Wenn Brutto = Netto ist: die Vorteile von Auslandsfirmen für den Büro-Flüchtling

17 Min. Lesezeit

Gastbeitrag

von Christoph Heuermann

Steuern sind stets ein kontro­verses und leidiges Thema. Wenn man faul ist und kein Einkommen hat, dann zahlt man keine. Ist man das nicht, wird man dafür in vielerlei Hinsicht bestraft. Klar, Straßen müssen gebaut, Bibliotheken gefüllt und Infrastrukturen aufrecht erhalten werden. Das kostet Geld und das muss irgend­woher kommen. Aber grade für viele digitale Nomaden, die einen Großteil des Jahres im Ausland verbringen und somit wenige der genannten Dinge im Inland in Anspruch nehmen, ist das Steuern zahlen in Deutschland ein rotes Tuch.

Auch ich hab mich Ende 2016 aus Deutschland abgemeldet und habe meinen Firmensitz mittler­weile nach Kanada verlegt. Dabei fachkundig unter­stützt hat mich der heutige Gastautor Christoph Heuermann. Er selbst ist dauerhaft als Perpetual Traveller unterwegs in der Welt und hat es sich auf die Fahne geschrieben, auf seinem Blog “Staatenlos” aufzu­zeigen, wie man legal und kreativ auf unglaublich viele Weisen sein Hartverdientes vor dem Fiskus verteidigt. Wer seinen Blog schon kennt, der weiß wie fundiert und ausführlich seine Artikel sind. Daher freue ich mich umso mehr, dir heute hier auf Officeflucht eine absolute Value Bomb von ihm präsen­tieren zu dürfen. Enjoy!

Wenn Brutto = Netto ist …

 

Stell Dir vor, wie Du dein erstes eigenes Einkommen als Büro-Flüchtling erzielst. Stell Dir vor, wie Deine Dienstleistung für 35€ zum ersten Mal gekauft wird. Stell Dir vor, in welchem Reichtum Du schweben würdest, könntest Du dieses Einkommen auf 50 Stunden die Woche skalieren.

Doch Stopp – nicht so schnell! Denn so viel, wie sich 35€ für Dich auf den ersten Blick anhören mögen, so wenig sind sie das. Schließlich hast Du die Rechnung ohne den deutschen Staat gemacht. Der will erst etwas von Deinem Umsatz haben. Später schneidet er sich noch etwas vom Gewinn ab. Von dem was übrig bleibt, wandert ein großer Teil genauso in seine Kassen. Vielleicht hast Du das Glück nicht ins Schneeballsystem staat­licher Rentenversicherung einzahlen zu müssen, wirst aber zumindest noch die Kosten für Absicherung gegen alles Erdenkliche – Krankheit, Unfall, Pflege, Tod – tragen müssen.

Im Endeffekt bleiben Dir von Deinen 35€ etwa 9€ übrig. Statt zu versuchen Deine Dienstleistung zu skalieren, könntest Du auch einfach zum Mindestlohn im nächsten Supermarkt arbeiten. Kaufst Du dort ein, verschwindet plötzlich ein weiteres Fünftel Deiner hart verdienten ersten Einkünfte. Lebst Du in einer teuren Großstadt, würde ich Dir spätestens jetzt zu Hartz4 raten.

Warum du nicht aus dem Büro flüchten solltest

 

Nun stell Dir aber mal vor, dass Du nicht nur Büro-Flüchtling bist, sondern auch Deutschland-Flüchtling. Statt rein – wie so viele – willst Du lieber raus. Warum? Weil Du “smart” arbeiten willst, nicht “hart”.

Wäre es für Dich “smart” von 35€ Verdienst auch 35€ zu behalten? Willst Du lieber 4 mal weniger so hart und lange arbeiten, um vom gleichen Einkommen zu profi­tieren? Und dabei wie ein König am Karibik-Strand Deinen Mojito genießen statt die Tafel Deiner Heimatstadt zu besuchen?

Ich schätze, das willst Du. Ganz ungeachtet Deiner politi­schen Ansichten möchtest Du Deine Steuer- und Abgabelast verringern. Klar: Straßen müssen gebaut, Kriminelle verfolgt und Politiker wohlge­nährt werden – und das geschieht zumindest auch in einem dieser Fälle. Aber warum solltest Du für etwas zahlen, was Du gar nicht nutzt? Warum solltest Du für etwas zahlen, wofür Du und Deine Eltern schon ihr ganzes Leben gezahlt haben?

Schließlich willst Du ja aus dem Büro raus, nicht ins Büro rein. Bist Du Beamter, könnte ich Deine Mentalität verstehen. Irgendjemand muss ja für Dich zahlen. Bist oder willst Du selbst­ständig sein, zahlt aber keiner für Dich. Du zahlst nur selbst für eine Flut an Gesetzen, die Deinen Mindestlohn noch weiter senkt. Bis Deine Wohltäter aus der Politik auf die großartige Idee kommen ein Mindesthonorar für Dich vorzu­schlagen. 9€ die Stunde für einen Selbstständigen seien ja schließlich menschen­ver­achtend. Dass sich die gleichen Wohltäter das Dreifache, 26€ Deiner Einkünfte geneh­migen, gilt hingegen als menschen­liebend.

