Label-Salat – Nutzen & Notwendigkeit von Gütesiegeln

18 Min. Lesezeit

TÜV, RAL, CE, GS – die Aneinanderreihung von Gütesiegeln könnte eine (weniger rhyth­mische) Variante des Fanta-Vier-Songs “MfG” ergeben. Und beide hinter­lassen ein ähnliches Gefühl: Man verliert in der Begriffs-Masse schon mal den Überblick.

Den verschaffen wir uns jetzt. Im ersten Teil dieses Artikels lernen wir, was es mit Gütesiegeln so auf sich hat. Später gehen wir auf die angeschnit­tenen Themen konkreter ein.

Wie, wo, was, Gütesiegel

 

Gütesiegel kleben als Sticker auf Produkten, sind in das Design von Verpackungen integriert, springen uns beim Onlinekauf durch den Bildschirm an oder haften an Urkunden. In jedem Fall handelt es sich um eine grafische oder schrift­liche Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen. Die dem Verbraucher signa­li­siert: Hier erhalte ich eine bestimmte Form von Qualität.

Es gibt unzählige Label. Allein in Deutschland ist die Rede von über 1.000 Gütesiegeln. Sie stehen dafür, dass beispiels­weise in der Produktion nachhaltige, gesund­heit­liche, sicher­heits­tech­nische oder ökono­mische Eigenschaften einge­halten werden – in manchen Fällen auch bestimmte Sicherheitsanforderungen oder Umwelteigenschaften.

Schließt sich die Frage an, wer sich das Biosiegel auf den Apfel kleben darf. Das bestimmen, je nach Bereich, verschiedene Institutionen oder externe Prüfstellen. Die schicken einen Erstprüfer vorbei, danach gibt es eine regel­mäßige Eigen- und Fremdüberwachung, ob man die Richtlinien auch einhält, für die das Siegel steht.

Gütesiegel sind außerdem in Kategorien aufge­teilt. Hier eine kleine Auswahl:

  • Arbeitswelt und Büro
  • Bauen und Wohnen
  • Bekleidung und Schuhe
  • Betriebsabläufe
  • Energie und Strom
  • Essen und Trinken
  • Gesundheit
  • Haus- und Elektrogeräte
  • Internet und IT
  • Kosmetik
  • Sanitär
  • Natur und Garten
  • Sport und Spiel
  • Tourismus und Mobilität

Güte-Begriffe

 

Im Sprachgebrauch werden dir Gütesiegel in Form von verschie­denen Begriffen begegnen: Qualitätssiegel, Gütezeichen, Label – oder daraus wachsende Wortneuschöpfungen. Kein neues Geschöpf, aber etwas verwirrend, ist im Kontext unseres Themas dieser Begriff hier: das „Prüfzeichen“.

Zwischen Gütesiegel und Prüfzeichen verschwimmen die Grenzen nämlich ein wenig. Wikipedia hat mir das so erklärt:

Die sprach­liche Unterscheidung zum Prüfzeichen oder auch Prüfsiegel ist nicht festgelegt, eine Abgrenzungsmöglichkeit ergibt sich daraus, dass Güte- oder Qualitätszeichen eine besondere Gebrauchsqualität oder Komfort reprä­sen­tieren sollen, während Prüfzeichen eher auf die geprüfte Einhaltung von sicher­heits­re­le­vanten Eigenschaften hinweisen. Teilweise ergeben sich auch Überschneidungen beider Zielrichtungen.”

So ganz ausein­ander halten können wir die beiden also nicht. Vielleicht hilft es, wenn wir uns merken: Gütesiegel stehen für eine definierte Qualität, die zum Beispiel ein Bioapfel erfüllt. Bei Prüfzeichen kommt es dagegen auf einge­haltene Sicherheitsaspekte an, die unter anderem bei techni­schen Geräten wichtig sind. Beides, Qualität und Sicherheit, sollte im Interesse von Verbrauchern und Herstellern liegen, weswegen wir hier im Gemeinschaftstopf der Güte- und Prüfzeichen rühren werden.

Leider haben wir damit noch nicht zu Ende begriffs-definiert. Es gibt nämlich noch weitere Unterscheidungen:

  • Produkte und Dienstleistungen, die ein Umweltzeichen oder Ökolabel tragen, kennzeichnen besondere Umwelteigenschaften. Das Label garan­tiert, dass Herstellung, Nutzung und Entsorgung „umwelt­freundlich“ sind. Umweltfreundlich kann bedeuten, dass auf Einzelaspekte geachtet wird (chlor­freies Bleichen) oder auch ganzheit­liche Umweltaspekte in die Kontrolle fallen. Manchmal geht es sogar, um den kompletten „Lebensweg“ eines Produkts.
  • Noch einen Schritt weiter gehen Nachhaltigkeitslabel: Bei der Verarbeitung wird auf ökolo­gische, soziale und wirtschaft­liche Gesichtspunkte geachtet. Es soll also zukunfts­fähig gewirt­schaftet werden.
  • Regionalzeichen beziehen sich auf die Herkunft. Allerdings ist „Region“ in diesem Sinne nicht geschützt, also können Stadt, Landkreis oder auch das Bundesland gemeint sein. Und: Es kann sich bei zusam­men­ge­setzten Produkten auch bloß um einzelne Bestandteile handeln. Der Produktionsort kann Buxtehude sein, wenn das Ding in Freiburg als regional bezeichnet wird. Nichts für ungut.
  • Einrichtungen wie die Stiftung Warentest oder Öko-Test bezeichnet man als Test-Label. Sie prüfen Produkte nach einem eigenen Kriterienkatalog und veröf­fent­lichen diese in ihren Medien.

