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Eine Wohnung bei Airbnb vermieten – Der ultimative Guide

11 Min. Lesezeit

So ziemlich jeder kennt heute Airbnb. Und viele nutzen die Plattform regel­mäßig – als Gast. Aber selbst eine Wohnung bei Airbnb zu inserieren und damit auch noch Geld zu verdienen, ist für viele immer noch wie der Bau eines kleinen Luftschlosses. Denn die aller­meisten kennen Airbnb primär als Plattform, auf der vorzugs­weise Privatpersonen (aber auch immer mehr Hostels & Hotels) ihre Unterkünfte an Reisende vermitteln können. 

Doch vielleicht ist es auch schon bis zu deinen reizenden Ohren vorge­drungen: Airbnb bietet ebenso eine großartige Möglichkeit, sich einen lukra­tiven Nebenverdienst oder sogar ein komplettes Business über die Vermietung aufzu­bauen – und das mit einem vergleichs­weise geringen Kapitaleinsatz. Let me explain…

Der Airbnb-Kosmos scheint auf den ersten Blick vollge­packt zu sein, mit den verschie­densten Fragen und ungeklärten Details: Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, um eine Wohnung bei Airbnb zu vermieten? Wie läuft die Anmeldung und Verifizierung? Ist eine Untervermietung an deinem Standort überhaupt erlaubt? Wie erhalte ich mein Geld und was für Gebühren werden von Airbnb berechnet? Oder seien es Fragen zu recht­lichen Dingen, wie Mindestanforderungen zur Gründung und Anmeldung einer Airbnb, techni­schen Details… oder schlicht und ergreifend, wofür steht Airbnb überhaupt und weshalb höre ich den Namen in letzter Zeit ständig?

Doch nun mal im Ernst: Diese 5-teilige Artikelserie hat den Anspruch, dir all diese Fragen über die Vermietung bei Airbnb zu beant­worten, damit du für dich eine klare Entscheidung treffen kannst, ob aus dem Luftschloss ein handfestes Apartment wird – oder gar mehrere. Kein Gelaber, mit Prägnanz kompakt auf das Wohnungsschlüsselloch zugepasst. Starten wir daher in diesem ersten Teil mit den „allge­meinen“ Fragen, die beim Aufbau deiner ersten Airbnb von Interesse sein dürften.

Am Anfang war die Luftmatratze…

 

Was soll der Name Airbnb eigentlich bedeuten? Hold my drink, kurze Zeitreise zurück ins Jahr 2008. Die zwei späteren Firmengründer Brian Chesky und Joe Gebbia leben in San Francisco – einer der teuersten Städte der Welt. 1-Zimmer Apartments rangieren hier preislich um die 3.000€ im Monat. Die beiden sind broke und versuchen sich immer wieder mal mit fragwür­digen unter­neh­me­ri­schen Ideen über Wasser zu halten. 

San Francisco ist durch seinen Nähe ins Silicon Valley auch am laufenden Band Standort für allerlei Konferenzen, Conventions, Messen etc. Hotelpreise schnellen dann in astro­no­mische Höhen und sind stets ausge­bucht. Weil sie sich ihr Apartment kaum noch leisten können, muss eine Idee her. Joe hat eine weitere Schnapsidee und schickt Brian diese E-Mail…

Kurzerhand stellen die beiden drei Luftmatratzen ins Wohnzimmer, um sie an Besucher einer Design-Konferenz zu vermieten. Im Preis inbegriffen war Frühstück. So ergab sich der Name «Air bed and breakfast» – Luftmatratze und Frühstück – mit dem es am 11. August 2008 losging. Später wurde er zu Airbnb verkürzt.

Wir hatten keine Vorstellung davon, dass Air bed and breakfast groß werden könnte“, sagt Brian Chesky in Interviews. Ursprünglich hätten er, Gebbia und der dritte Gründer Nathan Blecharczyk eine Plattform zur Mitbewohnersuche aufbauen wollen. Nach viermo­na­tiger Arbeit sei ihnen aufge­fallen, dass es diesen Service bereits gibt. So kam es zu Airbnb – oder wie Chesky amüsiert sagt: „Der schlech­testen Idee, die jemals funktio­niert hat“. Und der Rest ist Geschichte.

Ist Airbnb sicher?

