants wie Strandschicht.

All die Dinge auf die man selbst keine Lust hat, oder die andere einfach besser und schneller erledigen können, kannst du mit wenigen Mausklicks heute ans andere Ende der Welt befördern. Und dank des Zeitunterschiedes zu entspre­chenden Ländern, sind die Arbeiten oft schon erledigt, wenn du aufwachst.

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Was macht Geo-Abitrage so attraktiv für dich?

 

Natürlich – das Motiv ist finan­zi­eller Natur, aber es kommt auch drauf an, was du aus den gewonnen Moneten machst. Es muss nicht jeder reisen um Geo-Arbitrage auszu­leben. Auch als normaler Bürger in Deutschland lässt sich so einiges an Zeit frei schaufeln, Geld sparen und sogar machen. Diese Geschichte ist auch ein amüsantes Beispiel dafür, was durch Geo-Arbitrage so alles möglich ist.

Gibt es einen Teil in dir, der nichts anderes will, als den betäu­benden 9-5 Job an den Nagel zu hängen? Einen Teil, der von der Freiheit träumt, seinen Arbeitstag selbst so zu gestalten, wie es einem passt? Geo-Arbitrage ist so attraktiv, weil es einem genau das erlaubt, diese Freiheit möglich macht und man mit dem Geld das einem sonst vielleicht keine großen Sprünge erlaubt, viel weiter kommt.

Nicht jeder hat den Mindset eines digitalen Nomaden und die meisten Menschen müssen erst von der Existenz dieser Möglichkeit erfahren, bevor sie sie leben können. Es gibt bestimmt Millionen Menschen, die ortsun­ab­hängig arbeiten könnten, wenn sie nur kleinste Twitches vornehmen würden. Aber das Bewusstsein, dass das überhaupt möglich ist fehlt.

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Regelmäßig fragen mich Bekannte  „Wie kannst du dir leisten soviel zu reisen?“, dabei ist das Reisen gar nicht so teuer, wie hier zu bleiben. Im Vergleich zu beispiels­weise Brasilien (ausser Rio) gibst du in Deutschland mindestens das Doppelte aus. Könntest du es dir immer noch nicht leisten, wenn deine monat­lichen Kosten halbiert wären? Genau DAS ist Geo-Arbitrage!

Vielleicht bedarf es auch nur einem Mindset-Wandel von „Wieviel Geld steckt in meiner Lohntüte?“ zu „Wieviel Geld brauche ich zum leben?“. Jetzt packst du noch eine neue, günstigere Location in diese Rechnung und dein Leben kann schon ganz anders aussehen.

Die #1 Location für frische Online Worker und Start Ups ist wohl Südost-Asien. Es gibt nicht viele Regionen auf der Welt, die so schön, exotisch und günstig sind und für so wenig Geld eine so hohe Lebensqualität bieten. So findet man dort viele Leute, die grade zu Beginn, wenn noch hart gespart werden muss, sich in eben diese günstigen Länder verfrachten, da sie dort auch gleich­zeitig länger mit weniger Geld auskommen können, als in Deutschland oder anderen westlichen Ländern. Das nimmt einem etwas den Druck und finan­zielle Sorgen.

Was solltest du bei einer neuen Destinastion beachten?

 

Nicht alle Destinationen sind gleich beschaffen. Natürlich nicht. Deine Euros werden in manchen Orten länger währen, als in anderen.

Das hängt zum einen mit Umtauschraten von Währungen zusammen, als manchmal auch damit, dass gewisse Dinge in manchen Ländern einfach spott­billig sind. Ich war zum Beispiel zwei Mal in Venezuela. Dort kostete der Liter Benzin umgerechnet knapp 3 Cent. Aktuell haben sie auch mit einer krassen Inflation zu kämpfen, was es rein geldwert­tech­nisch ziemlich attraktiv macht, dorthin zu reisen. Ist aller­dings auch nicht das ungefähr­lichste Land. Hier aber mal ein ziemlich cooler Artikel zur Geo-Arbitrage in Venezuela.

Was sind die besten Destinationen?

 

Die wohl beste Seite um Destinationen gegen­ein­ander abzuwiegen ist Nomadlist. Hier kannst du allerlei Kategorien bekannter und weniger bekannter Nomaden Hotspots vergleichen, die von Bedeutung sind. Lebenskosten, Internet Speed, Unterkunftskosten, Sicherheit, Nightlife, etc. Die Kosten sind aller­dings immer etwas höher angesetzt, als es tatsächlich der Fall ist. Grade bei Wohnkosten wird hier eher von netten Appartements als von Hostels ausge­gangen, was klar sein sollte.

nomadlist

Wie schon erwähnt, sind die wohl reizvollsten, günstigsten und sichersten Länder in Asien. Aber man muss auch erkennen – und das ist gut so – dass sich viele andere Teile der Welt rasend entwi­ckeln und es dort auch viel Neues zu entdecken gibt. Grade in aufstre­benden Ländern bieten sich nicht nur günstige Lebens- sondern auch Business- und Investmentmöglichkeiten.

