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Airbnb Business – Mit dem Airbnb-Model Geld verdienen

6 Min. Lesezeit 

Du möchtest deine Wohnung einfach zwischen­durch zwei Wochen im Sommer vermieten, während du irgendwo im Süden die Füße hochlegst? Dann ist dieser Teil meiner Artikelserie wahrscheinlich nicht so wahnsinnig inter­essant für dich. Denn der Hobbymodus hat jetzt mal Sendepause und wir beschäf­tigen uns knackig mit dem Thema, was die Vermietung von deinen Wohnungen tatsächlich als langfris­tiges Business-Model mit sich bringt und was es zu beachten gibt.

Ganz kurz vorab: Ein Airbnb Business beinhaltet im Kern nichts anderes, als übliche Airbnb-Vermietung wie du sie bereits kennst. Nur ist diese Form darauf ausgelegt, regel­mäßig und langfristig deine Wohnung(en) ertrag­reich zu vermieten und daraus ein Lifestyle- und Businesskonzept zu erschaffen, von dem du gut leben kannst, dir Homebases überall auf der Welt aufbauen kannst und ausserdem noch richtig Bock macht.

Diese Herangehensweise als echtes Business, eröffnet natürlich eine Reihe von anderen Fragen, als wenn du deine Wohnung einfach mal 10 Tage pro Jahr unter­ver­mietest. Ganz oben auf der Liste stehen meist folgende brennende Themen:

Wie eröffne ich mir einen Airbnb Business-Account? Wie versteuere ich die Einnahmen richtig, damit mir das Finanzamt nicht auf die Pelle rückt? Muss ich ein Gewerbe anmelden? Die brennendste Frage, die ich jedoch täglich mehrmals erhalte, richtet sich danach, wie ich meinen Vermieter überzeuge, so dass er bei der ganzen Sache nicht den Spielverderber mimt. 

Da es zu dieser Überzeugungsarbeit etwas mehr zu sagen gibt, widme ich den nächsten Artikel dieser Serie komplett diesem Thema. Bis dahin verschaffen wir uns jetzt einen kompakten Überblick über die Themen, bei denen die Synapsen im Kopf von Steuerrechtsstudenten anfangen, eine wilde Party zu tanzen.

Rechtliches zum Airbnb Geschäftsmodell

Der Gewerbeschein

 

Normalerweise“ brauchst du für die Kurzvermietung keinen Gewerbeschein. Wenn du Airbnb als richtiges Business betreibst, aller­dings schon. Denn maßgebend für ein Gewerbe ist, dass die Dienstleistung die du erbringst, der finan­zi­ellen Gewinnerbringung dient und über einen längeren regel­mä­ßigen, wieder­ho­lenden Zeitraum statt­findet. Da wahrscheinlich 100% aller Airbnb Businesses nicht nur dazu dienen, aus Jucks und Dollerei verschiedene Gästekulturen kennen­zu­lernen, ist die Anmeldung eines Gewerbescheines in Deutschland in den meisten Fällen notwendig. Allerdings funktio­niert dies in den meisten Städten mittler­weile ganz einfach über ein ausdruck­bares Online-Formular und ist keine große Hürde. 

Die Airbnb Einkünfte versteuern

 

Wie bei jedem anderen Job, zahlst du natürlich auch für dein Airbnb Business Steuern. Nur mit dem Unterschied, dass nun die Einnahmen als Vermietung in der Anlage V deiner Steuererklärung Platz finden. Das Gute dabei: Du kannst daher alle Kosten (deine eigene Miete, Renovierungs- und Instandhaltungskosten, Möbel und Interieur, sämtliche Nebenkosten wie Internet, Strom und Gas) in deiner Steuererklärung geltend machen und auf den Gewinn anrechnen. 

Oben drauf kommt die Gewerbesteuer. Was im ersten Moment nicht wahnsinnig roman­tisch klingt, ist auf dem zweiten Blick nicht weiter drama­tisch. Denn zunächst hast du einen Freibetrag von 24.500€ über welchem erst Gewerbesteuer berechnet wird. 

Das bedeutet, du bezahlst nur Gewerbesteuer, wenn dein Business auch erstmal richtig ins Laufen gekommen ist. Zudem kannst du die Gewerbesteuer auch wieder in der Einkommenssteuer berück­sich­tigen und hast daher dort weniger Kosten. Was für dich jetzt erst einmal einen Gedankengang zu kompli­ziert klingen mag – für deinen Steuerberater ist dies sein täglich Brot.