Wettbewerbsvorteil Wohnortsverlagerung?

 

Doch ich möchte mit diesem Beitrag nicht ein heuch­le­ri­sches System kriti­sieren, das Du als zukünf­tiger Büro-Flüchtling vermutlich längst selbst durch­schaut hast. Ich möchte Dir konkrete Ansätze aufzeigen, mit Denen Du möglichst viel Netto vom Brutto hast. Oder Dir gar 35€ von 35€ bleiben. Oder 100€ von 100€ – statt 30€ von 100€ pro Stunde.

Dazu musst Du einige Hintergründe kennen, die ich Dir in diesem Artikel nur beschränkt aufzeigen kann. Viel wichtiger sind aber die Lösungen, die Du für Dich selbst in kurzer Zeit bereits anwenden kannst. Denn wenn Du als Büro-Flüchtling lieber aus der Hängematte in Thailand arbeitest, kannst Du von 35€ genauso gut 35€ behalten. Bevorzugst Du den Co-Working-Space in Berlin sieht es hingegen weniger reizvoll aus. Doch mit der richtigen Gestaltung bleiben Dir nicht 9€, sondern einiges mehr. Wahrscheinlich verdienst Du nämlich ohnehin mehr als 35€.

Doch wenn Brutto gleich Netto ist, ist dies ein nicht unbeträcht­licher Wettbewerbsvorteil. Stell Dir vor, Du arbeitest aus Deiner Hängematte in Thailand 4 Stunden am Tag, während sich Dein Konkurrent in München 12 Stunden zu Tode schuftet. Ihr beide verkauft ein ähnliches Produkt, das Euch in der Stunde brutto 35€ einbringt. Doch während Du mit 80 Stunden im Monat 2800€ netto verdienst, kommt Dein Konkurrent mit 240 Stunden im Monat nur auf etwa 2160 € netto – trotz drei-fachem Arbeitsaufwand 740€ weniger.

Nun stell Dir vor, Du würdest diese Mehreinnahmen voll in Werbung inves­tieren. Unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten zwischen München und Thailand wirst Du vermutlich nicht nur 740€, sondern gleich 1500€ in Dein Marketing stecken können, während Dein Konkurrent absolut keine Spielräume für sein Marketing hat. Einmal darfst Du raten, wer zuerst bankrott geht: der Mojito-schlür­fende 20-Stunden-Wöchler aus der sonnigen thailän­di­schen Hängematte oder der sozial­kon­takt­be­freite Workaholic aus dem dunklen Kellerräumen der dunklen Münchener Vorstadt? Und einmal darfst Du auch raten, was der Gewinner macht: von einer 4-Stunden-Woche bei gleichem Einkommens-Niveau ist er nach Verdrängung seines Konkurrenten nicht mehr weit entfernt.

Wettbewerb kann fies sein, könntest Du jetzt meinen. Aber Wettbewerb ist eine tolle Sache – insbe­sondere, wenn es Staaten sind, die sich wettstreiten. Staaten, die sich um Dich als Bürger wettstreiten statt als Untertan. Staaten, die Dir dienen wollen statt an Dir zu verdienen. Staaten, in denen Du mehr Netto vom Brutto hast.

Steuern und Abgaben optimieren in der Theorie

Nichts ist gewiß, nur der Tod und Steuern.“

…lautet ein altes deutsches Sprichwort. Doch letzteres ist längst nicht so gewiss wie Dir viele Leute glauben machen wollen. Es gibt ganze 23 Länder ohne sämtliche persön­liche Steuern auf der Welt. Es gibt  – diese einge­schlossen – mehr als 60 Länder auf der Welt, in denen Du als Selbstständiger poten­tiell steuerfrei arbeiten kannst. Es gibt viele weitere Länder, wo Du zudem Dein Unternehmen steuerfrei gründen und führen kannst. Steuern sind längst nicht gewiss. Und als Selbstständiger und Unternehmer liegt es an Dir allein, sie vermeiden zu können. Auch wenn Dein zustän­diges Finanzamt Dich versuchen wird daran zu hindern.

Als Hochsteuerland ist Deutschland, wie jeder gute Monopolist, bestrebt keinen Wettbewerb zuzulassen. So gilt ein kompli­ziertes Außensteuergesetz, durch das selbst vielstu­dierte Fachleute kaum noch durch­blicken. Im übrigen ist es europa­rechts­widrig. Aber wenn die eine Institution stetig Recht bricht, so ist dasselbe bei der anderen kaum zu verwundern.

Das Außensteuergesetz ist Dein Feind, wenn ich Dir mehr Netto schmackhaft gemacht habe. Es zwingt Dich nicht nur Büro-Flüchtling, sondern auch Deutschland-Flüchtling zu werden, um von einem möglichst steuer­freien Leben profi­tieren zu können. Denn das Außensteuergesetz macht es Dir äußerst schwer ein steuer­op­ti­miertes Auslandsunternehmen mit deutschem Wohnsitz zu führen.