Mit freund­lichen Grüßen vom Staat

 

Gütesiegel (und wie gehabt Prüfsiegel) funktio­nieren im Prinzip wie jedes andere Branding. Bei den Symbolen handelt es sich oft um eine Wort-Bild-Marke. (Hier mein detal­lierter Guide zur eigenen Marke) So wie wir für unsere eigene Marke einen Mehrwert schaffen wollen, so soll durch das Label ein Wiedererkennungswert unter dem Deckmantel einer bestimmten Qualität entstehen – und eine Abgrenzung zur Konkurrenz (der wir natürlich wünschen, dass sie labellos und nackig rumläuft).

Aber nackte Produkte sind immer seltener. Einerseits, weil Hersteller das Gütebranding haben wollen. Aber auch, weil es gesetz­liche Regelungen für bestimmte Produkte gibt, die Label A oder Prüfsiegel B tragen müssen, um legal auf dem Markt vertrieben zu werden. 

Gütesiegel

Beispiel: Bioäpfel müssen bald das EU-Biosiegel mit grünem Blatt und weißen Sternen tragen. Und auch Spielwaren sind zum CE-Siegel verpflichtet (später aber mehr).

Die Regelungen der staatlich getra­genen Siegel können also auf ein bestimmtes Land zutreffen – aber natürlich auch auf EU-Gütesiegel, deren Bestehen durch EU-Verordnungen legiti­miert wird. Hier wird geregelt: a) Zweck des Siegels, b) wer wem die Gütesiegel-Krone aufsetzen darf, c) und wer somit die weitere Kontrolle durch­führt, um die Krone zu polieren sowie d) welche Kriterien dafür überhaupt erst einmal erfüllt werden müssen.

Der Vorteil von staat­lichen Gütesiegeln: Die Transparenz ist groß, weil die Kriterien im Gesetzestext verankert und damit für alle verfügbar sind.

Mit freund­lichen Grüßen vom Staat

 

Gütesiegel (und wie gehabt Prüfsiegel) funktio­nieren im Prinzip wie jedes andere Branding. Bei den Symbolen handelt es sich oft um eine Wort-Bild-Marke. (Hier mein detal­lierter Guide zur eigenen Marke) So wie wir für unsere eigene Marke einen Mehrwert schaffen wollen, so soll durch das Label ein Wiedererkennungswert unter dem Deckmantel einer bestimmten Qualität entstehen – und eine Abgrenzung zur Konkurrenz (der wir natürlich wünschen, dass sie labellos und nackig rumläuft).

Aber nackte Produkte sind immer seltener. Einerseits, weil Hersteller das Gütebranding haben wollen. Aber auch, weil es gesetz­liche Regelungen für bestimmte Produkte gibt, die Label A oder Prüfsiegel B tragen müssen, um legal auf dem Markt vertrieben zu werden. 

Gütesiegel

Beispiel: Bioäpfel müssen bald das EU-Biosiegel mit grünem Blatt und weißen Sternen tragen. Und auch Spielwaren sind zum CE-Siegel verpflichtet (später aber mehr).

Die Regelungen der staatlich getra­genen Siegel können also auf ein bestimmtes Land zutreffen – aber natürlich auch auf EU-Gütesiegel, deren Bestehen durch EU-Verordnungen legiti­miert wird. Hier wird geregelt: a) Zweck des Siegels, b) wer wem die Gütesiegel-Krone aufsetzen darf, c) und wer somit die weitere Kontrolle durch­führt, um die Krone zu polieren sowie d) welche Kriterien dafür überhaupt erst einmal erfüllt werden müssen.

Der Vorteil von staat­lichen Gütesiegeln: Die Transparenz ist groß, weil die Kriterien im Gesetzestext verankert und damit für alle verfügbar sind.

Entstehung von Gütesiegeln

 

Staatliche Gütesiegel sind natürlich wichtig, weil wir uns mit unserem Produkt im legalen Rahmen bewegen wollen. Trotzdem ist das Gros der Siegel privat­wirt­schaftlich getragen. Das ist besonders inter­essant, weil das Gesetz hier nur mit einzelnen Paragraphen inter­agiert – eine Gütezeichenverordnung oder gar ein Gütezeichengesetz gibt es nicht. Sprich: Gütezeichen können von dir, mir, jedem kreiert werden (als Unternehmen).

Ran ans Werk haben sich deshalb sicher schon einige Hersteller und Anbieter gedacht und sich zum Beispiel in einer Gütegemeinschaft selbst ein Siegel geschmiedet. Im positiven Sinne, um gemeinsam für Qualität zu bürgen. Im negativen, um sich selbst die Weste weiß zu waschen. Letzteres bezeichnet man auch als Greenwashing (Pfui!); Gütesiegel werden dann also bewusst als Marketinginstrument genutzt. Gut geht das mit „öko“, da es sich hierbei nicht um einen geschützten Begriff handelt (im Gegensatz zu „bio“).

Unser Fazit an der Stelle also: Das Logo selbst enthält keine Aussage darüber, ob ein Siegel eine besondere Qualität aufweist. Auch nicht, wenn es ganz arg schön aussieht.