Dieser sollte auch dein Ansprechpartner sein, wenn es um die Mehrwertsteuer geht. Denn falls du mehrwert­steu­er­pflichtig bist, d.h. über 17.500,- EUR im Jahr an Umsatz generierst, bist du dazu verpflichtet Mehrwertsteuer abzuführen. Diese beträgt 7% in Deutschland bei Vermietungen und wird auf den Übernachtungspreis und die Reinigungsgebühr erhoben die du von deinen Gästen kassierst und dir gesondert ausge­zahlt. 

Sprich, der Bruttopreis für den Gast ist dann etwas höher, du erhältst als Gastgeber ganz normal deinen üblichen Auszahlungsbetrag plus eben die akkumu­lierten Steuern. Diese Steuern musst du dann natürlich dem Finanzamt melden und abführen. Damit dies für dich nicht weiter zu einem bürokra­ti­schen Chaos wird, hilft dir Airbnb dabei technisch. In deinem Inserat kannst du die Steuer im Punkt „örtliche Steuern“ festlegen, welche dann von Airbnb automa­ti­siert vom Gast einge­zogen wird. Eine entspre­chende Übersicht für deinen Steuerberater stellt dir Airbnb in der Transaktionsübersicht zur Verfügung.

Den Airbnb Business Account einrichten

 

Damit die oben steuer­lichen Feinheiten auch alle funktio­nieren, benötigt dein Account ein paar mehr Angaben, als wenn du „privat“ vermietest. That’s it. Diese gibst du unter deinen Nutzerdaten ein. Neben der Geschäftsadresse ist es vor allem die Umsatzsteuer-ID und evtl. die Handelsregisternummer, die eine Angabe mehr als gewohnt nötig macht. Hier gehts zur Anmeldung:

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Mietvertrag und Haftung beim Airbnb Business-Model

 

Wenn du mehr Informationen zu diesem Thema haben möchtest, empfehle ich dir noch einmal einen Blick auf den ersten Teil dieser Serie zu werfen. Grundsätzlich möchte ich dir an dieser Stelle zwei Dinge ins Gedächtnis rufen. Zunächst achte bitte darauf, dass die Erlaubnis zur Untervermietung in deinem Mietvertrag steht. Wie du dabei clever vorgehst, erfährst du, wie bereits erwähnt, im dritten Teil.

Und hinsichtlich der oft gestellten Haftungsfragen, möchte ich dich etwas entspannen. Ich führe dieses Business-Konzept nun schon einige Jahre durch und ich hatte noch nie irgend­welche Probleme. Grund dafür ist vor allem das Bewertungssystem von Airbnb, die Transparenz beider Seiten im Vorfeld, als auch die Möglichkeiten eine Kaution zu erheben und deinen Gast zu bitten, sich mit einem amtlichen Dokument zu legiti­mieren. Und wenn das alles noch nicht reicht, greift die Airbnb Gastgeber-Garantie und die Versicherung zum Schutz von Gastgebern, die nach meinem Kenntnisstand wirklich gut und gewis­senhaft funktio­niert. Natürlich, rein rechtlich gesehen, haftest du gegenüber deinem Vermieter, wenn dein Gast die Wände mit dem Bagger einreißt – bekannt ist mir ein solcher Fall aber höchstens aus Hollywood Streifen.

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Wie du gesehen hast, es gibt ein paar Dinge, die du zu beachten hast. Doch dies gibt es in jedem anderen Business auch und noch viel extremer. Zumal dazu gesagt werden muss, dass ein einiger­maßen guter Steuerberater und die vielen profes­sio­nellen Automatisierungs-Tools bei Airbnb fast schon die gesamte Arbeit abnehmen. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, lege ich dir mein aktuelles Webinar sehr fett ans Herz. Lerne wie du ein erfolg­reiches Airbnb Business startest, finan­ziell frei wirst und überall auf der Welt multiple home bases aufbauen kannst. In diesem Webinar gehe ich auf viele Dinge nochmal tiefer ein und beant­worte dir die Fragen, die vielleicht noch immer in deinem Kopf schwirren.

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