Selbst wenn Du wegziehst, könnten eine erweitert beschränkte Steuerpflicht und Wegzugsbesteuerung Deinen Träumen eine Absage erteilen. Zum Glück betreffen Dich diese Maßnahmen nur, wenn Du ein erfolg­reicher Unternehmer bist. Und damit hast Du wiederum andere Auswege zur Verfügung – Du musst sie nur kennen.

Willst Du jedoch in Deutschland bleiben, so musst Du nicht verzagen. Trotz Außensteuergesetz gibt es weiterhin Möglichkeiten Deine Steuer- und Abgabenlast zumindest etwas zu verringern. Du bleibst zwar unbeschränkt steuer­pflichtig – aber Du musst nicht unbeschränkt arm bleiben.

Rosiger sieht die Lage natürlich für jene aus, die nicht (mehr) steuer­pflichtig in Deutschland sind. Das heißt, sie sind sowohl abgemeldet als lassen sie auch einen “gewöhn­lichen Aufenthalt” in Deutschland vermissen. Konkret heißt das, dass ihr Lebensmittelpunkt sich nicht mehr in Deutschland befindet. Sie dürfen sich weniger als ein halbes Jahr im Land aufhalten, sollten keine Wohnung mehr besitzen und auf ein paar andere Dinge achten. Heißen sie nicht gerade Boris Becker, droht ihnen aber kaum eine Gefahr.

Steuern und Abgaben optimieren in der Praxis

 

Sie können wohnsitzlos – so wie ich als Perpetual Traveler – um die Welt bummeln – oder viel empfeh­lens­werter – weitere Vorteile durch einen dauer­haften Aufenthalt in einem steuer­güns­tigem Land abgreifen. Etwa auf der Mittelmeerinsel Malta, wohin es mich gerade verschlagen hat. Das sogenannte Non-Dom-System, dass unter ähnlichen Bedingungen auch in Irland und England greift, erlaubt ein steuer­freies Einkommen aus Auslandsquellen, sofern diese nicht ins Land überwiesen werden.

Und genauso wie Malta gibt es über 60 andere Länder auf der Welt mit ähnlichen Regelungen. In manchen will man nicht leben, weil sie arm oder gefährlich sind. In manchen kann man nicht leben, weil sie keine Ausländer mehr ins Land lassen. Aber in vielen kannst auch Du Dir morgen schon Deine Aufenthaltserlaubnis holen. Und nicht nur keine Steuern zahlen, sondern oft auch auf Sozialversicherungen verzichten und die Vorteile der Geo-Arbitrage für Dich nutzen. Welche das sind, erfährst Du in meinem Buch „Weil dein Geld Dir gehört“.

Neben der persön­lichen Seite darfst Du natürlich nicht die Unternehmensseite vergessen. Umsatz-, Körperschafts- und Gewerbesteuern schmälern Deine Einkünfte schließlich ebenfalls, wenn Du Deinen Betrieb in Deutschland lassen würdest. Hier kommt das Konzept von sogenannten “Offshore-Gesellschaften” ins Spiel, die Du steuerfrei im Ausland betreiben kannst. Je nach gewähltem Land und seiner Reputation sind die Kosten dabei niedriger oder höher. Ob Du mit 200€ jährlich in den USA anfängst, mit 800€ auf den Seychellen eine vorteil­haftere Struktur ausbaust, etwa 2000€ in Hong-Kong zu erwarten hast oder lieber 5000€ in ein Unternehmen im arabi­schen Emirat Ras-al-Khaimah inves­tierst – Deine Ersparnisse werden trotz der Gebühren massiv sein.

Denn Du zahlst schließlich nicht nur keine Steuern mehr. In vielen Jurisdiktionen kannst Du auf eine Buchhaltung völlig verzichten. Du kannst alle Vorteile einer Haftungsbeschränkung genießen ohne jemals irgendein Kapital in eine Gesellschaft einzahlen zu müssen. Oft kannst Du gar anonym operieren, aber 100-prozentige Kontrolle über Dein Unternehmen behalten.

Die Herausforderungen einer Auslandsverlagerung

 

Natürlich kann es je nach gewähltem Standort auch Probleme geben. Vielleicht akzep­tiert der deutsche Kunde keine Rechnung von den Marshall-Inseln. Vielleicht erlaubt Amazon keine Unternehmen aus Belize. Doch für jede Herausforderung gibt es eine Lösung. Schließlich kann man nicht nur ein, sondern so viele Unternehmen in so vielen Ländern gründen, wie man möchte. So gründet man eben einfach eine Limited in Großbritannien, die weltweit anerkannt als Abrechnungsgesellschaft dient, eine europäische VAT-Nummer erlangen kann und vor ihrer 20-prozen­tigen Gewinnbesteuerung einen Großteil ihrer Gewinne als Geschäftsführergehalt an die Offshore-Gesellschaft auszahlt. Oder nutzt eine der zahlreichen weiteren Strategien, die eine Lösung für fast jede Geschäftslage findet.