 

Diese Frage ist für mich ganz klar mit „Ja!“ zu beant­worten. Grund dafür ist, dass Airbnb ein in sich geschlos­senes System ist, was darüber hinaus viele Sicherheitsmechanismen für Mieter als auch Gastgeber anbietet. Schauen wir uns die wichtigsten Rubriken kurz an:

Die Bezahlung

 

Jeder der schon einmal Airbnb genutzt hat, wird die Erfahrung gemacht haben, dass das Bezahlsystem bei Airbnb nicht über ein paar per Hand ausge­hän­digte Scheine, wie zu Omas Zeiten, abläuft. Als Gast bezahlt man im Voraus seine Buchung direkt über die Plattform. Airbnb bietet dabei verschiedene Payment-Methoden an. Dadurch wird zum einen sicher­ge­stellt, dass du dein Geld – als Gastgeber – auch wirklich erhältst. Zudem wird aber auch der Gast abgesi­chert, indem das Geld erst einen Tag nach Check-In tatsächlich an dich weiter­ge­leitet wird, um Betrugsfällen auf Seiten des Vermieters vorzu­beugen. Das wiederum schafft natürlich Vertrauen bei deinem Gast und kommt auch dir damit zu Gute. Zusätzlich hast du die Möglichkeit nach deinem Ermessen eine Kaution zu fordern. Diese wird dann lediglich beim Gast auf dessen Zahlungsmittel geblockt. Bei bestimmten Parametern in der Buchung, erhebt Airbnb manchmal auch selbst die Kaution.

Versicherung

 

Die Versicherung von Airbnb ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Das Gute bei der Sache ist: Die primären Versicherungen sind kostenlos und bereits für dich in deinem Inserat mit inbegriffen. Weltweit und jederzeit. Es gilt eine Versicherung zum Schutz von Gastgebern bis zu einer Höhe von 1 Million Dollar für Personenschäden (wenn zum Beispiel jemand auf der Treppe ausrutscht) oder Sachschäden. Auch wenn es zahlreiche atembe­rau­bende Objekte wie sogar Schlösser auf Airbnb gibt, sollte diese eine Million für die meisten wohl ausreichen. Darüber hinaus gibt es eine Gastgeber-Garantie bis 800.000 Euro, die Beschädigung und Diebstahl eines Gastes abdeckt. Zusätzlich gibt es ein Mediations-Center bei Airbnb, welches sich um die Streitigkeiten kümmert und vermittelt. Doch jetzt die wichtigste Meldung: Ich musste von all dem selbst noch nie etwas in Anspruch nehmen und im Normalfall ist dies auch äußerst selten.

Erfahre mehr zu dem Thema: 

https://​www​.airbnb​.de/​g​u​a​r​a​n​tee
https://​www​.airbnb​.de/​h​o​s​t​-​p​r​o​t​e​c​t​i​o​n​-​i​n​s​u​r​a​nce

Das Bewertungssystem

 

Grund für meine vorherige Zeile, ist das Bewertungssystem. Denn bei Airbnb werden nicht nur die Gastgeber bewertet, sondern auch die Gäste. Daher kannst du vor einer Buchungsbestätigung dein Gegenüber abchecken (sofern du es so einstellst) und hast wie ich finde, immer ein sehr klares Gefühl, wer da deine heiligen Hallen betritt. Dazu kannst du gewisse Hausregeln für deine Bleibe aufstellen, die jeder Gast vor der Buchung zur Kenntnis nehmen und akzep­tieren muss. Meine Erfahrung: Umso klarer die Kommunikation an dieser Stelle ist, umso klarer bekommst du auch die Gäste, die du möchtest und gern hast. Falls dir das noch nicht reicht, kannst du zu guter letzt verlangen, dass sich deine Gäste vor dem Check-In mit einem offizi­ellen Ausweisdokument bei dir verifi­zieren.

Technische Sicherheit

 

Airbnb ist technisch so ausge­reift, wie du es auch von anderen Plattformen kennst. Ist ja nicht so, als wäre die Plattform aus Studenten-Spenden finan­ziert. Das bedeutet, du hast alle Sicherheitssysteme, die das Internet in der heutigen Zeit bietet. Ein Beispiel dafür sind die Multi-Faktor-Authentifizierungssysteme, falls du dich von einem anderen Computer oder anderem Ort aus anmelden solltest.