Qualitätsprüfung

 

Ganz egal ist es trotzdem nicht, was unter den Güte- und Prüfsiegelarten noch so gedeiht. Immerhin gibt es auch unabhängige Prüfstellen, die den Labeln auf den Zahn fühlen. Von Stiftung Warentest und Öko-Test war ja schon die Rede. Dazu kommen noch diese beiden Internetseiten:

Label Online überprüft Gütesiegel nach:

Anspruch: Nach welchen Kriterien wird beurteilt?

Unabhängigkeit: Sind anerkannte und unabhängige Institute bei der Festlegung der Kriterien beteiligt?

Überprüfbarkeit: Erfolgt eine Kontrolle durch anerkannte und unabhängige Institute?

Transparenz: Werden alle Kriterien und Bewertungsmaßstäbe offen­gelegt?

Soll ich jetzt…?

 

Jetzt wollen wir etwas konkreter werden. Immerhin brennt den Amazon-FBA-lern unter uns die Frage auf der Zunge: Soll ich als Hersteller auch in der Gütesiegel-Prüfzeichen-Suppe mitrühren?

Welchen Nutzen haben Gütesiegel für Unternehmer?

  • Qualität: Für Unternehmen sind Gütesiegel von Nutzen, weil sie damit ausstrahlen: Mein Produkt wird von unabhän­giger Seite überprüft. Das ist also ein ähnlicher Effekt, wie wenn man bei Hostelworld die Bewertungen der ehema­ligen Gäste durch­liest.
  • Wettbewerb: Gerade, wenn es auf dem Markt mehrere ähnliche Produkte oder Dienstleistungen gibt, die einen ähnlichen Preis haben, kann man sich mit einem Gütesiegel von der Masse abheben.
  • Kleine Produzenten ohne starke Marke profi­tieren von der Bekanntheit des Siegels.
  • Interne Nutzen: Wer ewig dieselben Prozesse abwickelt, wird irgendwann betriebs­blind. Ein externer Prüfer schaut mit frischen Auge auf die Prozesse und findet eventuell noch Fehler.

Gütesigel im Vergleich

 

gs-zeichen-gepruefte-sicherheit

Das Gütesiegel GS garan­tiert die Sicherheit von techni­schen Produkten. Hier könnte man, wie schon erwähnt, also auch von einem Prüfzeichen sprechen. Das Siegel soll beurteilen, ob durch das Gerät Gefahr für die Gesundheit von Menschen besteht oder andere Rechtsgüter beschädigt werden könnten. Wer das Zeichen vergeben darf, regelt das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Häufig wird es von unabhän­gigen Prüfstellen wie dem TÜV vergeben.

Fazit: Das GS-Zeichen ist ein guter Anhaltspunkt für Verbraucher, ob er das Produkt kaufen soll oder nicht. Es lässt erkennen, dass es sich um ein sicheres Produkt handelt.

Fakten:

Gütesigel im Vergleich

 

gs-zeichen-gepruefte-sicherheit

Das Gütesiegel GS garan­tiert die Sicherheit von techni­schen Produkten. Hier könnte man, wie schon erwähnt, also auch von einem Prüfzeichen sprechen. Das Siegel soll beurteilen, ob durch das Gerät Gefahr für die Gesundheit von Menschen besteht oder andere Rechtsgüter beschädigt werden könnten. Wer das Zeichen vergeben darf, regelt das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Häufig wird es von unabhän­gigen Prüfstellen wie dem TÜV vergeben.

Fazit: Das GS-Zeichen ist ein guter Anhaltspunkt für Verbraucher, ob er das Produkt kaufen soll oder nicht. Es lässt erkennen, dass es sich um ein sicheres Produkt handelt.

Fakten:

  • Sicherheitszeichen
  • staatlich getragen
  • keine Pflicht
  • Vergabe: geregelt durch das ProdSG, z.B. vom TÜV

ce

Das CE-Zeichen ist für Spielzeuge in der EU Pflicht. Allerdings ist die Sache etwas konfus, da es keine überprüfte Sicherheit eines Produktes gewähr­leistet, weil es keiner externen Kontrolle unter­liegt. Es kann einfach von jedem Unternehmen genutzt werden, das von sich behauptet, die Produktsicherheit nach den EU-Richtlinien zu überprüfen. Äh sorry, muss. Nicht kann.

Fazit: Das CE-Zeichen ist für Verbraucher eher irrelevant. Rein rechtlich handelt es sich um kein Gütesiegel, sondern dokumen­tiert nur, dass eine Ware, die innerhalb der EU verkauft werden soll, den gesetzlich zuläs­sigen Mindestanforderungen behauptet zu entsprechen.

Fakten:

ce

Das CE-Zeichen ist für Spielzeuge in der EU Pflicht. Allerdings ist die Sache etwas konfus, da es keine überprüfte Sicherheit eines Produktes gewähr­leistet, weil es keiner externen Kontrolle unter­liegt. Es kann einfach von jedem Unternehmen genutzt werden, das von sich behauptet, die Produktsicherheit nach den EU-Richtlinien zu überprüfen. Äh sorry, muss. Nicht kann.

Fazit: Das CE-Zeichen ist für Verbraucher eher irrelevant. Rein rechtlich handelt es sich um kein Gütesiegel, sondern dokumen­tiert nur, dass eine Ware, die innerhalb der EU verkauft werden soll, den gesetzlich zuläs­sigen Mindestanforderungen behauptet zu entsprechen.