Großbritannien bietet auch die beste Lösung für Dich, wenn Du als Selbstständiger oder Kleinunternehmer in Deutschland Steuern sparen willst. Hierbei solltest Du mit keinen riesigen Sprüngen rechnen, kannst aber sehr wohl Deine Steuerlast um über 10% verringern. Zwar gibt es weitere Lösungen für erfolg­rei­chere Unternehmer, doch lohnen diese sich meist erst ab einem Gewinn von etwa 200.000€. Dank EU-weiter Niederlassungsfreiheit können sie unter gewissen kompli­zierten Bedingungen (aktive Betriebsstätte) etwa von den niedrigen Unternehmenssteuern auf Malta oder Zypern profi­tieren.

Für Dich macht dies vermutlich keinen großen Sinn, weil diese Lösungen auch einige Tausender im Jahr kosten werden. Stattdessen kommen wir auf Großbritannien zurück, deren Limited sich vorzüglich zur Steueroptimierung mit deutschem Wohnsitz eignen können. Ob Du dabei letztlich wirklich etwas sparst, kommt natürlich immer auf den Einzelfall an. Solange Du etwa die deutsche Kleinunternehmer-Regelung nutzen kannst (bis 17.500€ Umsatz) oder Du als Freiberufler durch­gehst, können die Gründungs- und Verwaltungskosten einer Gründung in Großbritannien die Steuerersparnis durchaus auffressen. Genauso kommt es auf Deine persön­lichen Ziele an, welche Lösung für Dich die Richtige ist. Möchtest Du lieber langfristig inves­tieren oder mehr Netto lieber zum Leben ausgeben? Beide Fälle möchte ich Dir einmal erklären und an einem fiktiven Beispiel für Dich durch­rechnen.

Großbritannien als Lösung für den deutschen Wohnsitz

 

Im ersten Fall solltest Du dir eine normale britische Limited anschauen. Diese kann seit 2004 voll rechts­fähig mit einer deutschen Zweigniederlassung betrieben werden. Im Gegensatz zur GmbH brauchst Du aber kein wahnsin­niges Einzahlungskapital von 25.000€, sondern lediglich 1 Britischen Pfund. Weil die effektive Leitung aus Deutschland erfolgt, wird die Limited auch nach deutschen Recht besteuert. Das heißt, Du führst Körperschafts- und Gewerbesteuern wie in Deutschland auf den Gewinn der Limited ab. Lässt Du Dir den Gewinn später ausschütten, fallen zusätzlich Abgeltungssteuern auf diese Dividenden an. Gesamt betrachtet ergibt sich eine weiterhin hohe Belastung von etwa 15% Körperschaftssteuer + ca. 12% Gewerbesteuer (abhängig vom örtlichen Hebesatz) + 25% Abgeltungssteuer samt 5,5% Solidaritätszuschlag pro Steuer, was schät­zungs­weise eine Gesamtbelastung von 45%-50% ergeben könnte, auf die noch Sozialversicherungen und weitere Zwangsbeiträge (Kammermitgliedschaft, GEZ) fällig werden.

Allerdings kannst Du natürlich den Gewinn der Limited verringern, in dem Du dir einfach ein Geschäftsführergehalt auszahlst, was Du zum für Dich geltenden Einkommenssteuersatz versteuerst. Weil einer Gesellschaft Gewinnerzielungsabsicht unter­stellt wird, kannst Du natürlich nicht dauerhaft den Gewinn auf Null drücken. Das könnte das Finanzamt als verdeckte Gewinnausschüttung inter­pre­tieren. Weiterhin kannst Du Dir aber etwa selbst ein niedrig verzinstes Darlehren gewähren. Oder belässt den Gewinn einfach in der Limited, um ihn auf den Namen des Unternehmens in Immobilien oder andere Vermögenswerte zu inves­tieren. Planst Du eher langfristig, könnte dies in vielen Fällen bereits eine gewisse Steuerersparnis für Dich nach sich ziehen. Mit der Gründung einer pfändungs­si­cheren Stiftungs-Limited hättest Du sogar eine Möglichkeit auch bei Privatinsolvenz weiter als Unternehmer operieren zu können.

Im überwie­genden Fall ist aber die zweite Lösung besser und beliebter. Schließlich möchte man mehr Netto am liebsten gleich auch ausgeben. In diesem Fall solltest Du für Dich durch­rechnen, ob sich eine britische Limited & Co. KG für Dich lohnen könnte. Diese geht mit vielen Vorteilen einher, auf die wir noch zu sprechen kommen.

Die Limited & Co. KG zur Steueroptimierung für jedermann

 

Von der Struktur her heißt diese Lösung, dass eine Limited komple­mentär einer deutschen Kommanditgesellschaft ist, an der Du als Einzelperson Kommanditist bist, also 100% der Anteile hältst. Du als Kommanditist haftest dabei nur mit einer Einlage von 1€, während das volle Haftungsrisiko die haftungs­be­schränkte Limited trägt, auf deren Namen die Geschäfte laufen. Effektiv hast Du also viele Vorteile einer Kapitalgesellschaft kombi­niert mit jenen einer anerkannten deutschen Personengesellschaft.