Airbnb-Gastgeber werden

 

An sich ist Airbnb-Gastgeber werden, wie Pommes in den Ofen schieben. Man macht es einfach. Egal wo du bist (außer in Freiheitsoasen wie Nordkorea etc.), egal wie groß deine Bude, alter­nativ Hausboot oder Märchenschloss, auch ist. Manchmal gibt es sogar einen kleinen Bonus für’s Werben neuer Gastgeber. Und zwar für beide Seiten. Also falls du noch keinen Account hast, lass uns gern heraus­finden, was Airbnb aktuell für uns für ein Schmankerl bereit hält.

Darf ich meine Wohnung bei Airbnb vermieten?

 

Es gibt keine andere Frage, die mir so häufig gestellt wird, wie diese. Meine Antwort darauf lautet dann immer: es kommt drauf an. Denn je nach Ort, sieht die recht­liche Lage etwas anders aus. Hier wird in der Regel stets regional und nicht national entschieden. In jedem Fall benötigst du aber die Erlaubnis deines Vermieters, deine Wohnung unter­zu­ver­mieten, sofern es nicht dein Eigentum ist.

In Teil 3 dieser Artikel-Serie gehe ich sehr genau auf dieses Thema ein, damit der Rechte-Dschungel für dich zu einer leicht überwind­baren, kleinen Gartenhecke wird. Ich werde dir zeigen, wie du deinen Vermieter clever überzeugst, damit das Thema für dich kein Problem mehr wird.

Vertrag und Zweckentfremdungsgesetz

 

Maßgeblich dafür, ob eine Vermietung erlaubt ist, ist das relativ neue Zweckentfremdungsgesetz auf deutschem Boden. Dieses besagt, dass du (in gewissen Städten) deine Wohnung nicht „einfach so“ kurzfristig an eine dritte Person unter­ver­mieten darfst. So benötigst du manchmal eine Erlaubnis und/oder Registriernummer beim jewei­ligen Amt, wenn du deine Wohnung vermieten möchtest. Diese Genehmigung in Deutschland benötigst du aber grund­sätzlich nur dann, wenn du a) über 50% des Wohnraumes an deine Gäste vermietest und diese Vermietungsdauer tatsächlich kurzfristig – dass bedeutet tage-oder wochen­mäßig – erfolgt. Und b) deine Stadt oder Ortschaft hiervon betroffen ist und das Zweckentfremdungsgesetz hier greift. Dieses gilt aber nur für einige Ballungsräume und Städte. Sozusagen Ausnahmefälle. Alle anderen Regionen sind von dieser umfang­reichen Registrierung nicht betroffen und bieten darüber hinaus, immense finan­zielle Möglichkeiten, aufgrund der niedrigen Konkurrenz. Mehr dazu in Teil 2 der Artikelserie.

Der Meldeschein und die Haftung

 

Solltest du dieses Gesetz der Zweckentfremdung einfach ohne weiteres übergehen, drohen manchmal empfind­liche Strafen. Daher empfehle ich dir, alle recht­lichen Schritte im Vorfeld zu tätigen, dann bist du tatsächlich auf der sicheren Seite und kannst das Potenzial von Airbnb voll auskosten.

In Teil 5 zeige ich dir dann detail­liert, wie die Rechtssituation in Deutschland (und weltweit) je nach Region aussieht und welche Unterlagen du genau benötigst.

Was das Konzept von Airbnb auch mit sich bringt, ist die Aufbewahrung eines Meldescheines. Du weißt schon, dass nervige Ding was du sicherlich schon einmal selbst ausfüllen musstest, als du irgendwann nachts um drei völlig übermüdet in eine Hotel-Lobby geschlurft bist. 

Nun drehen wir den Spieß um. Du kannst diese Meldescheine einfach ausdrucken und deinem Gast zur Ausfüllung vorlegen. 

Deine einzige Pflicht: Bewahre die Dinger gut auf, für den super unwahr­schein­lichen Fall, dass du sie irgendwann nochmal brauchst. 

Airbnb: Voraussetzungen für Gastgeber und Wohnung

 

Wenn du dich entschließt, ein Apartment bei Airbnb anzubieten, dann reicht es natürlich nicht aus, einfach nur ein leeres Zimmer wie auf einem Raumschiff-Holodeck zur Verfügung zu stellen. Daher gibt es ein paar Grundvorraussetzungen und Bedingungen, die du beachten solltest. Doch keine Sorge – eigentlich verstehen die sich fast schon von selbst:

Die Grundausstattung: Handtuch, Seife, Bettwäsche mit Kissen und Toilettenpapier. Wie in einer guten Jugendherberge. Die erkennen auch immer häufiger das Potential von Airbnb. Zum Thema Einrichtung lässt sich natürlich jede Menge sagen. Aber dazu nochmal mehr in einem späteren Teil.