Ich hoffe sehr, dass dieser Artikel dein Interesse geweckt und dir Anreize gegeben hat, in Betracht zu ziehen in naher Zukunft selbst von Geo-Arbitrage zu profi­tieren. Erzähl mir davon. Ich freue mich deine Geschichte zu hören.

Work smart, not hard.

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17 Kommentare
  • Antje
    Veröffentlicht am 22:34h, 20 Dezember Antworten

    Ich habe schon einiges über dieses spannende Thema gelesen auch dein Artikel enthielt noch ein paar neue Infos für mich. Danke dafür.

    PS: Ich mag deinen Schreibstil 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht am 11:08h, 21 Dezember Antworten

      Dank dir Antje. Take Action 😉

  • Sebastian
    Veröffentlicht am 11:09h, 23 Dezember Antworten

    Lieber Bastian,

    ich finde den Lebensstil digitaler Nomade zu sein sehr reizvoll. Ich selbst habe 4 Hunde mit denen Reisen sehr schwierig ist. Aber vielleicht schaffe ichnaher zukunft immer ein paar Monate im Ausland zu sein, 

    Liebe Grüße

  • Katharina
    Veröffentlicht am 09:10h, 28 Dezember Antworten

    … mal wieder ein spannender und hilfreicher Artikel. Habe mir schon mal die Nomad Cruise vorgemerkt 😉
    Liebe Grüße
    Katharina

    • Bastian
      Veröffentlicht am 04:58h, 30 Dezember Antworten

      Danke Katharina. Hab auch gestern den Flug nach Kolumbien gebucht und bin nun sicher im Mai dabei. Würde mich freuen dich dort zu sehen 🙂

  • Eberhard
    Veröffentlicht am 20:41h, 28 Dezember Antworten

    Lieber Bastian,

    Deine Beiträge sind nach Form und Inhalt jedesmal Balsam pur für noch in Deutschland lebende Seelen wie mich. Und gleich­zeitig rütteln und schütteln mich Deine Schilderungen immer wieder wach, meinen noch jungen Weg zunächst zum E-Commercler und dann zum echten digitalen Nomaden weiter zu beschreiten. Für Dein mitge­teiltes Know How kann ich mich nur immer wieder herzlichst bedanken.

    Herzlichen Gruß aus dem Frankenland
    Eberhard

    • Bastian
      Veröffentlicht am 05:03h, 30 Dezember Antworten

      Eberhard! Dank dir mein Lieber. Solche Kommentare sind wiederum Balsam für MEINE Seele 🙂
      Bleib dran und halt mich auf dem Laufenden. Guten Rutsch!

  • Yannic
    Veröffentlicht am 01:26h, 03 Januar Antworten

    Gäbe es einen „Gefällt-mir“-Button, hätte ich ihn für diesen Artikel gedrückt. In diesem Falle dann dieser kleine Kommentar! Inspirierender Artikel 🙂

    • Bastian
      Veröffentlicht am 09:55h, 03 Januar Antworten

      Danke Mann 🙂 Über Teilen freue ich mich auch, so ist das nicht 😉

  • Dirk
    Veröffentlicht am 22:59h, 03 Januar Antworten

    Guter Artikel. Habe wieder was gelernt. Ich kannte das Wort Geo-Arbitrage noch nicht und nomadlist habe ich mir auch direkt mal gespei­chert. Welches Land in Südost-Asien würdest du empfehlen für einen längeren Aufenthalt?

    • Bastian
      Veröffentlicht am 00:28h, 05 Januar Antworten

      Hey Dirk,
      in Asien bin ich bisher selbst nur auf Bali gewesen, wo es mir wirklich sehr gut gefallen hat. Der absolute Hotspot für digitale Nomaden ist aller­dings Chiang Mai in Thailand. Dort kannst du wirklich für um die 500€ – 600€ monatlich gut leben.