Dies wirkt sich nämlich auch steuerlich sehr inter­essant für Dich aus. So haben Personengesellschaften ungleich Kapitalgesellschaften nicht nur einen Gewerbesteuerfreibetrag von 24.500€, sondern können ihre Gewerbesteuerbelastung auch auf die Einkommenssteuer anrechnen lassen. Da keine Körperschaftssteuern – es handelt sich ja um eine Personengesellschaft – anfallen, lassen sich gute Einsparmöglichkeiten vermuten. Zwar werden die Gewinne direkt einkom­mens­steu­er­pflichtig – Kapital kann nicht später zu womöglich günsti­geren Abgeltungssteuersätzen ausge­schüttet werden – doch ist dies ohnehin meist im Willen des Steuerpflichtigen.

Konkret fällt für eine Ltd & Co. KG nur dann Gewerbesteuer an, wenn Du in einer Gemeinde mit einem örtlichen Hebesatz über 380 wohnst. Denn auch innerhalb Deutschland gibt es beschränkten Steuerwettbewerb und die Hebesätze (mindestens 200) variieren von 200 in ostdeut­schen Dörfern wie Zossen bis zu 490 in schul­den­ge­plagten Ruhrgebiets-Städten wie Duisburg und Essen. Generell haben kleinere Städte dabei eine niedrigere Rate, die Du etwa hier nachschlagen kannst.

In der konkreten Berechnung ziehst Du den Freibetrag von 24.500€ vom Gewinn ab. Die Summe wird mit dem Steuermessbetrag von 3,5% mal dem örtlichen Hebesatz besteuert. Bei einem Hebesatz von 400 würden bei einem Gewinn von 50.000€ etwa 3.570€ Gewerbesteuer anfallen. Diese wird nun aber zusätzlich noch mit dem 3,8 fachen des Steuermessbetrags auf die Einkommenssteuer angerechnet. Daraus ergibt sich eine finale effektive Gewerbesteuer von nur 178€, die bei Hebesätzen unter 380 auf Null fallen würde. Selbst bei hohen Hebesätzen ist durch die 3,8-fache Anrechnung auf die Einkommenssteuer jedoch nur eine relativ geringe Gewerbebesteuerung zu erwarten.

Auf einem Gewinn von etwa 50.000€ würden – in diesem Beispiel ohne Gewerbesteuern – also nur Einkommenssteuern plus Solidaritätszuschlag in entspre­chender Höhe Deines Veranlagungsstatus anfallen. Je nach Gewinn und Steuerklasse kannst Du Dir das mögliche Ersparnis ganz leicht mit dem Einkommenssteuerrechner des Bundes ausrechnen.

Gehen wir von einem verhei­ra­teten Steuerpflichtigen ohne Kirchensteuer aus, so bedeuten 50.000 Gewinn für ihn nur eine Abgabenlast von 8.513€, sprich 17% Endbesteuerung. Für Alleinstehende oder dank Steuerprogression bei höheren Gewinnen ist die Endbesteuerung natürlich höher, während sie bei kleineren Gewinnen und mit Kindern sich sogar noch weiter verringern kann. In vielen Fällen gelingt es aber den meisten Selbstständigen oft mehr als 10% im Vergleich zu ihrer vorma­ligen Besteuerung zu sparen. Eben, weil sie durch ungünstige pure deutsche Konstrukte unnötig Gewerbesteuer bezahlt haben.

Natürlich müssen diesen Einsparungen die Kosten für die Gründung dieser zweitei­ligen Struktur entgegen gerechnet werden. So kann man für die Gründung etwa 700-1.000€ und für jährliche Verwaltung 300€ einplanen. Dies sollte sich jedoch fast immer lohnen. So hat man den großen Vorteil, dass die Limited als Komplementär keinen Geschäftsbetrieb unterhält und sich deshalb weder im Handelsregister eintragen noch Jahresabschlüsse veröf­fent­lichen muss. Auch sonst bieten sich zur rein deutschen Kombi einer GmbH & Co. KG zahlreiche Vorteile, wobei eine spätere Umwandlung in diese problemlos erfolgen kann.

Steuerlich würde sich für Dich in der Praxis wenig ändern. Weil Du ja eigentlich eine KG operierst, kannst Du im Regelfall mit Deinem deutschen Steuerberater weiter­ar­beiten (wobei Du Dich ernsthaft fragen solltest, warum er Dir nicht vorher diese Möglichkeit erwähnt hat oder warum er Dir vielleicht gar davon abraten will). Auf die KG kommen sonst die üblichen Verpflichtungen zu, die sich für eine deutsche Kommanditgesellschaft ergeben. Im Geschäftsverkehr solltest Du damit weder bei Kunden noch Banken keine Schwierigkeiten haben.

Bist du „smart“?