Kümmere dich recht­zeitig: Das bedeutet, beant­worte Anfragen bitte innerhalb von 24 Stunden, nimm Buchungsanfragen idealer­weise in diesem Zeitfenster an und storniere nur, wenn es tatsächlich grobe Gründe gibt. Letztendlich möchte Airbnb natürlich darauf Acht geben, eine gewisses Mindestmaß an Qualität einzu­halten und Gäste nicht unerwartet am Tag der Einreise vor verschlos­senen Türen stehen zu haben.

In Teil 4 dieser Serie gehe ich genau darauf ein, welche Dinge und Besonderheiten du als Gastgeber beher­zigen kannst, damit dein Gast jederzeit wieder bei dir nächtigen würde.

Hier noch mal ein Überblick über die wichtigsten Faktoren als Gastgeber: https://​www​.airbnb​.de/​h​e​l​p​/​t​o​p​i​c​/​1​0​2​4​/​g​a​s​t​g​e​b​e​r​-​w​e​r​den

Bei Airbnb anmelden

 

Wenn du dich bei Airbnb regis­trierst, nutze hierzu gerne meinen Freundschaftslink. So bekommen wir beide einen kleinen Bonus, sobald du aktiv mit der Vermietung anfängst. Bei deiner Anmeldung als Gastgeber, musst du dich dann auch mit deinem Personalausweis oder Reisepass verifi­zieren. Airbnb kann dich dazu auffordern, ein Bild von dir hochzu­laden, um einzu­schätzen, ob du auch wirklich du bist. Nur so kann für die Gäste gewähr­leistet werden, dass sie auch bei einer realen Person unter­kommen und hier kein Schund betrieben wird.

Im folgenden hast du dann die Möglichkeit, dein Inserat mit allen möglichen Angaben nach deinem Gusto zu versehen und die entspre­chenden Bedingungen für deine Gäste festzu­legen. Auch auf diese Details werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer eingehen.

Eine Frage der Kosten

 

Doch eine wichtige Frage bleibt in diesem groben Überblick sicherlich noch: Was ist mit der Kohle? Denn sicherlich fragst du dich, was der Service nun für dich kostet. Airbnb stellt dir ganz simpel 3-5% der Buchungssumme in Rechnung. Nur als Sidenote – booking​.com behält hier gar 15%. Die genaue Zahl richtet sich danach, wie streng du mit den Stornierungsbedingungen für deine Gäste umgehen magst. Umso strenger, umso teurer für dich. Die Gebühr fällt zusammen mit einer etwaigen Umsatzsteuer an. Der Betrag wird sofort verrechnet und der Rest netto ausge­zahlt. Das bedeutet, wenn dein Hauptwohnsitz in Deutschland ist, musst du die Einnahmen zwar beim Finanzamt als Mieteinnahme angeben, um die Steuern der einzelnen Buchung kümmert sich aber Airbnb. Füge hierfür dann bei der Steuererklärung die „Anlage V“ bei.

Ich ende diesen Artikel, wie mit einem durch­schnittlich guten Bewerbungsschreiben in deutschen Mittelstandsunternehmen: Ich hoffe du hast einen guten ersten Eindruck gewinnen können, was eine Vermietung bei Airbnb mit sich bringt. Bevor wir uns in den nächsten Teilen der Überzeugungsarbeit des eigent­lichen Vermieters, den recht­lichen Details und gastfreund­lichen  Empfehlungen widmen, werde ich dir im zweiten Teil zeigen, was Airbnb für ein großes Potenzial beinhaltet, wenn du es tatsächlich als profes­sio­nelles Business angehst. Und ich werde dir ein Geheimnis verraten, was eigentlich so offen­sichtlich ist – doch niemand wirklich erkennt.

Wenn du es gar nicht abwarten kannst und jetzt schon wissen willst, wie du mit Airbnb sofort loslegen kannst, ein ortsun­ab­hän­giges Business aufbaust und dir auf der ganzen Welt mutiple Homebases einrichtest – dann schau dir jetzt mein kosten­loses Webinar dazu an!

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