Fakten:

  • Pflicht für Spielzeug
  • keine externe Kontrolle
  • soll Richtlinien der EU einhalten

TÜV kennen die Autobesitzer unter uns. Die Abkürzung steht für Technischer Überwachungsverein. Konkreter: Es handelt sich um eine technische Prüforganisation, die Sicherheitskontrollen durch­führen. Dazu gehören auch Kontrollen, die durch staat­liche Gesetze vorge­schrieben sind.


In Deutschland sind die Gesellschaften in TÜV Süd, TÜV Rheinland, TÜV Nord TÜV Thüringen und TÜV Saarland unter­teilt. Alle haben dieselben Aufgaben: Kfz-Überwachung, Fahrerlaubniswesen, Geräte- und Produktsicherheit.

Fazit: Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhän­gigen Stellen mitent­wi­ckelt. Das macht die Sache glaub­würdig, zumal auch der Vergabeprozess trans­parent ist. Es gibt umfas­sende und regel­mäßige Kontrollen – verstößt ein Unternehmen gegen die Kriterien, werden ihm Sanktionen auferlegt.

Fakten:

TÜV kennen die Autobesitzer unter uns. Die Abkürzung steht für Technischer Überwachungsverein. Konkreter: Es handelt sich um eine technische Prüforganisation, die Sicherheitskontrollen durch­führen. Dazu gehören auch Kontrollen, die durch staat­liche Gesetze vorge­schrieben sind.


In Deutschland sind die Gesellschaften in TÜV Süd, TÜV Rheinland, TÜV Nord TÜV Thüringen und TÜV Saarland unter­teilt. Alle haben dieselben Aufgaben: Kfz-Überwachung, Fahrerlaubniswesen, Geräte- und Produktsicherheit.

Fazit: Die Kriterien für die Vergabe des Labels werden von unabhän­gigen Stellen mitent­wi­ckelt. Das macht die Sache glaub­würdig, zumal auch der Vergabeprozess trans­parent ist. Es gibt umfas­sende und regel­mäßige Kontrollen – verstößt ein Unternehmen gegen die Kriterien, werden ihm Sanktionen auferlegt.

Fakten:

  • Aufteilung in Holdings
  • Aufgabe ist die Überprüfung von Sicherheit
  • strenge Kontrollen
  • TÜV vergibt z.B auch das GS-Zeichen

Beispiel Babyprodukt

 

Knüpfen wir uns ein Beispiel vor. Du willst Kinderspielzeug an den Amazonmann bringen. Hier gibt es eine ganze Auswahl an Gütesiegeln, die für dein Produkt eventuell erstre­benswert sein könnten.

Spielzeug

 

Im Spielzeugbereich ist das CE-Siegel wie gehabt Pflicht. Das GS-Zeichen und auch TÜV Rheinland übernehmen zum Beispiel die Schadstoffprüfung, die durch zum Teil durch Gesetze geregelt ist. Außerdem gibt es noch Spiel gut, ein Arbeitsausschuss, der überwiegend ehren­amtlich arbeitet. Hier geht es nicht um bestimmte Schadstoffe, sondern um den pädago­gi­schen Spielwert.

Textiles Spielzeug

 

Mit dem Siegel G.O.T.S. (Global Organic Textile Standard) wird alles abgedeckt: die gesamte Produktionskette von den Rohstoffen bis hin zum Endprodukt wird darauf überprüft, ob die Produkte Schadstofffreiheit, Umweltschutz und soziales Verhalten der Unternehmen nachweisen kann. Ein Produkt muss zum Beispiel mindestens aus 90 Prozent Naturfasern bestehen, außer Socken, Leggins und Sportbekleidung. Genetisch verän­derte Organismen wie genetisch modifi­zierte Baumwolle sind ein absolutes Tabu. Und auch Schwermetalle sind gestrichen, wenn man das G.O.T.S. auf sein Produkt kleben möchte.

Weniger streng ist das Siegel Öko-Tex Standard 100. Hier werden Textilien auf einen genau definierten Katalog von Schadstoffen unter­sucht – aber nicht auf Umwelt- und soziale Aspekte.

blauer_engel

Der blaue Engel zeichnet Produkte aus, die Naturfasern aus biolo­gi­schem Anbau verwenden und frei von Duftstoffen, Flammschutzmitteln oder optischen Aufhellern sind. Außerdem werden sie auf weitere Schadstoffe getestet. Von der Theorie in die Praxis: Es gibt noch kein textiles Spielzeug, das mit dem blauen Engel ausge­zeichnet ist, dasselbe gilt für das G.O.T.S.

Textiles Spielzeug

 

Mit dem Siegel G.O.T.S. (Global Organic Textile Standard) wird alles abgedeckt: die gesamte Produktionskette von den Rohstoffen bis hin zum Endprodukt wird darauf überprüft, ob die Produkte Schadstofffreiheit, Umweltschutz und soziales Verhalten der Unternehmen nachweisen kann. Ein Produkt muss zum Beispiel mindestens aus 90 Prozent Naturfasern bestehen, außer Socken, Leggins und Sportbekleidung. Genetisch verän­derte Organismen wie genetisch modifi­zierte Baumwolle sind ein absolutes Tabu. Und auch Schwermetalle sind gestrichen, wenn man das G.O.T.S. auf sein Produkt kleben möchte.