 

Hast Du jetzt Lust bekommen, eine solche Lösung zu wählen (und es vielleicht schon durch­ge­rechnet), so kannst Du Dich gerne auch an mich wenden. Ich arbeite mit einem langjäh­rigen Spezialisten zusammen, der alles für Dich für nur 610€ für die Gründung und 255€ jährlichen Verwaltungskosten in die Hand nimmt. Alternativ kannst Du dich natürlich auch selbst an eine Gründungsagentur Deiner Wahl wenden – pass aber auf nicht unerheb­liche versteckte Kosten dabei auf. Ich hoffe, ich konnte Dir einen Ansatz geben, wie Du selbst mit Wohnsitz in Deutschland Deine Steuern minimieren kannst. Bist Du als Büro-Flüchtling auch Deutschland-Flüchtling freue ich mich Dir zu helfen, Deine Steuerlast vollkommen zu besei­tigen. Wie auch für alle anderen Fragen inter­na­tio­naler Art – ob Auslandskonten, profi­table Investments, Zweite Staatsbürgerschaften, Medizin-Tourismus, tolle Auswanderungsländer, die Standorte Deiner Server und viel mehr.

Arbeite smart und nicht hart. Steuern sparen ist nicht unmora­lisch, ganz im Gegenteil. Wahrscheinlich wirst Du viel ruhiger schlafen können im Gewissen, dass Dein hart erarbei­tetes Einkommen nicht in Kriege, Politikergehälter oder unliebsame Gesetze fliesst, sondern in Deine eigenen Taschen. Du kannst schließlich selbst am besten über Deine Belange entscheiden – Weil Dein Leben Dir gehört.

Mehr Netto vom Brutto heißt genauso mehr Zeit, mehr Geld und auch mehr Spaß. Denn Du siehst – wenn Du dich noch an unseren Beispiel-Büroflüchtling aus Thailand erinnerst – dass Steuerfreiheit gar nicht so sehr auf eine Gier nach mehr Geld abzielt, sondern auf eine Beschränkung der Arbeitszeit bei ähnlichem Einkommen, das Dir ermög­licht alles zu tun, was Du schon immer tun wolltest. Statt Dich stundenlang für einen Minimal-Lohn tot zu schuften, kannst Du die 4-Stunden-Woche bei besserem Einkommensniveau durchaus erreichen. Es liegt nur an Dir und was Du aus den großar­tigen Möglichkeiten machst, die Dir 206 verschiedene Jurisdiktionen auf der Welt bieten.

Deutschland ist zum Glück nur ein Land unter vielen. Ein Land, in das ich in in der derzei­tigen Situation in meinen kühnsten Träumen niemals dauerhaft zurück­kehren würde. Und Du willst dort noch leben?

Über den Autor

Christoph Heuermann, *1990, ist Investor, Berater und Initiator des Blogs staatenlos​.ch. Auf seiner Mission alle Länder der Welt bis zum Alter von 35 zu bereisen erkundet er die besten Möglichkeiten für ein freies Leben. Dabei profi­tiert er von der Flexibilität die aus diesem Lebensstil resul­tiert – ob Krankenversicherung, Neidkultur, oder das leidige Thema der Steuern, Christoph Heuermann folgt als perpetual traveler seinem eigenen Weg!

Der Officeflucht-Newsletter

Check it out!

Werbung

9 Kommentare
  • Fabian
    Veröffentlicht am 12 Februar 2016 um 15:19 Uhr Antworten

    Hey Christoph und Bastian,

    vielen Dank für den inter­es­santen Artikel. Das mit der Limited & Co KG hört sich wirklich reizvoll an.
    Ist aber aufgrund von erhöhten Gründungskosten und Verwaltungsaufwand verglichen zum Einzelunternehmer mit KleinGEWERBE und Betriebshaftpflicht für einen Amazon FBA Einsteiger und Selbstständigkeits-Neuling, der erst einmal die Wasser testen will eher der zweite Schritt, oder?

    Zum Bootstrapping als Amazon FBA und Selbstständigkeits-Newbie der dort erst einmal die Wasser testen will macht vermutlich ein Einzelunternehmen OHNE Kleinunternehmerregelung (damit man Vorsteuer abziehen kann) aber als KleinGEWERBE (Umsatz < 500.000 und Gewinn < 50.000, damit man keine Kaufmännischen Pflichten wie Bilanzierung sondern nur EÜR erfüllen muss) und mit Betriebshaftpflicht zur Absicherung gegen Produkthaftung und anderes erstmal mehr Sinn, oder?

    Wenn man dann nach einem Testrun ein erstes Gefühl für den Prozess und den Markt entwi­ckelt hat und wirklich durch­starten will, kann man ja dann zur Limited & Co KG greifen.

    Soweit ich weiß bist du (Bastian) zur Zeit auch noch so unterwegs, oder bilan­zierst du schon mit doppelter Buchführung und kommst allen Kaufmännischen Pfichten nach HGB etc. nach…, dann würde sich der Umstieg vermutlich aufgrund der einge­schränkten Haftung und Steuern usw. ggf. lohnen?

    Bin gespannt auf euer Feedback.