      Beste Grüße

  • Michael
    Veröffentlicht am 11:27h, 04 Januar Antworten

    Hallo Bastian,

    gestern hatte ich schon versucht, einen längeren Kommentar abzuschicken, als mein Ipad signa­li­sierte, der Akku sei leer. Scheinbar ist er im Nirwana verschwunden.
    Daher hier mein zweiter Versuch, Lob für Dein Blog auszusprechen.
    Du hast Dir m.E. vernünftige Gedanken gemacht, wie man auf Amazon erfolg­reich sein kann.
    Allerdings sind Deine Erfahrungen in und mit der Selbständigkeit noch recht jung und man sollte sich auch Gedanken machen über die Hintergründe bei Amazon-Marketplace.
    Man ist als teineh­mender Händler in der Rolle des Lückenbüßers, denn alles was sich schnell dreht und hohe Margen verspricht, macht Amazon selbst.
    Auch Deine asiati­schen Freunde machen ‚Langnasen‘ nicht immer den besten Preis und können schon morgen Dein Mitbewerber auf Amazon sein. Die sparen bei Artikrln unter 22 Euro auch schnell die MwSt. und sind somit besonders konkurrenzfähig.
    Du hast aus meiner Sicht aber auch Recht, wenn Du darauf verweist, dass es etliche Marktteilnehmer dort gibt, die ihre Potentiale nicht ausnutzen und schlecht präsen­tieren. Darin liegt die generelle Chance, besser, schneller und eloquenter dort zu verkaufen. Amazon guckt aber jedem Marktteilnehmer über die Schulter und wird dafür sorgen, dass die Gewinne nicht ins uferlose steigen.

    Was Du auf Officeflucht beschreibst, habe ich in den letzten 4 Jahren prakti­ziert, da ich mich aus der eigenen Firma weg ratio­na­li­siert habe und mein Office von der Buchhaltung übernommen wurde.
    Die Freihheit, von jedem Ort der Erde sein Business betreiben zu können ist schon etwas beson­deres, wobei man mit vier Kindern und zwei Haustieren doch gewissen Verantwortungen unter­liegt. Mein Wohnmobil habe ich auch gerne als ‚Rolling Office‘ bezeichnet.
    Trotzdem habe ich nun seit 1.1. 2016 zusätz­liche neue Büroräume gemietet, so dass ich nun quasi drei Büros habe. (die teile ich zwar mit einem neuen Mitarbeiter, habe aber nun die Möglichkeit, ihn jeweils in das freie Büro zu schicken)
    Warum das?
    Freiheit verleitet (zumindest mich) dazu unstruk­tu­rierter zu agieren. Das hat halt Vor-und Nachteile.
    Wenn ich eine Jahresplanung oder Einkaufspläne mache, muss ich möglichst ohne Störung arbeiten können.
    Da sind auch Abstimmungen mit Mitarbeitern oft wichtig und notwendig. Klar kann man das auch mit Skype machen, aber eine räumliche Präsenz hat auch Vorteile im zwischen­mensch­lichen Bereich.

    Bei mir hat das Pendel also zurück geschlagen und ich sehne mich scheinbar momentan nach Struktur.
    Das liegt aber auch daran, dass ich momentan neue Projekte anschieben möchte und muss und dabei geht es in der Yregel darum, neue Strukturen zu schaffen.

    Kleiner Tipp an einen erfolg­reichen Neuunternehmer.
    Nach einer gewissen Zeit kommen Genossenschaften, Behörden, Ämter und wollen alle Dein Bestes => GELD
    Da ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit den entspre­chenden Pflichten zu beschäf­tigen und die Liquidität im Auge zu behalten. Besonders wenn man wächst und irgendwann mal den Übergang zu Bilanzierung vollziehen muss,, dann können Gründer echte Probleme bekommen.
    Einen Steuerberater frühzeitig zu konsul­tieren kann sinnvoll sein, um auch die richtigen Belege zu verwahren.
    Deine Reisen könnten ja durchaus beruflich bedingt sein, denn neue Märkte müssen sondiert werden und Lieferanten gefunden werden.
    Viel Erfolg!

    • Bastian
      Veröffentlicht am 00:26h, 05 Januar Antworten

      Hey Micha,
      danke für deinen ausführ­lichen Kommentar! Der erste ist auch nicht verschwunden, aber ich muss die Kommentare manuell freischalten, da sonst auch trotz Filter mal der ein oder andere Spam Kommentar durch­kommt. Erstmal danke für das Lob.
      Natürlich sind mir die „Risiken“ des Verkaufens auf Amazon durchaus bewusst. Ich möchte auch nicht dazu animieren, sich nur auf Amazon zu beschränken. In der freien Marktwirtschaft darf natürlich jeder mitspielen, der sich an die Spielregeln hält. Egal ob dein Nachbar von nebenan oder ein chine­si­scher Händler. Allerdings denke ich, dass wenn man jetzt ins FBA Modell einsteigt, auf jeden Fall noch einige lukrative Jahre vor sich hat. Mein persön­liches Ziel ist einfach solange es geht die Kuh zu melken um dann mit dem Verdienten andere Investitionen verschie­denster Natur zu tätigen.