Weniger streng ist das Siegel Öko-Tex Standard 100. Hier werden Textilien auf einen genau definierten Katalog von Schadstoffen unter­sucht – aber nicht auf Umwelt- und soziale Aspekte.

blauer_engel

Der blaue Engel zeichnet Produkte aus, die Naturfasern aus biolo­gi­schem Anbau verwenden und frei von Duftstoffen, Flammschutzmitteln oder optischen Aufhellern sind. Außerdem werden sie auf weitere Schadstoffe getestet. Von der Theorie in die Praxis: Es gibt noch kein textiles Spielzeug, das mit dem blauen Engel ausge­zeichnet ist, dasselbe gilt für das G.O.T.S.

Holzspielzeug

 

Auch hier zeichnet wieder der blaue Engel Produkte aus. Die müssen frei von synthe­ti­schen Duftstoffen, Flammschutzmitteln und Holzschutzmitteln sein und das Holz selbst muss aus nachhal­tiger Forstwirtschaft stammen. Und auch weitere Schadstoffe werden getestet. Tatsache: Es gibt kein Holzspielzeug, das mit dem blauen Engel ausge­zeichnet ist.

Elektronisches Spielzeug

 

Da Kinder auch schon Technik im Regal haben, vergibt auch der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. vergibt sein Siegel. Das zeichnet elektro­nische Sicherheit „bei sachge­mäßem Gebrauch“ aus. Schadstoffe oder pädago­gische Kriterien werden nicht berück­sichtigt.

Los geht’s: Ich will ein Gütesiegel

 

Wenn du weißt, welches Gütesiegel für dein Produkt erstre­benswert ist, schau auf die offizielle Homepage und infor­miere dich auf der jewei­ligen Seite, was zu tun ist.

Hier fasse ich dir allgemein zusammen, was das gängige Prozedere ist, wenn du ein Gütesiegel brauchst:

1. Teilnahme

 

Informiere dich, ob es ein Pflichtsiegel wie das CE-Siegel für Spielzeug auch für dein eigenes Produkt gibt. Es wird zwischen freiwil­ligen und Pflichtlabel unter­schieden. Außerdem gibt es Siegel, die Tests unter­laufen müssen und welche, die man einfach so bekommt. Außerdem gibt es kosten­pflichtige und kostenlose Gütesiegel.

2. Gütesiegel beantragen

 

Die meisten Qualitätssiegel werden wie gesagt durch Gütegemeinschaften vergeben. Das Siegel bezieht sich entweder auf einzelne Produkte und Dienstleistungen – oder auf das Gesamtgebot deines Unternehmens. Werde dir darüber klar, was du benötigst. Sicher geben dir die jewei­ligen Vereine hier auch Auskunft.

Den Antrag für ein Gütesiegel findest du hier.

3. Ablauf

 

Die Branchengemeinschaft nennt dir die Bedingungen. Danach wirst du dich verpflichten müssen, neutrale Prüfer zur Kontrolle in den Betrieb zu lassen.

  • Erstprüfung in deinem Betrieb durch neutrale Sachverständige

  • Prüfer kommen von amtlichen Materialprüfstellen oder staat­lichen Prüfinstituten

  • Nachweis inner­be­trieb­licher Qualitätskontrolle

  • Produkte und Betrieb müssen die Anforderungen der Gütegemeinschaft erfüllen

  • Mindestens einmal jährlich unange­meldete Kontrolle

  • Kosten der Prüfung gehen zu Lasten des Betriebes

  • Verstöße werden mit Strafen von Mahnung über Bußgeld bis zum Entzug des Gütezeichens geahndet

4. Was kostet das Gütezeichen?

 

Das ist unter­schiedlich. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem jewei­ligen Produkt. Und jede Gütegemeinschaft setzt die Gebühren anders zusammen. Es gibt auch unabhängige seriöse Prüflabore in China, die die entspre­chenden Gütezeichen bis zu 75% günstiger ausstellen, als deutsche Stellen.

5. Es gibt kein Gütesiegel für mich

 

Eine Möglichkeit besteht wie gesagt darin, als Unternehmen selbst ein Gütesiegel zu schaffen. Am besten als Gemeinschaft mit anderen Unternehmen. Ausprägungen dieser Zusammenschlüsse können der lose Verbund sein, der nur ein gemein­sames Siegel nutzt. Oder auch ein Dachverband, der nach außen gerichtet schon eher wie eine Marke als ein Gütesiegel auftritt.

Glaubwürdigkeit von Gütesieglen

 

Wer ein Gütesiegel für sein Produkt möchte, hat also zu tun – egal ob für die Beantragung eines bestehenden oder für die Schaffung eines neuen Siegels. Stellt sich die Frage, wie wichtig der Effekt von Siegeln für den Verbraucher ist.

Wir hatten ja schon angesprochen, dass Siegel wie eine Marke funktio­nieren. Ob tatsächlich mehr Leute zu einem Siegelprodukt greifen als zur label­losen Konkurrenz, ist nicht erwiesen. Wie bei allen unter­neh­me­ri­schen Entscheidungen appel­liere ich an den eigenen Menschenverstand. Versetze dich in die Lage des Verbrauchers. Welche Label fallen dir für dein eigenes Produkt spontan ein? Welche Label tragen die Produkte zum Beispiel auf Lebensmitteln, die du kaufst? Und wenn du ein absoluter Labelkäufer bist, kannst du auf Labelonline ja jetzt überprüfen, ob es das hält, was du dir davon versprichst.