    Liebe Grüße

    Fabi

  • Christoph Heuermann
    Veröffentlicht am 10 März 2016 um 12:35 Uhr Antworten

    Hallo Fabian,

    zum Testen lohnt es sich sicherlich mehr als Einzelunternehmer zu beginnen. Ob man von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch macht ist die Frage. Besser ist vermutlich ohne um an den Vorsteuerabzug zu gelangen. Da Kleinunternehmerregelung auch nur für deutsche Umsätze gilt, ist dies bei FBA in anderen EU-Ländern ohnehin schwierig.

    Eine Betriebshaftpflicht wäre für den Einzelunternehmer die entspre­chende Lösung sich abzusi­chern. Frage ist, ob sich kosten­mäßig sich dann aber nicht schon eine Ltd & Co. KG lohnt.

    LG
    Christoph

  • Thomas
    Veröffentlicht am 29 März 2016 um 10:47 Uhr Antworten

    Ein sehr infor­ma­tiver Artikel. Ich kann mir gut vorstellen, dass mittler­weile immer mehr darauf zurück­greifen werden.

  • Marcus
    Veröffentlicht am 15 Juli 2016 um 10:26 Uhr Antworten

    Ich finde dieses neoli­berale egoma­nische Geschreibsel ziemlich traurig. Mit Euren Steueroptimierungsversuchen seid Ihr nicht die Zukunft der Welt sondern Teil des Problems. Die Aussagen: „was kümmert mich die Gesellschaft in Deutschland oder sonst wo? Ich habe meine Ausbildung genossen, meine Eltern haben schon dafür Steuern gezahlt – hinter mir die Sintflut!“ ist Sinnbild für den Egoismus und Ignoranz in der heutigen Welt und weshalb sie heute so dasteht wie sie ist. Kein Interesse und Empathie für Menschen, denen es nicht so gut geht, Kranke, Alte, etc. (diese werden durch Steuern auch unter­stützt). Ich fing an den Blog inter­essant zu finden, aber dieser Artikel lässt mich den Blog wieder von meiner Leseliste streichen.
    Traurig, sehr traurig. Und arm.

    • Christoph
      Veröffentlicht am 16 Juli 2016 um 08:58 Uhr Antworten

      Mit Deiner asozialen Unterstützung eines Gewaltstaates scheinst Du mir das größere Problem zu sein. Erzwungene Empathie führt zum Gegenteil des Gewollten. Nur weil man keine Steuern zahlt, ist man nicht längst nicht nur an seinem eigenen Interesse inter­es­siert. Stattdessen hat man mehr Zeit und Geld sich für die tatsäch­lichen Belange schwä­cherer Menschen einzu­setzen. Gerne Steuern zu zahlen für die „schwachen“ Mitmenschen ist eine billige Ausrede um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Denen wäre nämlich tausendmal mehr durch direkte Initiative – ob monetär oder zeitlich – geholfen…

      • Christian Brüning
        Veröffentlicht am 30 Oktober 2016 um 16:33 Uhr Antworten

        Naja, Marcus Meinung pauschal als „asozial“ abzustempeln, finde ich, ehrlich gesagt, auch nicht besonders smart. Ich habe 10 Jahre in einem sogenannten „Steuerparadies“ gearbeitet und einen ziemlich umfas­senden Eindruck von dem Geschäft bekommen, Man muss sich mal bewusst vor Augen führen, warum die Steuer- und Abgabensätze in Deutschland so hoch sind. Das liegt nämlich unter anderem an eben diesen Steueroptimierungsstrukturen. Den EU-Staaten entgehen durch solche „Tax havens“ ca. 1 Billion EUR an Einnahmen. Mit so viel Kohle könnte man ne Menge auf die Beine stellen und den „schwachen“ Mitmenschen, wie Du sie nennst, wunderbar unter die Arme greifen. Ich würde es ok finden, wenn die Leute, die solche Strukturen nutzen, sich von ihrem Steuerberater die Ersparnis ausrechnen lassen und genau diesen Betrag an gemein­nützige Organisationen spendeten. Dann könnte ich wirklich akzep­tieren, dass man von „Verantwortung übernehmen“ spricht. Sollte nur ein Bruchteil der Ersparnis in solche Projekte fließen, kann ich hier keine Übernahme von Verantwortung erkennen, sondern dann liegt die Vermutung nahe, dass es sich einfach um Tax struc­turing handelt. Wenn Dir dieser „Gewaltstaat“ nicht gefällt, kannst Du ja an seinem Umbau mitwirken. Du hast eine Stimme, gehe wählen. Oder engagier Dich politisch. Dann kannst Du davon sprechen, dass Du Verantwortung übernimmst. Und das geht auch von unterwegs. Dazu brauchst Du kein Büro. Sich einfach umzudrehen und abzuhauen ist das mAn nicht. In der Liste stehen einige Länder, die ich eher mit „Gewaltstaaten“ betiteln würde. Diese Länder würde man unter­stützen, indem man sich dort ansiedelt.

    • Bastian
      Veröffentlicht am 17 Juli 2016 um 11:59 Uhr Antworten

      Hallo Marcus,
      ich persönlich finde deine sehr einseitige Sichtweise hingegen traurig. Erstens kenne ich neben digitalen Nomaden keine andere Menschengruppe, die so darauf aus ist, anderen zu helfen und die Welt verbessern zu wollen. Und die besteht bei weitem nicht nur aus Deutschland.