      Das verschiedene Institutionen Geld von einem haben wollen ist klar. Aber als Einzelunternehmer hält sich das bisher in Grenzen. Aktuell lasse ich alles von einem Steuerberater machen. Ich weiß auch noch nicht, ob ich über 2016 hinaus mein Business und meinen Wohnsitz hier behalten möchte, da ich persönlich andernorts auch sehr gut arbeiten kann. Es ist dabei nur wichtig, eben auch länger an Orten zu bleiben, um seine Routinen zu manifes­tieren. Wenn man ständig auf Achse ist geht das nicht, da hast du absolut Recht! 

      Ich hoffe dein Pendel pendelt sich zu deinen Wünschen ein. Auf ein erfolg­reiches 2016 🙂

    • Chris
      Veröffentlicht am 12:28h, 24 Januar Antworten

      Hallo Michael,
      Ich habe gelesen, das du mit Kindern und Wohnmobil unterwegs bist. Mich als Elternteil einer Familie mit recht jungen Kindern würde mich inter­es­sieren wie du/ihr das geschafft habt. Ich bzw. unsere Familie spielt ernsthaft mit dem Gedanken als (digitale) Nomaden eine Zeit lang zu reisen. Allerdings mehr im europäi­schen Raum.
      Ich hoffe du liest das noch und antwortest hier. Danke im vorraus!

  • Michael
    Veröffentlicht am 01:45h, 05 Januar Antworten

    Oh, wenn der erste Kommentar auch überlebt hat, dann waren einige Gedanken doppelt formu­liert. Sorry.

    Ob Du Einzelunternehmer bist oder Kapitalgesellschaft spielt bei meiner Betrachtung im Hinblick auf Institutionen, die Dein Geld möchten eigentlich keine Rolle.
    Bei der Umsatzsteuer ist der Standort der Leistungserbringung z.B. relevant. Es kann Dir beispiels­weise passieren, dass Deine FBA-Artikel nicht von Deutschland aus verschickt werden, sondern von Polen oder der Tschechei. Das macht die Umsatzsteuer kompli­zierter. Das deutsche Finanzamt hat Zugriff auf alle Amazon-Deals in Deutschland.
    Da spielt es eigentlich nicht die entschei­dende Rolle, von wo Du arbeitest, sonder wo Du die Leistung erbracht hast.
    Anders verhält es sich bei der Einkommensteuer, wo der Wohnort eine wichtige Rolle spielt. Das kann vorteilhaft sein, wenn man im passenden Land den überwie­genden Teil des Jahres verbracht hat, aber auch zu einer Doppelbesteuerung führen, wenn man sich in den falschen Ländern aufhält.
    Ich kann es Dir ja nur aus eigener Erfahrung schildern, das bei Erfolg plötzlich erheb­liche Nachzahlungen an Gewerbesteuer und Einkommensteuer fällig werden ( gekoppelt mit Vorauszahlungen) und andere Behörden dann ebenfalls prozentual nachfordern.
    Oft macht man in der Anfangs-Euphorie des Erfolges den Fehler gleich wieder alles Geld in Wachstum zu inves­tieren und ‚plötzlich‘ braucht man liquide Mittel.
    Ob Du Dich Steuerforderungen durch unter­schied­liche Standorte entziehen kannst, scheint mir in der vernetzen Welt recht schwierig. Daher solltest Du solche (blöden steuer­lichen) Gedanken lieber in Deine (Lebens)Planung mit einbeziehen.

    Aber vielleicht hast Du das ja alles viel besser auf dem Schirm, als ich damals.
    In dem Sinne: Viel Erfolg!

  • Staatenlos
    Veröffentlicht am 01:15h, 07 Januar Antworten

    Die Geo-Arbitrage hat mir damals die Augen geöffnet. Im besten Restaurant der bolivia­ni­schen Hauptstadt Sucre saß ich im April 2013, vor mir ein saftiges Chateaubriand-Rinderfilet samt reich­hal­tiger frischer Gemüsebeilage und exqui­sitem Wein aus dem benach­barten Argentinien. Ein Essen, für das man in Deutschland seine 50€ springen lassen muss.

    Bezahlt habe ich dort 7€. Und danach fing mein Kopf an sich zu fragen, wie man so etwas ständig erreichen könnte. Jetzt bin ich dort, lebe aber wieder in Westeuropa. Ab März gehts nach Osteuropa und Zentralasien – da freue ich mich mal wieder auf ein Geo-Arbitrage-Steak 😉

    Eine inter­es­sante Erfahrung, die ich persönlich damit gemacht habe ist, dass man in teuren Ländern deutlich sparsamer lebt, insbe­sondere was Restaurantbesuche angeht. Dann doch lieber 20mal im Monat ein Steak in Bolivien essen als alle 2 Sonntage in Westeuropa 😉

    • Bastian
      Veröffentlicht am 14:14h, 10 Januar Antworten

      Preach young brother!! 😀
      Da bin ich mal wieder ganz bei dir.

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