Glaubwürdig-
keit von Gütesieglen

 

Wer ein Gütesiegel für sein Produkt möchte, hat also zu tun – egal ob für die Beantragung eines bestehenden oder für die Schaffung eines neuen Siegels. Stellt sich die Frage, wie wichtig der Effekt von Siegeln für den Verbraucher ist.

Wir hatten ja schon angesprochen, dass Siegel wie eine Marke funktio­nieren. Ob tatsächlich mehr Leute zu einem Siegelprodukt greifen als zur label­losen Konkurrenz, ist nicht erwiesen. Wie bei allen unter­neh­me­ri­schen Entscheidungen appel­liere ich an den eigenen Menschenverstand. Versetze dich in die Lage des Verbrauchers. Welche Label fallen dir für dein eigenes Produkt spontan ein? Welche Label tragen die Produkte zum Beispiel auf Lebensmitteln, die du kaufst? Und wenn du ein absoluter Labelkäufer bist, kannst du auf Labelonline ja jetzt überprüfen, ob es das hält, was du dir davon versprichst.

Work smart, not hard.

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14 Kommentare
  • Daniel
    Veröffentlicht am 08 Oktober 2016 um 07:57 Uhr Antworten

    Wie gehe ich vor wenn ich Schmuckprodukte aus Holz verkaufen möchte? Wie kann ich heraus­finden welche Zertifikate ich brauche?

    • Bastian
      Veröffentlicht am 21 Oktober 2016 um 02:44 Uhr Antworten

      Hey Daniel,
      ich denke dafür ist kein Zertifikat verpflichtend. Aber gewisse Tropenholze dürfen z.B. nicht impor­tiert und hier verkauft werden. Mehr kann ich dir dazu leider nicht sagen.

      Beste Grüße

  • Mike
    Veröffentlicht am 10 Oktober 2016 um 13:10 Uhr Antworten

    Hey Basti,
    Besitzt du für alle deine Amazon-Produkte ein CE-Zertifikat? Falls nein, was tut man, wenn man doch danach gefragt wird?

    Ich frage deshalb, da ich eine Lieferung kleiner “elektro-/spielzeug-freier” Artikel (Plastikzipper für Ausweise/Schlüsselbund/Skikarten + eigenes Logo darauf) aus China habe, meiner Meinung zwar aus ungefähr­lichem ABS Plastik, jedoch kann die herstel­lende Firma keine Zertifikate vorweisen. Was würdest du mir in meiner Situation raten.. es trotzdem verkaufen? Bzw. wer könnte überhaupt nach einem CE-Nachweis fragen, ist dies überhaupt ein gängiger Abmahngrund?
    Ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht, an wen ich mich wenden muss, um ein solches CE-Zertifikat hier in DE nachzu­holen. Das Internet konnte mir nicht weiter­helfen…

    Ich freue mich über jegliche Rückmeldung, ich denke deine Erfahrung könnte mir durchaus weiter­helfen.

    freund­liche Grüße
    Mike

    • Bastian
      Veröffentlicht am 21 Oktober 2016 um 02:36 Uhr Antworten

      Hallo Mike,

      nein, meine Produkte brauchen alle kein Zertifikat oder Siegel. Ich wähle meine Produkte auch bewusst so. So wenig Kopfschmerzen wie nötig 😀
      Ich würde es in deinem Fall einfach verkaufen, aber das ist meine eigene Meinung und natürlich keine wasser­dichte Rechtsberatung.

      Beste Grüße

  • Nina
    Veröffentlicht am 19 Oktober 2016 um 10:58 Uhr Antworten

    Hi Bastian,

    Ein guter Beitrag und super auf den Punkt gebracht! Ich finde das Thema nicht nur aus Sicht des Amazon-Sellers, sonder auch aus der des Verbrauchers sehr inter­essant. Wenn schon etwas angepriesen wird, sollte man auch wissen, was wirklich dahinter steckt. Von Berufswegen kenne ich den “Label-Salat” bereits für Lebensmittel (und solche, die es gerne wären) und dachte mir schon, dass es in der übrigen Welt nicht anders sein kann. Es lohnt sich jeden­falls für alle Beteiligten, tiefer in das Thema einzu­steigen. Thx für den guten Überblick!

    Lg

    • Bastian
      Veröffentlicht am 21 Oktober 2016 um 02:06 Uhr Antworten

      Dank dir Nina. Ja da hängt echt viel dran. Hoffe als Intro ist das schonmal ausrei­chend.

      LG

  • Philipp
    Veröffentlicht am 19 Oktober 2016 um 20:10 Uhr Antworten

    Hi Basti,

    ich hoffe der Artikel hat jetzt einmal in der Gütesiegel-Welt Ruhe geschaffen. Sehr guter Artikel!

    MFG Philipp

    • Bastian
      Veröffentlicht am 21 Oktober 2016 um 02:06 Uhr Antworten

      Ich dank dir mein Lieber. Zumindest schonmal ein Einstieg. Kann man sicher ein Buch drüber schreiben. Aber das überlasse ich denen, die sich für das Thema mehr begeistern können 😀

  • Hubert Schmied
    Veröffentlicht am 21 November 2016 um 13:34 Uhr Antworten

    Hallo Bastian,

    also mit dem CE-Zeichen wäre ich wirklich vorsichtig! Ich hab mich da auch noch schlau gemacht, und dass muss fast überall mit drauf!!!