      Wenn du bspw. nach Malle auswandern würdest, würdest du dann einfach aus Prinzip in Deutschland weiter Steuern zahlen? Ich persönlich zahle nach wie vor meine Steuern in Deutschland und das ist mittler­weile nicht wenig. Und wenn ich mich hier abmelde und die deutsche Infrastruktur nicht mehr nutze, dann muss ich dafür auch keine Steuern zahlen. Simple as that.

      Als Dauerreisender ohne Wohnsitz wird man nunmal nirgends steuer­pflichtig und das völlig legal. Das deutsche Steuergelder mehr für politische Interessen als für die Interessen der Bevölkerung einge­setzt werden, möchte ich jetzt nichtmals groß ausführen. Ich weiß nicht wie alt du bist, aber allein wenn ich darüber nachdenke, dass ich im Alter eher Grundsicherung als eine erwäh­nens­werte Rente bekommen würde, weil Milliarden lieber in die Rüstungsindustrie gesteckt werden… was das in der Weltpolitik alles für Folgen losge­treten hat, muss ich sicher nicht erklären.

      Das was zwischen den Zeilen dieses Gastartikels steht, ist dass wir uns nicht von einem bröcke­ligen System abhängig machen wollen und unsere Zukunft selber in die Hand nehmen. Mit legalen Mitteln. Und die „gesparten“ Steuergelder so viel gezielter und sinnvoller Verwendung finden können. Ich erzähle dir gern per Mail mehr darüber, wenn dich wirklich inter­es­siert, an was für Projekten ich und andere Nomaden aus meinem Umfeld arbeiten.

      Es geht in diesem Blog bei allen Artikeln darum, Möglichkeiten aufzu­zeigen. Was der einzelne daraus macht, ist jedem selbst überlassen.

  • Nico
    Veröffentlicht am 30 November 2016 um 10:46 Uhr Antworten

    Hallo,

    der Artikel erweckt irgendwie den Eindruck das man jetzt beson­deres Glück hat im Osten Deutschlands zu wohnen.

    Leider musste ich dann feststellen das ich hier keinen Ort finden konnte der unter 400% liegt.
    Bad Schandau 450%, Sebnitz 417%, Neustadt 400%, Dresden 450%, und abschließend in meiner kleinen Gemeinde 430%

    Beste Grüße
    Nico

  • Paul
    Veröffentlicht am 26 Juni 2017 um 10:45 Uhr Antworten

    Die Menschen, die deinen wertvollen Artikel als arm und traurig bezeichnen, haben wahrscheinlich keine umfäng­lichen Kenntnisse, wie der Hase läuft. Natürlich möchte ich längst nicht behaupten, detail­liert zu wissen, wie das ganze System zusam­men­hängt. Ich weiß aber, dass unser Familienminister die Familien abschafft, der Bildungsminister die Bildung abschafft usw.. Wenn z.B. Deutschland, einen Steuersatz von 10% hätte, wären die Steuereinnahmen wahrscheinlich 3 mal so hoch wie jetzt. Kein Mensch würde ins Ausland ausweichen. Deshalb stimmt es definitiv nicht, dass die Steuersätze immer höher geschraubt werden, weil große Adressen ihr Kapital ins Ausland bringen. Es ist genau anders herum und auch gewünscht!

    Denn nur so läßt sich für die Eliten der Standort Deutschland zur Oligarchie umwandeln und verein­nahmen. Auflagen und Steuern erhöhen, große Firmen und Geld gehen Weg, Deutschland blutet aus. Übrig bleiben ängst­liche verarmte Bürger die dann in einem halbkom­mu­nis­ti­schen System versklavt werden, offiziell alles als Demokratie getarnt.

    Eine Gesamtsteuerbelastung schon jetzt für einen Selbstständigen, der ohne Tricks und Kniffe arbeitet, liegt nur für seine Firma mit MwSt. und Est bei 55%. Durch weitere Besteuerung durch Konsum und vielleicht Geldanlage liegen wir dann bei 70 oder 80% Steuern. Da ist auf jeden Fall Sozialismus! Wieso kommen andere gut entwi­ckelte starke Wirtschaftsnationen mit 10 bis 20% aus?

    Also für alle die, die noch freiden­kende Menschen verur­teilen und als arm und egois­tisch bezeichnen, richtet euren Unmut gegen den Staat. Versucht zu verstehen, welches große Speil gespielt wird. Warum werden wir in Deutschland derart drang­sa­liert. Lest alter­native Nachrichten, schaltet die Volksverarschung Tagesschau etc. aus.

    Wenn in D wieder 15% Steuern sind und meine Kinder einen Kindergartenplatz ohne Probleme erhalten, die Bildung nicht vorsieht Sexualunterricht in der 4 oder 5. Klasse einzu­führen, die Vollüberwachung aufhört, … man könnte an dieser Stelle stundenlang weiter aufzählen, dann zahle ich gern wieder Steuern, SEHR GERN!!!

Hinterlasse einen Kommentar...