    Ausser:
    1. Antiquitäten
    2. Gebrauchte Produkte (die instand gesetzt/wiederaufbereitet werden müssen inkl. Information an Käufer)
    3. Ausschließlich für militä­rische Zwecke bestimmt sind
    4. Lebensmittel, Futtermittel, lebende Pflanzen und Tiere, Erzeugnisse mensch­lichen Ursprungs, Erzeugnisse von Pflanzen und Tieren die unmit­telbar mit ihrer künftigen Reproduktion zusam­men­hängen.
    5. Medizinprodukte im Sinne des § 3 des Medizinproduktgesetzes
    6. Umschließungen, wie ortsbe­weg­liche Druckgeräte, Verpackungen und Tanks für die Beförderung gefähr­licher Güter, soweit diese verkehr­recht­lichen Vorschriften unter­liegen.
    7. Pflanzenschutzmittel

    Immer wieder gelangen Produkte auf den europäi­schen Markt, deren Konstruktion keine EU-Konformitätserklärung zu Grunde liegt. Sie tragen die CE-Kennzeichnung daher zu Unrecht. Die CE-Kennzeichnung eines Produkts oder die Ausstellung von Konformitätserklärungen ohne eine durch­ge­führte Konformitätsbewertung verstößt gegen geltendes Recht und zieht gegebe­nen­falls auch straf­recht­liche Schritte nach sich.

    Gemäß § 7 II Nr. 2 ProdSG ist es verboten, ein Produkt auf dem Markt bereit­zu­stellen, dass nicht mit einer CE-Kennzeichnung versehen ist, obwohl eine Rechtsvorschrift (maßgeblich hier: die “CE-Richtlinien”) ihre Anbringung vorschreibt.

    Zudem muss gemäß § 7 V ProdSG die CE-Kennzeichnung angebracht werden, bevor (!) das Produkt in den Verkehr gebracht wird.

    Daher: Kenzeichnungspflichtige Produkte müssen (!) mit dem CE-Kennzeichen gekenn­zeichnet sein, damit diese Produkte überhaupt innerhalb der EU in Verkehr gebracht werden dürfen!.Die CE-Kennzeichnung ist zwingend vorge­schrieben und anzubringen, bevor ein Produkt, das der CE-Kennzeichnung unter­liegt, in den Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen wird, es sei denn, spezielle Richtlinien sehen anders­lau­tende Bestimmungen (etwa Übergangsfristen) vor.

    • Bastian
      Veröffentlicht am 22 November 2016 um 05:06 Uhr Antworten

      Hallo Hubert,
      dank dir für deinen Kommentar. Hast du eine Quelle dafür? Also dafür, dass all die von dir genannten Produktgruppen unein­ge­schränkt CE-pflichtig sind? Ich bin nur etwas verdutzt und kann mir nicht vorstellen, dass das so richtig ist, da ich im Supermarkt auf Lebensmitteln auch kein CE Zeichen sehe, oder auf jedem Medikament etc. Und für gebrauchte Produkte kann das ja auch nicht unein­ge­schränkt gelten.

      LG
      Bastian

  • Hubert Schmied
    Veröffentlicht am 22 November 2016 um 11:31 Uhr Antworten

    Hallo Bastian,

    ich habe dir mal einen Link reinge­stellt da kann man denk ich wirklich alles nachlesen was dieses Thema betrifft.
    Gerade wenn man als Importeur auftritt, ist man gleich­ge­stellt mit dem Hersteller. Kurzum gesagt ist man dann selber für das Produkt verant­wortlich. Das Ganze ist wirklich ein riesen Thema!
    Was das Thema Lebensmittel und Medikamente angeht dass weiß ich jetzt ehrlich gesagt selber nicht so genau. Allerdings denke ich dass für diese Produkte andere Richtlinien gelten.
    Wie gesagt ich habe mich in den letzten Tagen auch in deinen Blog einge­lesen finde es wirklich hochin­ter­essant und sehr spannend! Ich war auch schon drauf und dran in China diverse Produkte zu bestellen, hab aber im Moment ein wenig Angst dass das Ganze nach hinten losgeht. Vielleicht ist es doch sicherer und besser, wenn man sich hier einen oder mehrere Grosshändler sucht und eine langfristige Beziehung aufbaut. Das ist auf jeden Fall sicher, da dann der Großhändler in der Verantwortung steht. Ich werde mich mit dem Thema aber auf jeden Fall weiter ausein­an­der­setzen!
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles erdenklich Gute! So eine tolle, klasse geschriebene und infor­mative Website findet man so schnell nicht wieder!

    http://​www​.it​-recht​-kanzlei​.de/​T​h​e​m​a​/​c​e​-​k​e​n​n​z​e​i​c​h​e​n​.​h​t​m​l​?​p​a​g​e​=​2​#​s​e​c​t_2

    Mit den besten Grüßen,
    Hubert

  • Phil
    Veröffentlicht am 07 Dezember 2016 um 01:30 Uhr Antworten

    Hallo Bastian,

    du sprichst beim CE-Zeichen von den gesetz­lichen Mindestanforderungen. Wo würde man diese finden? Beispielsweise wenn ich ein Sportprodukt verkaufe? Kann es vorkommen, dass der deutsche Staat das Nachweisen von Prüfungen fordert, wenn man das CE Zeichen verwendet? Was, wenn man seine Produkte keinen Prüfverfahren unter­zogen hat?

    Besten Dank.

  • i-love-gütesiegel
    Veröffentlicht am 13 Februar 2017 um 12:05 Uhr Antworten

    Hallo Bastian,

    vielen Dank für diesen ausführ­lichen und dennoch kurzwei­ligen Artikel. Schön, dass Du einen tiefen Einblick in den Gütesiegel-Dschungel gewährst. Wenn Du wissen möchtest, was ein Gütesiegel im Online-Marketing alles kann, besuche gerne unsere Seite auf https://​kunden​tests​.com/​g​u​e​t​e​s​i​e​gel und schreibe uns ein Feedback.

    Liebe Grüße,
    kunden​tests​.com

  • André
    Veröffentlicht am 31 Dezember 2018 um 03:08 Uhr Antworten

    Guten Morgen in die Runde,
    vielleicht kann ich hier zum Thema “Gütesiegel und CE-Kennzeichnung” noch ein paar Informationen beisteuern.

    Grundsätzlich würde ich keinem Gütesiegel mein Vertrauen aussprechen. Hinter jedem Gütesiegel steht ein Intressenverbund von Unternehmen die nur eins im Sinn haben, Sicherheit zu sugge­rieren um ihre Umsätze und Gewinne zu steigern. Seit mehr als 20 Jahren bewerte ich Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen auf ihre Qualität hin ebenso arbeite ich seit Jahrzehnten mit Instituten wie TÜV, DEKRA, DGQ, Behörden, akkre­di­tierten Labore etc. zusammen. Ich habe selten eine so gute Lobbyarbeit gesehen.

    Spart euch das Geld für ein Gütesiegel, es bringt euch keinen nennens­werten Mehrwert.

    Bezüglich CE-Kennzeichnung verweise ich mal auf einen Artikel von https://​www​.nordschwarzwald​.ihk24​.de

    Merkblatt Produktsicherheit und CE-Kennzeichnung
    Die CE-Richtlinien legen für bestimmte Produkte Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen fest, die nicht unter­schritten werden dürfen. Ziel ist der freie Warenverkehr im europäi­schen Wirtschaftsraum. Das CE-Kennzeichen kann hierbei als „Reisepass“ dienen, ist aber auch für selbst genutzte Maschinen und Anlagen von Belang.
    Etliche CE-Richtlinien sind in Deutschland durch das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) umgesetzt. Sowohl Hersteller, Importeure als auch Händler sind demnach verpflichtet, nur sichere Produkte auf den europäi­schen Binnenmarkt zu bringen.
    Folgende EU-Richtlinien sehen die CE-Kennzeichnung derzeit vor:

    Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen (2006/95/EG)
    Einfache Druckbehälter (2009/105/EG)
    Sicherheit von Spielzeug (2009/48/EG)
    Bauprodukte (EU 305/2011)
    Elektromagnetische Verträglichkeit (2014/30/EU)
    Persönliche Schutzausrüstungen (89/686/EWG)
    Nichtselbsttätige Waagen (2009/23/EG)
    Aktive implan­tierbare medizi­nische Geräte (90/385 EWG)
    Gasverbrauchseinrichtungen (2009/142/EG)
    Wirkungsgrade von mit flüssigen oder gasför­migen Brennstoffen beschickten neuen Warmwasserheizkesseln (92/42/EWG)
    Inverkehrbringen und Kontrolle von Explosivstoffen für zivile Zwecke (93/15/EWG)
    Medizinprodukte (93/42/EWG)
    Geräte und Schutzsysteme zur bestim­mungs­ge­mäßen Verwendung in explo­si­ons­ge­fähr­deten Bereichen (94/9/EG)
    Sportboote (94/25/EG)
    Aufzüge (95/16/EG)
    Druckgeräte (97/23/EG)
    Maschinen (2006/42/EG)
    In-vitro-Diagnostika (98/79/EG)
    Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen und die gegen­seitige Anerkennung ihrer Konformität (99/5/EG)
    Seilbahnen für den Personenverkehr (2000/9/EG)
    Geräuschemissionen von im Freien verwen­deten Maschinen (2000/14/EG)
    Messgeräte (2004/22/EG)
    Pyrotechnische Gegenstände (2007/23/EG)
    Umweltgerechte Gestaltung energie­ver­brauchs­re­le­vanter Produkte/ Ökodesign-Richtline
    (2009/125/EG)

    Quelle: https://​www​.nordschwarzwald​.ihk24​.de/​i​n​n​o​v​a​t​i​o​n​/​i​n​n​o​v​a​t​i​o​n​/​c​e​-​k​e​n​n​z​e​i​c​h​n​u​n​g​/​W​e​l​c​h​e​-​P​r​o​d​u​k​t​e​-​m​u​e​s​s​e​n​-​d​i​e​-​C​E​-​K​e​n​n​z​e​i​c​h​n​u​n​g​-​t​r​a​g​e​n​-​/​3​1​1​8​346

    Zum Abschluss noch eine Anmerkung zu der CE-Kennzeichnung auf chine­si­schen Produkten. Hier steht das CE für “China Export”. Diese Kennzeichnung ist innerhalb der EU nicht verboten, da diese Kennzeichnung nicht die normspe­zi­fi­schen Abmessungen besitzt.

    Es soll ja Leute geben, die halten die CE-Kennzeichnung für kompli­ziert, dennen sage ich immer, kennst du schon die RoHS II und die REACH-Verordnung?
    Auch diese beiden Verordnungen gelten für Amazon FBA 😉

    Viele Grüße
    André

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